 RSS-Feed
|
|
|
Schamanismus Therapie: angewandte schamanische Techniken auf therapeutischer und Coaching - Ebene.
Therapien finden ihren eigenen Entwicklungsweg. Nach der probatorischen Sitzung können sich verschiedene Mögllichkeiten auftun, denen man als Therapeut folgen möchte. Der Kunde, die Kundin wir dabei in die Vorgehensweisen miteinbezogen. Und dann geht es los: man bewegt sich in den vereinbarten Richtungen. Ein Schamanismus Therapeut ist sich wie jeder andere Therapeut stets über die Zielvereinbarungen, die eingeschlagenen Wege und die aktuellen Geschichten bewusst. Neben vielen Hilfsmitteln stehen dem Therapeuten Kompetenzen zur Seite, mit denen er oder sie arbeitet: Objektivitäten, Meta-Ebenen, Selbstreflexion usw.
|
|
therapie schamanismus trommeln
|
|
Hinzugefügt am 04.06.2016 - 08:09:14 von Schamanenstube
|
|
|
|
https://schamanenstube.com/blog/
|
|
|
|
 RSS-Feed - Einträge
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Bewegung während Schamanismus Therapien
Therapien finden ihren eigenen Entwicklungsweg. Nach der probatorischen Sitzung können sich verschiedene Mögllichkeiten auftun, denen man als Therapeut folgen möchte. Der Kunde, die Kundin wir dabei in die Vorgehensweisen miteinbezogen. Und dann geht es los: man bewegt sich in den vereinbarten Richtungen. Ein Schamanismus Therapeut ist sich wie jeder andere Therapeut stets über die Zielvereinbarungen, die eingeschlagenen Wege und die aktuellen Geschichten bewusst. Neben vielen Hilfsmitteln stehen dem Therapeuten Kompetenzen zur Seite, mit denen er oder sie arbeitet: Objektivitäten, Meta-Ebenen, Selbstreflexion usw.
Die Kunst des Zuhörens
Neben Techniken der Gesprächsführung, die man sich aneignen kann, gibt es Grundhaltungen des Therapeuten, der Therapeutin, die dem Fluss der therapeutischen Gesprächs mehr Ausdruck verleihen können. Kunden erzählen z.B. von Erlebnissen, die sich in ihrem Leben abspielen. Dieses Erzählen findet seltenst rein sachlich statt, sondern unter den Worten findet sich gerne ein Bedürfnis. Dieses zeigt sich in der Intonation, in der Gestik und in der Art, wie Dinge erzählt werden. Das Erzählen soll also eine gewisse Wirkung haben, teilweise sogar auf manipulative Art. Im Laufe einer Therapie wird vielleicht immer wieder ein Thema angesprochen, dem besondere Aufmerksamkeit zustehen soll. Als Zuhörer nimmt man das wahr, als Therapeut notiert man es sich selbstverständlich.Bedürfnisse und Absichten unter dem Erzählen von Geschehnissen möchten bestätigt werden. So ist man zuweilen geneigt dazu, mal zu nicken, sich mal erstaunt zu zeigen, zu lächeln oder auf sonstige Weise Zustimmung zu zollen. Das tut man in normalen Gesprächen automatisch. Was aber, wenn von Schamanismus Therapeuten verlangt wird, dass sie sich bewusst sind über das Bedürfnis? - Wird dann das zustimmende Nicken zu einem reinen Schauspiel?Hier kommen die inneren Fragen untenstehender Ausgaben der Schamanismus Zeitung zum Zuge: "was macht das mit mir? (als Therapeut)" und "was soll das mit mir (als Therapeut) machen?"
Schamanismus Zeitung zum Thema Egoismus als Wahrnehmung
Teil zwei des Themas: Egoismus als Wahrnehmung
Therapie-Flüsse
Es gibt mehr als einen Fluss in der therapeutischen Arbeit. Zum einen ist da die Bewegung hin zum Erreichen der Zielvereinbarung, zum anderen der Erzählfluss, dem man folg. Darunter findet sich die Wahrnehmung der Bedürfnisse mit der Frage: was möchte der Kunde, dass ich denken soll? Die Kunst besteht in den Augen der Schamanenstube darin, sich stets in allen Flüssen bewegen zu können. Ob das in fliessenden Wechseln oder gleichzeitig passiert, spielt keine Rolle. Die Wechsel dürfen vielleicht recht häufig passieren, um auf den Fluss-Ebenen zu denken und empfinden.
Ebenen bei Kunden-Erzählungen
Der Sinn dieser Ebenen darf die Fähigkeit sein, Erzähltes aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können. Das Ebenen-Denken und -Empfinden hier in der Theorie zu beschreiben ist einfach. Das Umsetzen in die Praxis ist sehr schwierig beizubringen. Zumal je nach Erzählung natürlich noch andere Ebenen hinzu kommen: inhaltliche, systemische, prozessorientierte, ursachenorientierte, Konsequenzen usw. Am Ende hat man ein Sammelsurium von möglichen Objektivitäten, die in ihrer Anzahl Verwirrung schaffen können. Die Verwirrung kann so gross werden, dass man alle Ebenen fallen lässt und nur noch zuhört. Das führt in therapeutischen Sitzungen gerne dazu, dass man nach dem Erzählen der Kundschaft keinen Schimmer hat, wie es weiter gehen soll. Aber genau deshalb ist der Kunde da: alles, was innerhalb der "normalen" Ebenen rauszufinden ist, hat der Kunde selbst schon längst analysiert.
Den Verlust der Ebenen vermeiden
Es gibt mehrere Möglichkeiten, im Ebenen-Denken oder in sogenannten Objektivitäten zu bleiben. Wie bei jedem "Problem", ist auch das Verlieren der Ebenen von Vorankündigungen begleitet. Man merkt, wenn man das geistige Rumrennen zwischen den Flüssen verliert. Diesen Punkt der Gewahrwerdung kann man sich bewusster machen (Trigger setzen). Merkt man es, kann man einen Ebenensprung machen, der vielleicht gerade sinnlos ist, aber er hält einem in seiner therapeutischen Zuhörer-Position.Es ist möglich, einige der Ebenen als emotionale Grundhaltung zu leben. Nehmen wir zum Beispiel die Ebene des Therapie-Ziels. Man sitzt mit einem Kunden da und taucht gerade in seine Problemschilderung ab. Man sitzt aber immer noch da, was die Ebene des Therapie-Ziels halten kann. Die Selbstwahrnehmung kann wie ein Grundgefühl aufzeigen, was man da gerade macht: man therapiert. Das kann man das Ebenen-Gefühl nennen.Weiter kann einem das Notieren der aktuell vorhandnen Ebenen helfen. Vielleicht nicht in ihrer Gänze, weil einem das erschlagen kann. Aber die im Moment als wichtig empfunden Flüsse dürfen aufgemalt oder beschrieben werden.Zusammengefasst:
Ebenen-Sprung beim Merken, dass man nur noch zuhört
Ebenen-Gefühl
Notieren der aktuellen Flüsse
Flüsse in schamanischen Reisen
Es gibt auch auf schamanischen Reisen verschiedene Ebenen der Wahrnehmung. Als Anfänger ist man geneigt, in der Geistwelt als störend empfundene Dinge gleich mal zu entfernen. Dieser Reflex ist nachvollziehbar. Sehr viele uns bekannte "Schamanen" arbeiten sogar erfolgreich nach dem Prinzip: da stört etwas, also weg damit. Diese Form eines einfachen Schamanismus wirkt sehr natürlich und intuitiv. Hier braucht es kein Ebenen-Denken, das hat aber auch nichts mit einer Schamanismus Therapie zu tun.Die Wahrnehmungen auf schamanischen Reisen sind von eigenen Befindlichkeiten und eigenen momentan vorherrschenden Gefühlen und Ordnungen stark beeinflusst. Das lässt sich vielleicht an einem Beispiel verdeutlichen: man kommt nach den Ferien nach Hause und vieles, das einem vor den Ferien noch genervt hat, ist zwar noch da, aber der Einfluss ist nicht mehr nervend. Wir Menschen werten sehr oft auf der Basis unserer Befindlichkeiten. Die Schamanenstube ist der Meinung, wenn wir auf Auftrag in fremden Geistwelten unterwegs sind, haben unsere Befindlichkeiten nichts dabei zu suchen. Man müsste sich also sehr sehr gut unter "Kontrolle" haben, wenn man für Kunden oder sogar für sich selbst schamanisch reist. Das tönt nach einem guten Credo, ist aber menschlich nicht umsetzbar. Auch hier gibt es Hilfen, die man beüben kann.
Miteinbezug des Zweifels
Einer der Hilfen ist der Zweifel. Dieser ist auf ersten schamanischen Reisen oft hoch und verhindert teilweise schamanische Wahrnehmungen. Die Schule für Schamanismus Therapie geht hier den Weg, den Zweifel erst einmal beiseite zu lassen, indem wir Zeit für den Zweifel schaffen. Schamanisches Reisen ist in erster Hinsicht ein Erleben. Danach oder in Pausen gönnt man sich Zweifel-Zeit. Spannend ist noch zu erwähnen: trotz hohen Zweifels wird besonders zu Beginn einfach auf schamanischen Reisen gehandelt, sprich man verändert Dinge, die zweifelsfrei so wohl nicht sein sollten oder da nicht hin gehören.Hat man die "Fähigkeit" erreicht, schamanische Reisen zu erleben, kann man beginnen, Dinge auf einen wirken zu lassen. Hier kommt wieder die Frage auf: "Was macht das mit mir?". Selbst die Folgefrage, was es mit einem machen soll, darf Einzug halten in den Reise-Alltag. Damit ist man wieder als vernunftbegabtes Wesen unterwegs. Die Aufmerksamkeit auf sich selbst ist gegeben. Erst jetzt ist ein Zweifeln wieder sinnvoll: als eine Form der Selbst-Reflexion.
Techniken auf schamanischen Reisen
Viele Techniken seit Castaneda bis heute sind hilfreich, sich Dinge nicht nur frontal anzuschauen, sondern sie von verschiedenen Ebenen her im Fluss des Geschehens auf sich wirken zu lassen. Was bei Castaneda die Emanationen des Adlers sind, setzt die Schamanismus Therapie der Schamanenstube in sogenannten Weltenwechseln um. Ferner dürfen z.B. im abgehaltenen Rat der Geister die Konsequenzen möglicher Handlungen besprochen werden.Solche und weitere Techniken auf schamanischen Reisen dürfen zu einem Ich-Gefühl führen, die Wahrnehmungen nicht nur relativiert, sondern in Betrachtung aller Einflüsse auf ein Geschehen zu klareren Entschlüssen führt. Damit ist nicht ein Egoismus gemeint, der sich über andere stellt, sondern es geht um die Achtsamkeit des Therapeuten selbst. Das kann selbst in einer bescheidenen Haltung passieren, ohne sich aufzuplustern.Unsere Schule für Schamanismus Therapie widmet sich diesen Grundhaltungen im Umgang mit Kunden und auf den schamanischen Reisen. Das lässt sich in unseren Augen nicht in ein, zwei Wochenend-Seminaren erlernen, sondern stellt sich als Prozess-Weg hin zum Schamanismus Therapeuten oder Experten für sich selbst dar. Wenn sich jemand auf seine ganz persönliche Weise mit sich selbst befassen kann, erhebt sich in uns ein Gefühl des Vertrauens auf therapeutischer Ebene. Ob es richtig ist, dass wir eine Gewichtung unseres Gefühls zu einer schamanischen Arbeit als Massstab für Befähigungen setzen, beschäftigt uns seit Jahren. Es gibt klare Kriterien, aber die reichen nicht gemäss unserer Erfahrung. Vielleicht sollten wir noch mehr verfeinern?
|
|
06.05.2016 - 14:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus-therapie/schamanismus-therapie-flus ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Das musst du loslassen!
Die Begegnung mit einem sehr lieben Menschen, psychologisch geschult, NLPler und vieles mehr, bewegt uns gerade. Er sagt, er hat viele Dinge loslassen können. Das nennt er zuerst, als er uns begegnet. Es scheint also wichtig. Es ist aber nicht die Angst vor uns, dass wir uns auf Probleme stürzen würden, sondern dient eher einem Erzählen von Erfolgen. So werden die Heldentaten berichtet. All das hat er also losgelassen.Wir merken in der Folge, dass all seine genannten neuen Probleme genau die Dinge beschreiben, die er ja losgelassen hat. Wir fragen uns: macht Loslassen überhaupt Sinn?
Was ist Loslassen?
Die Definition "Loslassen" können wir aus der Schamanismus Therapie nicht wirklich festlegen, weil Loslassen gar nicht zum Repertoire dieser Therapie-Form gehört. Wir versuchen es: Loslassen meint, an Problemen, Verhaltensmustern, Ereignissen oder Bedürfnissen nicht mehr festzuhalten, weil einem dieses Festhalten nicht gut tut. Zuweilen wird auch davon gesprochen, Vergangenes loszulassen. Man spricht von schlechten Erlebnissen, die keinen guten Einfluss auf das heutige Leben haben. So scheint das Loslassen der Verbesserung der Lebensqualität zu dienen - zumindest auf den ersten Blick. Wie sieht es langfristig aus?
Loslassen bedingt ein Festhalten
Extreme Beispiele für das Nicht-Funktionieren von Loslassen finden sich in Aussagen wie: "Du musst deine Kriegserlebnisse hinter dir lassen" oder "Du musst deine verstorbene Frau loslassen und nach vorne blicken".Beide Ratschläge empfinden wir als pietätlos.Warum ist das so?Loslassen bedingt ein Festhalten. Dieses Festhalten wird als Fehler identifiziert und muss beseitigt werden: Therapie Ende. Das stellen wir ebenso in Frage.Festhalten ist ein Akt, ein Tun. Hinter diesem Tun kann ein Bedürfnis stecken. Festhalten hat etwas mit Besitz zu tun. Man will etwas weiterhin als zugehörig betrachten. Dieses Loszulassende hat einen emotionalen Wert. Als Beispiel kann dieser Wert auch eine Bindung in Form von Liebe darstellen. Spätestens jetzt, wenn wir von diesem Wert und von Liebe sprechen, wird das Loslassen zu einem unehrenhaften Tun, was die Pietät verletzen kann.Durch einen mit Überzeugungskraft predigenden Therapeuten motiviert, wird in einem Ritual oder einem therapeutischen Setting das Loslassen durchgeführt. In dem Moment, da es getan wird, erscheint es richtig und zukunftsorientiert. Einige Zeit später ist schlichtweg alles wieder beim Alten. Begegnet man dem nächsten Therapeuten, ist es wichtig, zu erwähnen, was man schon alles losgelassen hat. Da muss also noch etwas Zusätzliches sein, weshalb es einem immer noch nicht besser geht. Das Loslassen selbst wird nicht in Frage gestellt. Dass der Akt des Loslassens einen Selbstbetrug darstellen könnte, mag man sich nur schon aufgrund der Aufwände für die Sitzungen nicht eingestehen.Man wird uns psychologische Ketzer nennen:
Loslassen führt zu unschuldigen Vermeidungen
Ja, das ist ein harter Ausspruch, der erst einmal erklärt werden muss. Ein Loslassen ist der Akt, etwas was man gerne weiter hätte, wegzuschieben. Was passiert jetzt damit, wohin wird es geschoben? - Die einzigen Ziele, die uns in den Sinn kommen sind Verdrängung, Unschuld und Vergessen. Etwas wegzuschieben heisst ja nicht zu verarbeiten, sondern sich dessen zu entledigen. Man erinnere sich vielleicht kurz an das Beispiel der verstorbenen Frau oben.Die Unschuld tut so, als wäre nichts geschehen oder man käme mit dem Geschehen klar. Schön ist, dass man dazu nicht verarbeiten musste, sondern man konnte einfach loslassen. Kollegen der Unschuld sind die Rechtfertigung und die Lüge: "nein, nein, das habe ich auch längst verarbeitet".Wir sind noch niemandem begegnet, der mit solchen einläutenden Rechtfertigungen nicht genau das eigentliche Problem benennen würde. Wenn etwas verarbeitet ist, kann man liebevoll darauf zurückschauen und sich daran stärken (Wehmut und Bestimmung - Gefühlslehre). Doch das scheint beim Loslassen nicht der Fall zu sein.Rein schamanisch gesprochen: Loslassen könnte auch Seelenteilverlust nach sich ziehen, würde man es denn wirklich tun. Wir denken aber, man kann das gar nicht ernsthaft tun.Was kann man denn sonst tun, wenn loslassen nicht gehen soll?
Der natürliche Weg der Trauer
Die Verführung der Hilfe zum Loslassen zeigt sich im Prozess der Trauer. Die Trauer bietet einige Auswege vor ihrem eigentlich Akt, den wir als Loslassen identifizieren, aber kein Loslassen ist. Die Neuorientierung bedingt kein Loslassen. Hier findet sich unserer Meinung nach der Irrtum. Der schwierigste Teil des Trauerprozesses ist das Verarbeiten. Davor fürchtet man sich, denn es scheint zu beinhalten, Geliebtes nach der Trauer nicht mehr zu haben. Liebe folgt der Ordnung des Besitzes. Ein Mensch will an und in der Trauer weiter festhalten. Woher wir die Idee haben, dass durch die Trauer etwas losgelassen wird, können wir nicht gänzlich erklären. Jedenfalls weichen wir dem Wesen der Trauer lieber aus. Damit denken wir, wir bewahren, was unser ist. Hier bieten sich Traurigkeit, Gram, Unschuld und weitere leidvolle Nischen zur Aufbewahrung an. Wird jemand an die Gestaden der Trauer begleitet oder begibt sich jemand selbst mutig dorthin, stellt man jedes Mal fest: es wird im Akt des Trauerns nicht losgelassen, sondern integriert und mitgenommen. Der gefürchtete Verlust findet in der Trauer gar nicht statt. Somit ist auch kein Loslassen nötig. Die Liebe wird bewahrt durch Integration.
Die Angst vor der Trauer
Die Gefühlslehre der Schamanismus Therapie unterscheidet die Begrifflichkeiten Trauer und Traurigkeit. Letztere ist ein Zustand, den viele Menschen aufgrund der Nähe zu den Ebenen der Erfahrung als lebenserfahren oder auch als Garant für "alte Seelen" bezeichnen. Leider gibt es in der Traurigkeit einen sehr negativen Aspekt: die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit birgt einen Stillstand in sich. Man hält an der Hoffnung der besseren Vergangenheit fest. Das macht für emotionale Prozesse grossen Sinn: man betritt immer wieder die Trauerphase des "Nicht-Wahrhaben-Wollens". Man will sich nicht der Realität des erlittenen Verlustes stellen. Er ist ja schon passiert. Sich dem zu stellen, würde heissen, den Verlust abermals erleben zu müssen und das Verlorene tatsächlich zu verlieren. Solange diese Phase auftaucht, gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Verlust zu entwickeln. Loslassen in diesem Fall findet vielleicht in aufkommender Wut statt. Diese braucht eine Bedrohung, damit sie sich mit Angst weiter antreiben kann. Aber loslassen, wofür man kämpft? Jede Form des Verlustes lässt uns innerlich aufstehen und uns versuchen, das Verlorene wieder zu gewinnen. Dazu brauchen wir ein Wehren. Wenn einem jemand etwas wegnimmt, hat man den Impuls, es sich zurück zu holen. Dazu braucht es emotionale Reaktionen wie Wut und das Wehren. Die Einsicht eines echten Verlustes können wir nur schwer erleben. Noch schlimmer: wir würden das Verlorene verraten, wenn wir für real nehmen würden, dass es nicht mehr da ist.Sich in diesem Dilemma Hilfe zu suchen, ist sinnvoll. Was man heute sehr schnell findet sind Loslass-"Therapeuten". Einem solchen Therapeuten wird eine gewisse Macht attestiert, die oft geschickt in der dosierten Anwendung von Trost ausgespielt wird.
Loslassen? Echt jetzt?
Integration statt Loslassen
Wird bei der Integration etwas losgelassen? Nein, denn man nimmt die Kraft der Bindung zum Verlust in sich auf und gibt dem Verlorenen einen lebensbegleitenden Platz. Die Integration ist der Moment, da die Trauer den Verlust in die Arme nimmt und sich mit ihm zusammen wieder in eine Zukunft bewegt. Alles, was man dabei loslässt, ist der Stillstand der Traurigkeit. Die Verarbeitung dabei ist in der Anerkennung der Vergangenheit und der Bewegung mit dem Verlust in die Zukunft zu finden.Diese Verarbeitung ist nicht einfach. Sie beinhaltet grosse Schritte wie die Überwindung der drohenden Reue und des Findens des Mutes, sein Leben neu zu gestalten. Leben ist in diesem Prozess die Bewegung selbst. Die Schamanenstube hält das Gebiet um die Trauer für eine sehr wichtige Befähigung zur eigenen Entwicklung.Loslassen soll in unseren Augen nur ein schnelles Mittel sein, aus der Phase des Stillstandes rauskatapultiert zu werden. Aber unser Unterbewusstsein ist nicht so einfach zu übertölpeln: wir kehren wieder zurück.In der Schamanismus Therapie ist es verpönt, solche Loslass-Rituale durchzuführen: sie dienen nicht der langfristigen Verbesserung der Lebensqualität. Die Integration gehört dazu. Als Verkaufsargument können wir Loslass-Rituale verstehen. Das suchen Menschen nun einmal. Das heisst aber nicht, dass man die Integration nicht als Teil solcher rituellen Begleitungen einflechte. Das setzt voraus, dass man über die Integration Bescheid weiss.
|
|
24.12.2015 - 13:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus-therapie/loslassen-und-schamanismus ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weltfrieden
Die Schamanenstube wird seit den Anschlägen in Paris von so vielen Seiten nach Möglichkeiten für den Weltfrieden gefragt, dass wir unsere unfertigen Gedanken dazu teilen. Sogar in Bestellungen für Traumfänger, wie natürlich auch im Wunschbrunnen tritt das Sehnen nach Weltfrieden auf. Da sitzen wir nun und meditieren darüber, wie man sich mit einem friedlichen Zustand für die ganze Erde intelligent beschäftigen könnte. Sicherlich sind wir nicht die einzigen, die darüber nachsinnieren. Und sicherlich haben wir keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Weltfrieden.
Der Wunsch nach Weltfrieden
Beim Wort "Weltfrieden" kommt ein Gedanke an einen Film mit Sandra Bullock hoch, in welchem sie bei einer Miss-Wahl am Schluss "Weltfrieden" sagen musste, um als Miss eine politisch glaubwürdige Identität zu erhalten. Weltfrieden ist so ein grosses Wort, weil es ja schliesslich die ganze Welt betrifft. Wie sollen wir damit umgehen? Der Wunsch nach Weltfrieden wird seit den Anschlägen in Paris und zuvor bei 9/11 immer stärker. Er drückt ein Sehnen aus. Dieses Sehnen zu verstehen, scheint auf den ersten Blick schwierig, denn die meisten Menschen haben die Terror-Anschläge ja nicht selbst miterlebt und sind nicht direkt davon betroffen. An schreckliche Bilder in den Nachrichten sind die meisten eher gewöhnt. Das Sehnen entsteht wahrscheinlich aus der Nähe zu Paris zum deutschsprachigen Raum. Damit wird es verständlicher: es wird eine Bedrohung wahrgenommen, die zu einem Sehnen nach Frieden führt, um die Bedrohung aus dem Weg zu schaffen. Die Häufigkeit der Nachfrage nach Weltfrieden weist auch auf eine Angst hin. Bei Terror weiss man theoretisch nie, ob man in einer grösseren Menschenmenge einer Gefahr ausgesetzt ist. Ist der Wunsch nach Weltfrieden von Individuen ausgesehen der Wunsch nach Unversehrtheit und Sicherheit? - Damit könnten wir aus schamanischer Sicht etwas anfangen. Der Gedanke steigt gerade auf, ob die Bart-Mode bei Männern, die seit einiger Zeit wieder modern ist, jetzt wieder abflachen wird? Die menschliche Wahrnehmung ist wie bei jedem Tier darauf ausgerichtet, Bedrohungen zu erkennen. So könnte ein dunkler Bart schon bald ein Erkennungszeichen für Terrorismus sein?Ehrlich? - Diese Gedanken bringen uns allesamt nicht wirklich näher zum Thema Weltfrieden. Aber sie lösen die Fixierung. Werfen wir also einen Blick nach innen.
Schamanischer Frieden
Die Gefühlslehre der Schamanismus Therapie nennt als Frieden einen Ort, der auf sicherem Boden von Ruhe und Liebe umgeben ist. Genuss und Zuversicht verlustieren sich darum und verleihen ihm seinen Zauber. Damit ist das Aufleben des Gefühls "Frieden" möglich, denn die empfundene Sicherheit findet sich wissentlich auch in der Zukunft. Man kann frei atmen. Nichts Schlimmes wird passieren. Innerer Frieden ist ein Zustand, der insbesondere von Ruhe durchzogen wird. Es gibt an diesem Ort keine Bedrohungen. Ängste haben aber am Ort des Friedens Zutritt und führen dazu, dass die Vorsicht auftaucht. Die Vorsicht sucht nach Bedrohungen und damit verlässt man den Ort des Friedens wieder.Innerer Frieden ist vielleicht nicht der Weg zu einem grösseren, äusseren Frieden. Innerlich ist das ein wundervolles Gefühl. Sobald es nach aussen kommt, kann es Ängsten ausgesetzt werden und ist vorbei. Könnte man dieses Gefühl auf die ganze Welt wirken, bestünde die Möglichkeit einer kurzzeitigen Symptombekämpfung. Krieg und FriedenDas Gegenteil des Friedens-Gefühls ist die Aggression. Dieser unwirtliche Ort wird genährt vom Unrecht und lässt die Kräfte von Wut, Hass und Rache frei fliessen. Seine Absicht ist das Finden neuer, eigener Sicherheit. Das Gegenteil des weltlichen Friedens ist der Krieg. Und sprechen wir vom Weltfrieden, ist der Weltkrieg zu nennen.Das Gegenteil von Terror ist: Sicherheit schaffen. Darunter ist fast schon ein Paradoxon versteckt: das Gegenteil hat das, was sein Gegenteil sucht.Wenngleich die innerlichen Gefühle den äusseren Zuständen ähnlich sind, folgen sie anderen Ordnungen. Die Ursache bleibt sich zumindest gleich: das Gefühl des Unrechts. Die Motivation ist das Durchsetzen des Eigenrechts.
Was ist Krieg?
Die Schamanenstube ist weder welt-, noch kaffpolitisch interessiert. Das schafft uns die Entschuldigung, naive Gedanken zu haben. Es mag zwei Grundmotivationen für Krieg geben: durch Unrecht entstandener Hass und finanzielle Interessen. Beide sind mischbar. Man stelle sich ein Land mit vielen Bodenschätzen vor. Man kann die dort lebenden Menschen durch gemeinsame Feindbilder zur Verachtung gegen potentielle Neider antreiben, sie mit einigen "Vorfällen" zu einem Wehren nötigen und sie dann von aussen als die Bösen hinstellen. So wechselt das Unrecht auf einmal die Seite und man kann in dieses Land einfallen und es besetzen. Das nennt sich einen Krieg anzetteln. Die Bodenschätze kann man ja nicht verkümmern lassen, also hilft man tatkräftig beim Wiederaufbau mit.Wir möchten erwähnen, dass wir keine Ahnung haben, wie es zum aktuellen Terror kommt. Auch sind wir Gegner jedwelcher Verschwörungstheorien. Aus der Gefühlsbewegung heraus betrachtet, sind diese weltpolitischen Gedanken zum Glück gar nicht relevant.Man spricht heute von der Idee eines islamischen Staats. In diesem Staat soll als Rechts-Instanz ausschliesslich Gott verantwortlich sein. Für die westliche Welt klingt das nach tiefem Mittelalter. Die Gefahr dabei ist, dass man als Gläubiger nun das göttliche Recht bekommt, Unrecht zu tun, solange es göttlich abgesegnet ist. Dadurch wird aus sonst vielleicht friedfertigen Religionen gemeinsamer Faschismus in Form von Kampftruppen, heute Zellen genannt. Diesen wiederum reichen die Feindbilder alleine aus. Ist als die emotionale Waffe "göttliches Recht" zu nennen, die man entwaffnen sollte? - Die Form der inneren wie äusseren emotionalen Rechtfertigung von Krieg ist allerdings nicht neu. Die Christen haben mit ihren Kreuzzügen in fremden Ländern oder mit Hexenverbrennungen auf eigenen Dorfplätzen identisch terroristisch agiert. Das Christentum gibt es noch heute, obschon man das alles weiss. Spricht man da eigentlich von extremistischen Einzelfällen? Die Lehre dieses Glaubens ist ja noch dieselbe. Vielleicht hat ja die Schamanenstube die Bibel 2.0 verpasst?Emotionale EntwaffnungVielleicht ist weiter unten an der Wurzel des Übels, sprich am Punkt des empfundenen Unrechts ein Ansatz zur Entwaffnung auffindbar für einen Weltfrieden? - Man müsste wissen, wie man emotional mit Unrecht umgehen kann und gemeinschaftlich erschaffenes Recht stets neu hinterfragbar machen kann. Damit sind nicht nur staatliche Rechtsformen gemeint, sondern auch menschliches Verhalten wie Mobbing, Rufmord und gnadenloser Wettbewerb. Die emotionale Bewegung ist ziemlich sicher dieselbe wie im Krieg. Man müsste dazu therapeutische Camps einrichten, um die Verarbeitung von erlebtem oder gehörtem Unrecht anzugehen. Zusätzlich müssten Diskussionsrunden vorhandenes Recht stets relativieren. Das tönt nicht machbar.
Religion und Glauben
Religionen bieten gemeinschaftliche Zuversicht, Trost und emotionale Führung besonders in den wichtigen Lebensmomenten wie Geburt, Hochzeit und Tod. Man kann sich in Religionen behütet zurücklehnen (re-ligio) und muss nicht die ganze Verantwortung des Lebens selbst tragen. Es gibt immer etwas Höheres, das dafür zu sorgen scheint, dass alles richtig läuft. Das tönt verführerisch. Könnte es dem Menschen möglich sein, die Verantwortungen gänzlich selbst wahrzunehmen, bräuchte er keine Götter. Die westliche Zivilisation scheint sich besonders beim jüngeren Nachwuchs von den Göttern zu entfernen. Vielleicht sind die Enttäuschungen über schlechte Berufsaussichten etc. zu gross und empirische Beweise für Götter gibt es nicht für die aufgeklärte Generation. Die Mehrheit der Menschheit hat einen Glauben.Die Verantwortungsabgabe im Glauben setzt zwangsläufig eine Machtposition voraus. Eine Machtposition, die keinem gehört, weil sie ja nicht greifbar ist. Mit etwas Geschick lassen sich kleine Paradoxa erschaffen, wie "mit Gottes Recht ziehen wir in den Krieg", "für Gott und Vaterland" und "Gott ist gross".Könnte es ein Weg zum Weltfrieden sein, den Religionen und spirituellen Führern die Macht abzusprechen? Das hiesse für jeden, aufzuhören, an irgendetwas zu glauben und selbstverantwortlich zu werden.Spannend und als Einwand zu erwähnen ist, dass auch der innerlich empfundene Frieden von Zuversicht genährt wird. Zuversicht ist eine Form der Führung, die auf einem Glauben beruht, dass auch die Zukunft sicher ist.
Ist Weltfrieden möglich?
Die Kriege, von denen wir sprechen, sind rein menschliche Kriege. Die einen hauen den anderen auf den Kopf. Sie sind durch irgendwelche Glaubensvorstellungen und Feindbildern genährt. Emotional finden wir folgendes:
Menschen wollen an etwas glauben
Menschen wollen Recht haben
Menschen wollen Verantwortung abgeben
Menschen brauchen Sicherheiten
Damit ist ein Weltfrieden in unseren Augen nur schwer möglich. Der Mensch ist wissenschaftlich gesehen tierischen Ursprungs. Eine Evolution dauert sehr lange. Selbst Charles Darwin muss man miteinbeziehen: was wäre, wenn es eine natürliche Ordnung in jeder Gattung gäbe, sich selbst in ihrer Zahl zu regulieren, damit die Art erhalten bleiben kann? - Dann würden Götter wieder Sinn machen, zumindest langfristig gesehen.Es bleiben unglaublich viele Fragen offen. Wir hätten auch schreiben können: wir haben keine Ahnung.
|
|
08.12.2015 - 13:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus/weltfrieden-und-glaubenskriege-393. ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Einstimmung auf den Winter
Es gehen vor Anfang Dezember schon einige Wochen ins Land, die Kälte bringen und die Jahreszeit Winter einläuten. Die Bewegung der Natur kommt wohl bald zum Stillstand, alles wird erstarren und seine Kraft in sich verschlossen haben. Kann man in diese Bewegung mitgehen, seine Kraft ebenso erstarren lassen und das Leben auf ein Minimum reduzieren? - Schamanismus versucht die Bewegung der Natur auch emotional nachzuvollziehen. Wie sieht das beim Erstarren aus?
Winter Starre
Was uns die Natur im Dezember vormacht, erscheint auf den ersten Blick schwierig nachzuvollziehen. Uns kommt das Abnehmprinzip von Peach Weber in den Sinn: man isst, solange der Mond zunimmt und macht mit. Sobald der Mond abnimmt, meint Peach: "soll er doch"...Sollten wir uns der Naturbewegung verwehren und beim Gang hinein in das winterliche Erstarren besser nicht mitmachen? Schliesslich müssen wir Menschen weiter arbeiten und brauchen unsere Kräfte. Würden wir dem Beispiel der Natur folgen, hiesse das, wir ziehen unsere Kraft in uns hinein, verschanzen uns und erstarren in lebloser Ruhe? Um uns herum fetzen eisige Winde vorbei und wir warten einfach?Das wird nicht gehen. Es muss wohl anders laufen.Die Vorbereitung auf den Winter, die wir uns normalerweise zu Gute führen, besteht gerne aus dem Wechseln der Autoreifen, dem Zusammenrechen der gefallenen Blätter im Garten für den Igel und dem alljährlichen Anwerfen des Cheminée-Feuers oder der Heizung. Es stellen sich Gedanken ein, dass das Autofahren schwieriger wird und die Winterkleider ausgekramt werden müssten. Der Tatendrang vor dem Wintereinbruch scheint also vorhanden zu sein. Die Bedrohung "Winter" bringt uns ins Tun. Sie drängt einen hinein in die Wärme und man schützt sich vor der Kälte draussen. Was kann man für sich selbst tun?
Emotionale Winter-Bewegung
Es hilft vielleicht folgende Sichtweise: besonders die Flora zieht ihre Kraft in sich hinein, um sie vor der eisigen Kälte zu schützen. Es gibt unter diesem Vorgang also ein Bedürfnis. Es findet sich eine leicht anders geartete Bewegung: sie dient dem Schutz, dem Schutz vor Kälte und eisiger Härte.Das erlaubt es auch uns Menschen, unsere Schätze in Sicherheit zu bringen. Mit Schätzen meinen wir Ideen, Pläne, Aussichten und Wünsche. Die Einstimmung auf den Winter darf zu einem Resümee führen: welche Dinge möchte ich über den Winter bewahren und nächstes Jahr wieder zum Weiterwachsen bringen?Die Schatzsuche darf beginnen...
Selbst-Definition
Man sitzt in der Wärme. Draussen tobt die Bise um die Hausecken. Für viele Menschen ist es ein schönes Gefühl, am Fenster zu sitzen und der Kälte draussen zuzuschauen. Die Wärme der Wohnung schafft Geborgenheit und vermittelt eine behagliche Ruhe. In so einer oder ähnlichen Stimmung können Gedanken aufsteigen, ob man alles, was emotional zu einem gehört, in diese Wärme mitgenommen hat oder ob noch was da draussen rumschwirrt. Um sich dazu selbst besser spüren zu können, kann das Einlullen in eine Decke helfen und eine heisse Schokolade, die mit etwas Pfeffer versetzt von innen her wärmt und einen so den Körper spüren lässt. Es darf sich ein Gefühl der Selbst-Wahrnehmung einstellen, indem man den Körper spürt und ihn mit der Decke und dem Verwöhnen durch Geschmack verwöhnt.
Zeit für sich
Sich der angenehmen Ruhe am warmen Feuer hinzugeben, birgt vorteilhafte Bewegungen in sich. Nach schon kurzer Zeit findet eine Entschleunigung statt, die körperlich spürbar wird. Diese sich verlangsamende Bewegung schafft neue Horizonte, neue Ausblicke und andere Sichtweisen. Der Rückzug der Kraft der Pflanzen muss also nicht ein Absterben sein, sondern kann eine Verlangsamung derselben Kraft sein. Das Atmen wird langsamer, es wird tiefer. Es wird ruhiger.Die Gedanken dürfen dieser Entschleunigung folgen und sich länger als gewohnt in Bildern aufhalten, um nicht gleich wieder im nächsten Bild sämtliche notwendigen Wertungen schon angehen zu müssen. Gibt es etwas, was ich in mich integrieren möchte? - Was habe ich denn?Da ist bei vielen die Familie, Menschen und Freunde. Ist jeder davon einen tiefen Atemzug wert? - Vielleicht atmet man die Gedanken an manche Menschen länger und bleibt verhaften in seinem eigenen Gefühl zu diesen Menschen. Die Veränderung der Sichtweise kann dazu führen, dass einem auf einmal Dinge klar werden und man jetzt weiss, was zu tun ist. Es hilft, neben der Kakao-Tasse einen Block mit einem Stift parat zu haben, damit man die geschaffene Ruhe nicht ständig wieder verlassen muss.Man hat vielleicht auch einen Job, eine Arbeit oder ein Hobby. Gehört das zu mir? - Atmet man es, spürt man vielleicht, wie sich die Dinge ändern könnten, um tiefer in sich hinein geatmet werden zu können. Das tiefere Einatmen führt zu einem Integrationsgefühl für das Richtige und legt vielleicht schon Ordnungen, wie sich Dinge zum Besseren wenden werden.Eine Kerze am Fenster mag die Dinge erreichen, die weiter von einem weg sind. Die Flamme über dem Wachs darf mit atmen und Verbindungen schaffen. So lässt sich Eigenes zu einem bringen.
Wurzelkraft
Mit dem Einatmen von Ideen, Wünschen, Plänen und neuen Wegen dürfen diese Schätze den Weg nach innen finden. Nach innen in den eigenen Schutz, in die eigene Geborgenheit, tief in sich drin. In der Umarmung der Decke gehalten, füllt sich das Innere mit all dem, was man ist und sein will. Das darf sich zu einem Ankommen bei sich selbst entwickeln, einer Zeit, da man sich selbst in die eigene innere Kraft und Sicherheit wiegt.
Ein Ritual zu Yul
Es ist noch Zeit bis Yul, der Wintersonnenwende. An diesem Abend (vom 20.12. auf den 21.12.) gibt es viele alte Rituale. Noch heute werden Yul-Feuer entzündet, um die Wiederkehr der Sonne zu begleiten und zu feiern. Auf Yul folgen die sogenannten Raunächte. Das sind die rauen Nächte, die über das Land fegen und in ihrer klirrenden Kälte mit sich reissen, was nicht festgemacht ist.Die eingeatmeten Wünsche und Träume, Ziele, Pläne und Ideen, die man auf jeden Fall im neuen Jahr angehen möchte, kann man schon jetzt symbolisch aufbewahren. Man kann Tonka-Bohnen, Pflanzen-Samen, Perlen, Maiskörner oder anderes nehmen, um für jeden inneren Samen eines parat zu legen. So können sich um die Kerze viele Bohnen finden, die nun die Ordnung des neuen Wachstums in sich bergen dürfen, quasi als Wunschbohnen. Das Einpflanzen in die nach den Raunächten beginnenden Naturkräfte des Wachstums kann die natürliche Wachstums-Bewegung für die eigenen Ziele mit unterstützen.Das Ritual selbst ist einfach durchzuführen. Die Vorbereitung ist schwieriger: das emotionale Beschäftigen mit sich selbst und das klare Finden der Wünsche. Gut vorbereitet können die Samen am 20.12. ins Erdreich gegeben werden. Man gräbt ein tieferes Loch, gibt seine Wünsche hinein und überdeckt sie wieder gut mit Erde. So können die Raunächte darüber hinweg fegen, ohne den Keimlingen etwas anhaben zu können. Der schützende Mantel der Erde sorgt für ihr Bestehen und versorgt sie danach mit der Bewegung ins neue Leben. Die Schamanenstube wünscht eine schöne und geborgene Winterzeit!
|
|
02.12.2015 - 13:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus/erstarren-im-winter-kommt-der-still ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Was kostet Schamanismus?
Die Schamanenstube hat ihre Preise das letzte Mal vor sieben Jahren geändert. In diesen Jahren kostete eine Schulstunde in der lokalen Schule durchschnittlich SFr. 7.50. Das tönt nach wenig, es sind aber viele Stunden im Monat: fünfzig an der Zahl. Der Preis von SFr. 375.- für einen Monat empfanden wir für tragbar für die Kursteilnahme. Das war sie auch lange Zeit. Im letzten Halbjahr haben wir verstärkt Dinge wahrgenommen, die uns zu einer Preisänderung drängen.Woran merken wir, dass wir etwas ändern müssen?
Schamanen überall
Die Schamanenstube ist schon ewig nicht mehr auf dem Laufenden, welche Schamanen gerade auf den Markt sind. Schamanismus boomt. Leider boomt Schamanismus sehr stark in machtbesessene und dogmatische Gefilde, die wir nicht unterstützen. Wenn wir uns im Internet etwas umschauen, finden wir viele Praxen und Schulen und denken des Öfteren: da steckt wahrscheinlich ein Mensch dahinter, der sehr tiefe eigene Erfahrungen gemacht hat und diese nun teilen oder selbst anwenden möchte. Aus diesem Teilen und Anwenden wird teilweise ein lukratives Geschäft. Da man selbst die Erfahrungen als sehr wertvoll erlebt hat, erstaunt die Preisgestaltung nicht. Schamanische Erlebnisse können die eigene Welt auf den Kopf stellen und das Leben komplett verändern.Wir erinnern uns an Zeiten, da man die Schamanenstube in Foren und Chats ausgebuht hat, dass wir für spirituelle Arbeit überhaupt Geld verlangen. Das hat sich um 180 Grad gedreht. Heute gelten wir eher als Preisdumper, da wir uns nicht angepasst haben.Selbsternannte Schamanen haben zuweilen ein starkes Bedürfnis nach Macht. Die Wechselwirkung zwischen der Höhe dieser Macht und der Höhe der verlangten Preise schaukelt sich in schwindelerhöhende Zahlen. Wir hören diese Woche zum Beispiel vom Erleben der ersten schamanischen Reise mit Krafttierbringung zum Preis von 700 Euro. Da können wir klar nicht mithalten, nur schon deshalb, weil wir Krafttiere nur in Situationen bringen, statt es selbst zu finden, wenn ein Mensch das nicht mehr kann. Damit meinen wir komatöse Zustände.Uns persönlich stört die hohe Preisgestaltung anderer nicht. Aber es stört die anderen im Markt und es stört offensichtlich die Kunden: wir sind zu billig. Das wirkt sich verständlicher Weise auf die Bewertung der Schamanenstube aus, noch bevor man bei uns war.
Zu billig = nichts wert?
Es zeigt sich der Zusammenhang zwischen Preis und Wert. Macht hängt wiederum vom Wert ab. Je teurer eine Einwirkung ist, je wirkungsvoller erscheint sie wohl. Das wollten wir wissen: diese Woche haben wir uns einen Wein für sage und schreibe SFr. 170.- gegönnt. Es war ein Château Lafite in einem sehr schönen Restaurant. Der Wein war: Wein. Coop hatte vor kurzer Zeit einen Gewürztraminer, oder war es ein Eiswein? Jedenfalls: der war klar besser. Vielleicht sind wir ja Banausen, das ist gut möglich. Persönlich sind wir in der Schweiz skeptisch bei hohen Preisen. Qualität muss sich nicht durch hohe Preise auszeichnen. Unsere persönliche Meinung weicht aber klar von der Meinung der Kundschaft ab. Diese Meinung merken wir zum Beispiel in vermehrten Streckungs-Anfragen für unsere Monatsbuchung. "Es kostet ja wenig und wenn ich mal nicht kommen kann, dann wird mein gebuchter Monat sicher um meine Fehltage gestreckt." Das wirkt auf uns zugleich beschämend wie ernüchternd: wenn das, was wir tun, nicht reicht, dann machen wir wohl etwas falsch. Die betreffende Kursteilnehmerin haben wir pausiert. Mit dem Gefühl "gschämig" konnten wir sie nicht weiter unterrichten.Es hat uns beleidigt. Wir sind oft müde, arbeiten ohne Unterlass. Hinzu kamen Forderungen nach mehr Einzelunterricht während der Gruppen-Schulung und Beschwerden über die Gruppengrösse. Diese halten wir unter acht Personen, was wir auch über lange Phasen schaffen. Sind es mal neun Personen, halten wir das für nicht so schlimm. Normalerweise ist die Gruppe ja kleiner und jeder bekommt mehr Zeit, als verkauft. Aussagen der Kunden muss man ernst nehmen. Neben fünfzig Stunden Schule und der Möglichkeit, in schwierigen Situationen unter der Woche telefonisch Gespräche zu führen, wird vermehrt noch mehr verlangt. Um diesem Wunsch nachzukommen, kamen wir erst auf die Idee, zusätzlich wieder eine Trommelgruppe zu öffnen: gemeinsames Trommeln am Sonntag. Die Themen der Schule im Winter sind dermassen von therapeutischem Fachwissen und der Gefühlslehre angefüllt, dass Befürchtungen aufkommen können, das Trommeln käme zu kurz. Das stimmt.Wir achten sehr darauf, diesen Winter die Praxis in den Vordergrund zu stellen. Es wird gereist, ritualisiert und schamanisch-therapeutisch gearbeitet. Früher hatten wir die Trommelgruppe Schuschu: ein Kreis von Menschen, die damals kostenlos bei uns Trommelanlässe erlebten. Diese Anlässe haben wir eingestellt, als wir feststellen mussten, dass selbst Frauen die Kloschüssel nicht treffen können. Was nichts kostet, wird teilweise so stark nicht wahrgenommen, dass man es ohne Anstand konsumieren kann. Es stimmt uns traurig, dass Herzens-Werte anscheinend nicht günstig sein können. Wenn wir wieder eine Trommelgruppe eröffnen, wird sie was kosten. Das nicht mit dem Fokus, Geld zu verdienen, sondern um ihr einen Rahmen zu geben, da wir uns mit den Menschen wohlfühlen können und ihnen in freier Gesinnung etwas bieten können. Die Schamanenstube trennt ganz stark Business von der Arbeit. Es gibt den buchhalterischen Teil, die Preisgestaltung und die Steuer. In diesen Teil bugsieren wir auch den Einkauf und das Putzen nach Kundenbesuchen. Der andere Teil ist die schamanische Therapie-Arbeit. Diese muss für uns frei und unbehelligt vom Business-Teil existieren. So fühlen wir uns wohl.
Neue Preise für Ausbildung, Therapie und Beratungen
Die Würfel sind am 19.11.2015 gefallen: wir müssen die Preise erhöhen. Allerdings nicht für die bestehenden, regelmässigen Kundinnen und Kunden in der Langzeit-Ausbildung. Diese Kunden haben gerechnet und die Ausbildung in ihr Leben auch auf finanzieller Seite integriert. Diese Ausbildungen führen wir zum alten Preis bis zum Abschluss. Wir ändern die Preise für neue Kurs-TeilnehmerInnen und für die Therapie-, sowie Beratungs-Praxis.Folgende Änderungen haben wir per 19.11.2015 festgelegt:
Ausbildung
alter Preis
neuer Preis
Ausbildung als Monatsabo in der Gruppe
375.-
420.-
E-Learning im Monatsabo
375.-
420.-
Therapie
Therapie Sitzung
120.-
180.-
Coaching Sitzung
120.-
180.-
Beratung
Telefon Beratungen
120.-
160.-
lokale Beratung
120.-
160.-
Supervision
Supervision einzeln
120.-
160.-
Alle anderen Preise bleiben gleich: siehe die verbindliche Preisliste.Wir hoffen stark, dass diese neuen Preise wieder eine lange Zeit halten und wir damit niemanden verärgern.
Die Trommelgruppe am Sonntag
Unsere Erfahrungen mit dem Schuschu werden keinen Trommelkreis im herkömmlichen Sinn entstehen lassen. Den TeilnehmerInnen soll spezifisch etwas geboten werden: Erholung und Aufbau für die Arbeitswoche. Aus den Angeboten des Abends der Ruhe wird die Trommelgruppe von geführten Meditationen und angeleiteten schamanischen Reisen angefüllt sein. Diese fungieren als Rahmen für innere Kraft, Ruhe und souveräne Ausgeglichenheit, Bewusstsein für die eigene Gesundheit und Raum für persönliche Entfaltung. Dazu wird getrommelt, viel getrommelt. Besprechungen von Problemen wird es nur sehr begrenzt geben: man kommt, um einen Rahmen zu finden, selbst an sich zu arbeiten oder zu geniessen. Damit schaffen wir einen Raum, der in der Tat konsumiert werden kann. Wir freuen uns sehr, diesen Rahmen wieder anzubieten. Ob es Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben wird, ist uns noch unklar. Auch die Kosten sind noch nicht definiert. Man wird sie sich ganz bestimmt leisten können.Besteht da wohl wirklich ein Interesse in der heutigen Zeit?
|
|
19.11.2015 - 13:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanenstube/was-kostet-schamanismus-391.html
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zauberwesen im Wald - die Fliegenpilze
Der Fliegenpilz-Kurs wird von einem Zauber erfasst: im tiefen Wald öffnet sich ein Raum voller Ruhe und spürbarer Erhabenheit: die Schule für Schamanismus Therapie nimmt Teil an einem grossen Fliegenpilz-Rat. Inmitten der roten Zauberwesen reist eine Gruppe Menschen in die Geheimnisse der Pilze und stellt das bekannte Fliegenpilz-Elixier her. Umwoben von einer mystischen Stimmung tauchen wir ein in die Tiefen der Erde und erleben den Wandel von Wasser in Feuer.Download als EBook oder für den Kindle:
Der Tag ist kühl. Es nieselt. Schon früh am Tag bewegen wir uns durch die Wälder und halten Ausschau nach den roten Emporkömmlingen im Wald. Entlang dem Fahrenbach zeigen sich viele Pilzarten, die den Herbst mit ihrer Pracht begrüssen. Überall spriessen sie hervor, unter Ästen und Baumstämmen. Sie stossen den Nadelholz-Boden in die Höhe und erheben ihre Präsenzen.Der Fahrenbach mit seiner mystischen Stimmung bietet keine Fliegenpilze. So machen wir kehrt und vertrauen auf unsere alten Plätze. Denn bald ist es soweit: die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer versammeln sich. In einer zeitlichen Punktlandung schaffen wir es gerade noch, zum Auftakt des Kurses einzutreffen. Viele Menschen erwarten uns und verströmen eine friedliche und sehr schöne Stimmung. Wir freuen uns über diese fröhliche Truppe.
Fliegenpilze finden
Die kühlen Wälder empfangen uns angereichert mit vielen Menschen. Am kleinen Tisch im Wald findet sich eine andere Gruppe, die ein Feuer entzündet hat. Es sind wohl Jäger: im Wald finden sich Hinweise auf Jagd-Gesellschaften. Wir errichten anderswo unser Basislager. Den Auftakt bilden feine Weine. Wir eröffnen die Suche nach den Fliegenpilzen mit dem Anstossen auf unser Pilz-Glück.Schon kurz nach dem Ausschwärmen vernehmen wir freudige Rufe: "Hier! Hier sind ganz viele!" - Mit Handy-Fotos als Beweis bewaffnet schwärmen einige über die gefundene Pracht. Es dauert nicht lange bis die restlichen Ausschwärmer ihren Weg zum Basislager finden. Das Glück ist uns hold: die Jagdgesellschaft hat den warmen Platz um ihr Feuer verlassen und hinterlässt uns Feuergluten, die wir wieder entfachen können.
Der Zauberwald
Wenig abseits des Feuers ist ein kleines Wäldchen im Wald. Schon das Betreten weist einen mit allen Sinnen darauf hin: hier ist etwas Besonderes. Der mit Tannennadeln angehäufte Waldboden ist weich. Die ersten Schritte in diesen Raum im Wald lassen unsere Trittgeräusche verstummen. Auf leisen Sohlen bewegt man sich fast von selbst tiefer in das heilige Wäldchen hinein. Es wird ruhig. Wo vorher noch Fluglärm war, ist jetzt Stille. Eine Stille, die einen in friedvolle Gefühle führt. Schön ist es. Ein erfüllendes Glücksgefühl erhascht uns alle: wir stehen vor einer grossen Ratsversammlung aus Fliegenpilzen. Diese Versammlung der Pilze ist riesig. Überall in diesem Wäldchen sind sie zu Hause und ragen aus dem Erdreich hervor. Ein schönes Bild, das sich kaum mit der Kamera einfangen lässt. Es ist ein ruhiger Raum, in welchem es nicht einmal regnet. Wohin das Auge schweift zeigen sich kleine und grosse Glücksbringer. Schön! Einfach nur schön!
Schamanische Reise zu den Fliegenpilzen
Eine Kursteilnehmerin leitet die erste schamanische Reise. Jeder findet einen Platz zwischen den Pilzen, um seine ganz persönliche Begegnung mit den Zauberwesen zu erleben. Man wird in den Boden hinein geführt, erlebt die Umarmung des Myzels und steigt auf in die eisig kalten Innenwelten der Fliegenpilze. Es schaudert einen vor Kälte und Erstarrung in den Stielen der Pilze. Es gibt kein Vorwärtskommen mehr und alles schmerzt. Das Frieren hält Einzug in das Mark der eigenen Knochen. Alles verkrampft sich. Alles schmerzt. Das Land der Traurigkeit umhüllt den Schmerz dieses Stillstandes. Man wird passiv und ergibt sich seinem Schicksal. Der Fliegenpilz jedoch vermittelt plötzlich ein Wissen. Eine feine, fast unhörbare Flüsterstimme weist auf eine Bewegung hin. Der Pilz hält in seiner Erstarrung eine Freude parat. Die Freude auf etwas Unbekanntes.Man steigt im Innern des Pilzwesens hoch und erblickt am fernen Horizont etwas golden Leuchtendes: da soll es hingehen, dort wird die eisige, feucht-nasse Kälte zu Feuer umgedreht. Die Traurigkeit und Schwere weichen schon im Annähern an das Gold einem instinktiven Bewegungsdrang. Noch ist man festgehalten, doch im Kopf spielt sich der Tanz des Lebens bereits ab. Finger für Finger löst sich aus dem Gefängnis der Starre und beginnt sich zu bewegen. Das Herz geht auf, die Sonne kehrt ein: das Leben wird zu Bewegung, zu einer Harmonie aus Gold. Es ist ein Erleben, das seines Gleichen sucht. Aus der Starre zurück ins kraftvoll bewegte Leben.Wir werden gut geführt durch diesen Wandel von eiskaltem Wasser in harmonisch loderndes Feuer. Das Mysterium des Fliegenpilzes ist gelüftet.
Fliegenpilze aus der alten Welt
Bevor noch das Fliegenpilz-Elixier hergestellt wird, steht eine weitere schamanische Reise auf dem Programm. Die Reise ist für die fortgeschrittenen schamanisch Praktizierenden, um die Arbeitsweise bei der schamanischen Extraktion zu erleben. Bereits beim Auftakt verlassen wir die Alltags-Realität und tauchen in Urzeiten ein. Jahrtausende rauschen an uns vorbei. Der Wald senkt sich tief in die Erde hinab. Die Geräusche des umgebenden Gehölzes ändern sich in tief grollende, schwer schnaufende und bedrohliche Klänge, die von gänzlich anderen Tiergattungen stammen: Urwesen umgeben uns. Die Luft riecht ganz anders, die Sicht ist klarer und schärfer. Wir sind in tiefe Vorzeiten eingetaucht. Man erlebt, wie das vorzeitliche Myzel die eigene Brust ergreift, sich wie ein Geflecht auf die Lunge legt und sich festhält. Es wuchert und gräbt sich tiefer ein ins innere Fleisch. "Zieht es aus Euch hinaus!"Mit aller Kraft wird das umklammernde Myzel wie ein Gummiseil weggedrückt. Schliesslich löst es sich aus dem Fleisch und verschwindet wieder im Erdreich des vorzeitlichen Waldbodens.Die Krankheit wurde von den schamanisch Praktizierenden übernommen und bei sich selbst besiegt. Bei sich selbst mit einer tierischen Kraft, die tief in uns Menschen dem Leben Takt sein kann. Alle werden zu wilden Tieren, die ihre Kraft als Lebenswille einsetzen. Als der Kraftakt vorüber ist, stellt sich ein Glücksgefühl ein: man hat es geschafft, man hat Grosses vollbracht. Das Erleben eigener tierischer und unsagbar starker Kraft hinterlässt einen inneren Wandel: wir sind zu viel mehr fähig, als wir uns im Alltag erträumen lassen.
|
|
18.10.2015 - 14:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanenschule/zauberwesen-fliegenpilze-390.htm ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Verstrickungen
Es kommt vor, dass wir viele Bestrebungen haben, in viele Richtungen agieren. Da ist der Job mit seinen Bereichen, das Privatleben und innere Motivationen. Das alles unter einen Hut zu bringen, ist manchmal schwer. Teilweise werden die Bestrebungen so ineinander verkeilt, dass sich nichts mehr richtig ausleben lässt. Überall eckt man an. Man verstrickt sich in sich selbst. Der Spruch "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" trifft es. Wenn die Tipi-Stangen wie hier im Bild verstrickt sind, bewegt sich nichts mehr. Es kommt zum Stillstand. Für ein Tipi ist das gut, für die einzelnen Bäume nicht: ihr Wald entwickelt sich nicht weiter, sondern kämpft Tag für Tag ums Überleben: gegen sich selbst.
Ideen und Verwantwortung
Wir sind täglich von Arbeiten umgeben, die aus Ideen heraus wuchsen. Das sind sicher gute Ideen, nur mache sind in ihrer resultierenden Arbeit sehr intensiv. Sei es ein Projekt, dem man nachgeht, ein Wunsch, den man verfolgt: aus der anfänglichen Motivation verführt uns der Glaube an das Ziel gerne zur Übernahme hoher Verwantwortungen. So mutiert die Sinnes-Motivation hin zu einer Schuld motivierten Verantwortung. Wäre es nur eine Idee, wäre es kein Problem. Was, wenn es zwanzig und mehr sind?Müssen wir unter der Ideenlast zusammen brechen, nur weil wir Dingen nacheifern, die in ihrem Kern gut sind?
Verfälschte Werte
Obschon die Idee unter dem Tun stetig als richtig empfunden wird, hinterfragen wir sie ungern. Wir sind zwar schon geneigt, eigene Ideen zu hinterfragen, was aber, wenn es nicht die eigenen sind? - Auf der Arbeit zum Beispiel kommen hunderte von Strömungen auf einen zu, die alle mehr oder weniger sinnvoll sind für die Firma. Noch dazu: wir sind froh um Ideen: sie erlauben es uns, aktiv zu sein und nicht ständig über alles nachdenken zu müssen. Das könnte man als Faulheit im Kopf bezeichnen, die sich stark mit den Kollegen Rechtfertigung und Lüge anfreundet, um ja nicht auf die Idee zu kommen, dass der mittlerweile verfälschte Wert nicht mehr stimmig ist.
Überbeanspruchung
Irgendwo ganz tief drinnen spüren wir zuweilen, dass viele unserer Bestrebungen in ihrem Verbund nicht sinnvoll sind. Das Gefühl, das uns das meldet ist die Reue. Lieber beklagen wir uns, statt uns der Reue zu stellen. Sie ist aber auch ein ekelhaftes Gefühl, das wir stets zu vermeiden suchen. So machen wir lieber einfach weiter.In dieser Verkettung bleibt etwas aus: der Stolz. Das Recht auf Stolz kann man sich selbst nehmen, wenn unterschwellig die Reue wissentlich herumlummert. Fatal ist nun, dass wir dennoch nach Stolz eifern. Alles was uns dazu bleibt, ist noch mehr zu tun, uns völlig zu verausgaben bis hin zum sogenannten Burnout.
Wege aus der Verstrickung
Fassen wir kurz zusammen: Ideen können zu Verantwortungen werden, deren Glaube an ihre Werte uns die Sinnfrage verwehrt. Das Bestreben nach Stolz treibt uns weiter in die Verausgabung, bis hin zum Stillstand durch Aufgeben des Körpers.Damit ist schon ein therapeutischer Ansatz gegeben: es fehlt die Wahrnehmung von Sinn. Das Bild oben zeigt das Labyrinth von Ittingen: der Wandelgang in seine Mitte kann die verschlungenen Pfade zu einem selbst körperlich spürbar machen. Sinn wird kognitiv gerne erst wieder wahrgenommen, wenn der Körper eingesetzt wird: die emotionale Bewegung kann einen zu sich selbst bringen. In der Mitte des Labyrinths ist man alleine. All die Mühseligkeiten hat man durchschritten und ist an einem Punkt inneren Seins. Hier lassen sich die Ideen spüren. Ein Blick zurück auf den Weg kann aufzeigen, wie einige Ideen zwar als solche brilliant sind, sich aber nicht ins Gefüge des Alltags eingliedern lassen. Aus dieser Mitte heraus lässt sich erkennen, was utopisch ist und vielleicht nur eine Anpassung benötigt, um auch in der Realität Sinn zu erhalten.Die altgriechische Idee des Labyrinths ist das Einsperren vom Bösen. Die Christen haben das übernommen, so finden sich vor vielen ihrer Kirchen Labyrinthe: böse Geister können in ihrem Glauben nur geradeaus gehen. Für die eigene Lebensqualität möchten wir therapeutisch etwas anderes darin lassen: den Glauben an eigene Utopien. Damit ist die Reue besänftigt.
Die vergessene Ruhe
Der zugewucherte Tisch darf sinnbildlich zeigen, wie zuweilen im anstrengenden Alltag unsere innere Mitte, unsere Halte- und Ruhepunkte in Vergessenheit geraten. Gerade in einer Überbelastung durch den Alltag bürden wir therapeutisch weitere Aufgaben auf: die Pflicht, sich um sich selbst zu sorgen. Die vergessene, innere Ruhe ist nämlich mehr als nur vergessen: sie wird vermieden. Das geschieht gerne aus dem Grund, dass man sein eigenes Wohl abwertet gegenüber den Aufgaben. Aktivität ist aber nicht Selbstaufgabe, sondern darf aus inneren Werten verbunden mit innerer Ruhe den Ausdruck sinnvollen Lebens darstellen. Die Werteverschiebung des eigenen Lebens kann durch Neuorientierung am Alten wieder Sinn ergeben und Stolz erneut zulassen.
|
|
04.09.2015 - 14:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus-therapie/verstrickungen-von-beduerf ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Angst vor der Langzeit-Therapie
Das Leben läuft nicht so richtig voran, man stellt fest, stillzustehen. Man findet sich mit einem emotionalen Problem ab und macht einfach weiter. Man hat Ängste und bleibt lieber unter dem Durchschnitt mit seinen Leistungen.Das ist nicht das Leben in unseren Augen. Wenn einem etwas hindert, dann macht man es sonst ja auch weg: bei Schmerzen geht man in die Apotheke und holt sich ein Schmerzmittel. Nur schnell soll es gehen. Schnell soll das Problem beseitigt werden. Dabei vergisst man gerne, dass man sich sehr lange viel Mühe gemacht hat, das Problem zu erschaffen, es auzubauen und zu perfektionieren. Unbewusst man man immer weiter und ändert lieber gar nichts an sich: denn eine Veränderung kann mit einem möglichen Verlust von Sicherheit verbunden sein. Wo führt das hin?
Therapeuten Erst-Kontakt
In unserer Praxis erleben wir viele Erst-Kontakte, die zurückhaltend und vorsichtig sich über die Beschaffenheit der Schamanismus Therapie erkunden: ob man wohl helfen könne, was das koste und wie lange das dauere. Selten ist jemand zu mehr als einer Sitzung im Vornherein bereit. Man hätte gerne eine Art Service, wie für das Auto. Am liebsten wäre man gar nicht dabei in der Garage, sondern würde gerne draussen in einem Restaurant auf die Fertigstellung warten.Wir attestieren hier eine Angst vor der Therapie. Um sich nicht schämen zu müssen gibt es Sprüche wie: "Therapie nützt nichts", "Es geht auch ohne Therapie", etc.Ist diese erst Hürde genommen, sieht alles ganz anders aus. Man merkt sehr schnell, dass es Freude macht, an sich zu arbeiten und positive Veränderungen festzustellen. Fast unmerklich stellen sich diese für die Kundschaft ein. Die Therapeuten wissen aber, wieso sich etwas ändert.
Rahmenbedingungen Langzeit-Therapie
Die Schamanismus Therapie wird selten von der Ärzteschaft verschrieben: sie ist nicht in den Krankenversicherungen enthalten. Man wird zum Selbstzahler. Dies hat einen entscheidenen Vorteil: man entscheidet sich, produktiv an sich zu arbeiten. Es entfällt der Gedanke, man schaue mal, wie das wirkt und man wude nicht zu einer Therapie verdonnert.Die Schamanenstube bietet Langzeit-Therapien für SFr. ? im Monat. Jede Woche kommt man einmal zur Therapie. Unsere Sitzungen sind von Gemütlichkeit geprägt: in Ruhe sitzen wir am Tisch und begeben uns in den Praxis-Raum, wenn wir bereit sind. Im Schnitt sind das 10 Stunden im Monat Raum, sein Leben ernsthaft zu verbessern.Vielleicht reicht ein Monat, vielleicht wird es ein Jahr. Durch das Selbstzahlen ist einem der Wert der Arbeit an sich selbst erst richtig bewusst.
Der Gang in die Therapie-Praxis
Die Vorstellung, eine Therapie zu machen, ist gerne von dem Gedanken begleitet, in eine dunkle Höhle eintauchen zu müssen. Doch dem ist überhaupt nicht so: man betritt freundliche, helle Räume, Menschen begrüssen einen, bieten einem Platz und bringen ein Käffchen. Irgendwo im Hinterkopf bleibt wohl der Gedanke, wann denn jetzt das dunkle Loch käme. Erst am Ende der ersten Sitzung wird diese Erwartung defintiv enttäuscht: man hat es überlebt und sich sogar sehr wohl gefühlt. Was soll denn da auch sein?In einer Schamanismus Therapie Praxis erwartet man insgeheim dunkle Ecken, merkwürdige Fetisch Skulpturen und kommt mit der Idee: "Ich werde brav tun, was die sagen und dann schnell wieder raus". - Soweit wir uns erinnern, mussten wir immer die Sitzungen beenden, weil die Kundschaft gerne noch weiter plaudern möchte.
Therapie ist Begleitung
Während einer Therapie wird man von Menschen begleitet, die ganz spezielle Vorgehensweisen haben. Das wichtigste ist für die Therapeuten die sogenannte Rahmenarbeit. Mit etwas Geschick werden der Kundschaft verschiedene Rahmen geboten, in welchen sie Dinge erkennen können. Das merkt der Kunde oft gar nicht, sondern nimmt sich die eröffneten Räume voller Tatendrang. Durch die Wahl der gebotenen Felder, sei es im Gespräch, auf Meditationen, in Ritualen oder gemeinsamen schamanischen Reisen, verändert sich nach und nach das Problembild. Ohne es zu bemerken, stellt man gerne schon nach einem Monat fest: das Problem, weshalb ich hier her gekommen bin, das ist keines mehr. Ich komme damit klar und lebe wieder meine Qualitäten.Das waren die Therapeuten? - Nein, ich habe das selbst erwirtschaftet.
|
|
15.08.2015 - 14:00:00
|
|
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus-therapie/angst-vor-langzeit-therapi ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 Unser RSS-Feed
Natürlich haben wir auch einen eigenen RSS-Feed den Du gerne abonnieren kannst ...
|
|
 Suche im Verzeichnis
RSS Verzeichnis nach Blog Feeds oder Tags durchsuchen:
|
|
 Login
|
|
|
|
|
|
 Kategorien
|
|
 Top Tags im Verzeichnis
|
|
 Tipps zum Surfen
|
|
|