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Schamanismus Therapie: angewandte schamanische Techniken auf therapeutischer und Coaching - Ebene. Therapien finden ihren eigenen Entwicklungsweg. Nach der probatorischen Sitzung können sich verschiedene Mögllichkeiten auftun, denen man als Therapeut folgen möchte. Der Kunde, die Kundin wir dabei in die Vorgehensweisen miteinbezogen. Und dann geht es los: man bewegt sich in den vereinbarten Richtungen. Ein Schamanismus Therapeut ist sich wie jeder andere Therapeut stets über die Zielvereinbarungen, die eingeschlagenen Wege und die aktuellen Geschichten bewusst. Neben vielen Hilfsmitteln stehen dem Therapeuten Kompetenzen zur Seite, mit denen er oder sie arbeitet: Objektivitäten, Meta-Ebenen, Selbstreflexion usw.
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Hinzugefügt am 04.06.2016 - 08:09:14 von Schamanenstube
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Dämonen Austreibungen, Besessenheit und Besetzungen von bösen Geistern
Es ist eigentlich nicht verwunderlich, dass auf eine Schamanismus Therapie Praxis immer wieder Anfragen eingehen, Dämonen und böse Geister auszutreiben. Das bringen die Wörter Schamanen und Schamanismus mit sich. Erstaunt sind wir eher über die Häufung dieser Anfragen seit ca. einem Jahr. Früher gab es ab und an solche Arbeiten zu tun. Im Laufe des letzten Jahres nahm die Arbeit mit Dämonen, Dschinns, Psychogonen und vielen weiteren Untieren zu.Warum bieten wir so etwas überhaupt an? - Wir sagen uns, es ist besser, wenn man eine solche Geschichte auf therapeutischer Ebene und Ethik angeht, als sich dadurch eine Machtposition zu sichern. Menschen mit Dämonenbesetzungen und Menschen, die sich besessen nennen, sollte nicht machtvoll begegnet werden. Wir denken, man würde dabei das eine Übel mit dem nächsten tauschen. Sich in diesem Gebiet der Erzschamanen, Erzdruiden, Grosshexen, Runenmeister und was da sonst noch alles rumfleucht zu wagen, war kein einfacher Gedanke. Der glaubensfreie Schamanismus der Schamanenstube passt nicht in diese Szene. Die Verantwortung über den korrekten Umgang mit dem Klientel nehmen wir wahr und verpflichten uns dazu. Das fordert von uns, Fälle von Austreibungen etc. anzunehmen. Rechtliche Aspekte Wie bei vielen Fällen, liegt in der Regel bei Besetzungen und Dämonen schon eine ärztliche Behandlung vor. Das verpflichtet eine Praxis zur ärztlichen Zusammenarbeit. Ein Alleingang könnte schädlich sein. Zudem wäre es illegal, in eine medizinische Behandlung einzugreifen. Das verstehen die Kundinnen und Kunden nur selten. Dass man sich nicht strafbar für sie machen will, wird oft mit Beschimpfungen quittiert. Dann ist auch klar, wie sich die gemeinsame Arbeit gestaltet hätte. Es gibt zwei Arten von Fällen: man arbeitet mit einem Arzt zusammen oder die Besetzung ist religiöser Natur ohne ärztliche Notwendigkeit. Medizinische Ursachen gilt es aber so oder so vorher abklären zu lassen. Wie kommt es zu Dämonen Besetzungen? Ein Grundsatz der Schamanismus Therapie ist es, sich stets die Frage zu stellen, was jemand von einer Krankheit oder einer Besetzung für einen Vorteil hat. In der Probatorik werden diese und ähnliche Fragen angegangen. Sogenannte Psychogone sind z.B. klar als eigen kreierte Vorstellungen definiert, die für den Akteur real werden. Es besteht die Möglichkeit, dass darunter ein Bedürfnis liegt. Findet es sich, erklärt sich gerne auch die Form des Dämons und dessen Auswirkungen. Eine therapeutische Herangehensweise muss dies dann berücksichtigen und in der Therapie sich dem Bedürfnis widmen, bevor schamanisch gearbeitet wird.Es gibt viele Möglichkeiten, die ursächlich für den Dämon sein können. Es kann zum Beispiel einfacher sein, eine Dämonenbesetzung zu haben, als sich einer Schuld zu stellen. Auswirkungen eines Dämons können auch dazu führen, dass man gewisse Arbeiten nicht erledigen muss. In einigen Kulturen erfährt man sogar eine gewisse Ehre, wenn man besetzt ist: man erntet Mitleid und wird umsorgt. Sind diese Möglichkeiten geklärt, findet sich in der Probatorik vielleicht eine Therapievereinbarung, mit der die Arbeit beginnen kann. Schamanische Arbeit bei Austreibungen Es kursiert der Mythos, dass nur Schamanen etwas gegen Dämonen tun könnten. Es gibt aber das christliche Rituale Romanum, den Exorzismus und wahrscheinlich gibt es in vielen Kulturen und Religionen ein Gegenmittel oder jemand, der sich Dämonen und Besetzungen annehmen kann. Die schamanische Praxis zur eigentlichen Austreibung ist keine grosse Sache. Die reine schamanische Technik ist wie immer sehr einfach. Es gab früher in der Schweiz auch Techniken des sogenannten Bannzaubers. Dabei werden böse Geister in Astlöchern von Hausbälken mit Korken eingesperrt. Bei Haussanierungen findet man diese Stellen zuweilen.Der Vorgang verläuft je nach Bedürfnis und Dämonform über ein Einfangen hin zum Einsperren und Entsorgen. Die wichtigere Arbeit dabei ist es, den Kunden langfristig Wege finden zu lassen, ohne Besetzung klar zu kommen. Der Akt des "Wegzauberns" ist dabei der kleinste Teil. Die gewählte schamanische Methode darf zum Ziel der Erhöhung der Lebensqualität passen.
17.04.2017 - 14:00:00
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus-therapie/daemonen-austreibungen-und ...
 
Emotionale Gesundheitstechnik in der Ruhe der Eigenzeit
Das kleine Schamanenwägelchen der Schule ist wieder unterwegs. Es ist dieses Jahr ein neues Wägelchen. Das Alte hat eine Kräutertour leider nicht überstanden. Ein lieber Kursteilnehmer vermacht uns ein Neues. Ist das nicht grossartig? - Von Herzen hier ein öffentliches Danke, wir freuen uns sehr! Ruhige Plätzchen in der Sonne In der Schweiz ruhige Plätzchen zu finden, da man mit einer ganzen Schule hin kann, ist nicht immer einfach. Es gibt wunderschöne Orte, aber der Weg dahin ist mit dem ganzen Schulmaterial manchmal zu weit. So ein Wägelchen macht das einfacher. Wir denken, es macht nicht viel Sinn, ausgepowert von einem mühsamen Weg am Unterricht teilzunehmen. Ein Mittelmass zwischen Wandern und Schule in der freien Natur ist ideal. Natürlich ist das nicht nur für die Schule schön, sondern auch für einen einzelnen Menschen, der in der Natur Ruhe und Frieden sucht. Was macht man denn da an so einem Ort ganz allein? Emotionale Gesundheit in Eigenzeit Die eigene Lebensqualität zu erhöhen, heisst sehr oft: mit den Dingen klarkommen. Jedem von uns passieren Dinge im alltäglichen Leben, die wir zu überhören versuchen oder darauf nur mechanisch reagieren. Es gibt vieles, das einen berühren kann. Das ist in der Tat oft mehr, als man denkt. Wir halten es für sehr wichtig, sich diesen Dingen zu stellen. Dazu eignet sich Eigenzeit an einem ruhigen Ort. Man sagt sich gerne, die Zeit wird Wunden schon heilen. Das ist richtig. Das eigene emotionale Wachstum, das Weiterkommen als Mensch hängt in unseren Augen aber davon ab, sich Dingen zu stellen. Bewährte Hilfsmittel sind die Selbstreflexion, Gespräche mit Freunden, ein Therapeut oder die Natur, die einem zuhört. Zu viele Wunden der Zeit zu überlassen, kann eine Verschwendung von Möglichkeiten darstellen. Man kann diese Dinge sammeln, um sie dann anzugehen. Wer schon erfolgreich an einem Rückzugsort seine Gefühlsqualität erhöht hat, kann im Sammeln eine weitere Chance sehen: auf Angriffe, Lügereien und anderem Wüstem, das auf einen trifft, kann man sehr gelassen reagieren. Die Erstreaktion wie z.B. die Wut ist selten sinnvoll. Die Sammelmöglichkeit schafft eine Ebene, besser mit Dingen klar zu kommen. Techniken im Rückzug Wenn man sich noch nie der emotionalen Stärke der Eigenzeit gewidmet hat, kann einem der Versuch dazu vielleicht seltsam vorkommen. Man hat ein ruhiges Plätzchen, sitzt dort und weiss, was man dort verarbeiten möchte. Tja, und nun sitzt man da. Was tut man jetzt?Wir machen das so: wir sitzen erst einmal da. Wir schauen, dass es uns körperlich gut geht, sprich wir gemütlich sitzen können, nicht aufs WC müssten, vielleicht etwas im Rucksack dabei haben, das einem etwaige Gelüste stillen könnte: ein Brot, einen Apfel und etwas zu Trinken. Das packen wir aber nicht sofort aus, es ist da, weil es eine Bedürfnissicherheit gibt.Wir lassen den Ort auf uns wirken. Die Gedanken an das zu Verarbeitende sind noch nicht im Vordergrund. Wir schauen uns den Ort an. Wenige Menschen sitzen im Wald und sprechen. Das wäre zwar die perfekte Methode, aber das machen wir auch nicht. Es ist aber wichtig, die Gedanken in Sprechgeschwindigkeit zu halten. Wir sind sonst viel zu schnell mit dem Denken und schweifen ab. Die Gedanken klar im Kopf zu formulieren, muss man vielleicht etwas üben. Wir beginnen: "Ich sehe Bäume mit Köpfen, die mich anschauen. Es ist neblig. Es ist recht kühl. Ich bin gut angezogen dafür. Ich atme. Ich spüre meinen Körper, wie er sich beim Atmen bewegt. In der Ferne sehe ich eine Strasse. Ich höre sie nicht. Ich schaue mir die Bäume an. Ich bin da." - So oder ähnlich kann das im Kopf klingen. Nochmals: es ist wichtig, in Sprechgeschwindigkeit zu denken. "Ich atme mit dem Boden. Leicht auf und ab geht es. Ich bin da. Ich verbinde mich mit der Natur um mich herum. Nimmt sie mich wahr? Ich bin einfach da. Ich bin jetzt da. Ich bin jetzt ein Teil dieser Natur hier. Ich sehe die Bäume atmen. Ich verschwinde als Teil dieser Natur. Ich bin hier. Ich gehöre für den Moment dazu."Mit etwas Übung passiert es sehr schnell, dass die Natur in der Tat einen vereinnahmt. Es kann sein, dass ein Vogel auf den Ästen vor einem landet und anschaut, ein Windstoss einen berührt, die Bäume knacken oder sonst etwas einem zeigt, dass man sich verbindet. Das folgende Erzählen ist ein Erzählen gleich dem schamanischen Rat: es gibt keine Fremd-Wertungen, es geht nur um die ehrliche und authentische Wirkung dessen, was passiert ist. Da gibt es erst einmal Fakten. Die sind zwar nicht so wichtig, aber es hilft einem und der Natur um einen herum zu verstehen. Das und das ist passiert. Die Wirkung dessen, was passiert ist, wird ausschliesslich in Ich-Sätzen erzählt. "Ich fühle, es hätte mich treffen sollen. Angestaute Wut begegnete mir von aussen und ich habe sie an mir vorbei ziehen lassen. Aus dieser Wut heraus kamen Wertungen auf mich. Das hätte mich treffen sollen. Ich fühle, dass ich den Fehler gemacht habe, die gewollte Reaktion nicht gezeigt zu haben. Es hätte so vielleicht anders gewirkt. Die Wirkung war zum einen, dass Standpunkte nun klar wurden. Es hätte mich treffen sollen. Das tat es nicht. In mir drinnen kam nur ein Gedanke hoch: Undank ist der Welten Lohn. Aber Dank habe ich nicht erwartet, habe ich nicht gewollt." - Wenn man in ein Thema eintaucht, sind Fakten wichtig. Was ist geschehen, was hatte es für eine Wirkung. Eine der Wirkungen in uns Menschen ist es oft, dass wir uns fragen, ob wir Fehler gemacht haben. Diese Gedanken klar zu formulieren, ist nicht einfach. Es fordert Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Schamanisch Praktizierende wissen, dass dieses Vorgehen dem Zuni-Ritual sehr ähnelt. Man übergibt dabei aber nicht ein weiteres Geschehen den Armen der Natur, sondern es geht nur um den schamanischen Rat. Das klare Erzählen geht bis tief hinein in die Details. Es können sich Dinge auch wiederholen. Aber Achtung: nicht jammern! Die Natur verzeiht das Jammern nicht wirklich. Sie wird sich eher zurückziehen. Das lehrt schon die Gefühlslehre: Jammern führt zum Abwenden. Erzählen, erklären, Stimmungen klar nennen: das ist weiterführende Technik. Es darf zu Pausen kommen. Man sitzt einfach da. Sensationslüsterne erwarten jetzt, dass die Bäume zu sprechen beginnen. Wir sind aber nicht auf einer schamanischen Reise. Das Sprechen der Bäume darf in einem drinnen passieren. Das stille Dasitzen kann Bilder und Gedanken hervor bringen, die völlig andere Sichtweisen aufzeigen. Sehr oft kommt es vor, dass diese Bilder und Gedanken die eigenen Bedürfnisse aufzeigen. "Es war mir wichtig, dass es jemand anderem gut geht".Das tönt in diesem Beispiel nach nicht viel, aber es zeigt eine Richtung an, die man vorher zwar unbewusst verfolgt hatte, aber nur um sie herumgeschlängelt ist. Nun weiss man, wohin man will. Die Richtung ist formulierbar, sie ist klar, sie beinhaltet neuen Sinn.Ist das nicht schön?Wir lassen meist etwas an diesem Ort zurück. Kein Opfer oder so etwas, sondern wir haben immer etwas für die Natur dabei: etwas Brot für die Vögel, eine Kupfermünze für die Geister oder einen Apfel, den sich die Natur als Nahrung nehmen kann. Hat man mal nichts dabei, können Geschenke auch mit emotionaler Kraft gegeben werden: Ehre, Verständnis, Freude an der Freude, usw.
07.04.2017 - 14:00:00
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Spirituelles Europa des deutschsprachigen Raums
Die Schamanenstube ist derzeit mit vielen Anbietern aus dem deutschsprachigen Europa-Raum in Kontakt. Die Welt der Spiritualität scheint sich in einem Wandel zu befinden. Wir nehmen eine Zweiteilung wahr: einmal in Richtung seichte Esoterik, einmal in neue Formen von Therapien auf professioneller Ebene. Um uns dem Thema Spirituelles und Esoterik zu nähern, möchten wir einige Begrifflichkeiten etwas ausführen. SpiritualitätDas Wort Spiritualität stammt aus dem Lateinischen und meint: Hauch. Spiritus ist der Atem. Mit Spiritualität ist das gemeint, was nicht greifbar ist. Das führt zum sog. Geistigen, auch zur Philosophie und zur Religion. Man kann "einfache" Spiritualität und religiöse Spiritualität unterscheiden. Erstere setzt keinen formulierten Glauben voraus. ReligionLateinisch: re-ligare, sich anbinden, sich rückbinden. Unklar ist, ob Religion von re-legere abstammt. Dann würde es "wieder betrachten, wieder lesen" heissen. Die Rückbindung ist die wahrscheinlichste Wortherkunft. Die Bewegung im Wort ist ein Anlehnen. Man kann sich z.B. gut an festgelegten Glaubenssätzen anlehnen. Eine Religion braucht eine Theorie über die grossen Menschheitsfragen: wo kommen wir her, wie entstand alles, was ist nach dem Tod? Anhand dieser Lehre werden Regeln aufgestellt. Eine Religionsgemeinschaft glaubt an diese Lehre und versucht die Regeln zu befolgen. Gesellschaftlich gesehen wirken diese Regeln oft sinnvoll, wie z.B. bei den Christen "du sollst nicht töten" oder bei den Buddhisten: "du sollst nicht Neid erzeugen". Durch diese Gesetzgebung auf moralischer Ebene erreichen einige Religionen eine staatliche Machtstellung. EsoterikGriechisch: innerlich. Es gibt zwei grosse Auslegungen des Wortes innerlich:1. Ein durch Innenschau erwirtschaftetes Wissen2. Ein nur einem inneren Kreis zugänglichen philosophischen WissenDas Gegenteil von Esoterik nennt sich die Exoterik: das meint allgemein zugängliches Wissen oder die empirische Erforschung der Welt, sprich die Wissenschaften SchamanismusDas Wort Schamanismus ist nicht allgemeingültig definiert. Es gibt aus verschiedenen Bereichen Definitionsversuche, wie der Ethnologie, der Anthropologie und anderen Richtungen. Ein Ismus kann eine Lehre beinhalten, Ismen können aber auch einfach das beinhalten, was sie benennen: hier die Schamanen. Die Schamanismus Therapie verwendet die Hauptmerkmale des Schamanismus auf therapeutischer Ethik: schamanisches Reisen und schamanisches Wirken in Ordnungen. SeeleIn vielen religiösen Bereichen wird Seele als unsterblicher Teil von Lebewesen angesehen, wobei es nicht in allen Religionen z.B. Tierseelen gibt. Die Schamanismus Therapie versteht unter dem Begriff Seele die Gesamtheit der Gefühle. Ob unsterblich oder nicht, ist wieder eine Frage des Glaubens. Seelenteile sind oft an Orte oder Erinnerungen gebundene Gefühlsteile. Die schamanische Technik der Seelenteilrückholung befasst sich mit der Reintegration verdrängter oder verlorengegangener Gefühlsteile. Fälschlicherweise wird dies heute gerne als "Seelenrückholung" bezeichnet. Ein ganzes Gefühl zu verlieren, dürfte aber selten sein. Spirituelle Bedürfnisse Warum haben Menschen das Bedürfnis nach Spiritualität, was steckt dahinter? Die moderne Welt ist mit wissenschaftlichen Theorien heute aufgeklärter als wahrscheinlich je zuvor. Das Allgemeinwissen verändert sich. Man kommt zusehends in die Lage, die grossen religiösen Fragen erklären zu können. Man spürt teilweise in der Anwendung neuen Wissens, dass Glauben an höhere Mächte auszusterben beginnt. Dieser neuen Realität fehlt es aber an der Befriedigung emotionaler Bedürfnisse wie z.B. dem Trost. Dass es eine starke Richtung in die Religionslosigkeit gibt, ist neu. Wir versuchen, spirituelle Bedürfnisse anhand von Gefühlen und Bedürfnissen zu erklären. Vielleicht ergeben sich dadurch alternative Methoden, diese zu erfüllen.StolzEuropa ist vielleicht zu einem grossen Teil ein Dienstleistungsgebiet. Vielerorts herrscht in der Arbeitswelt Stress vor. Man versucht wie früher ein gutes Bild von sich nach aussen abzugeben. Die Arbeitsleistung empfindet man als erhöht und der psychische Stress nimmt zu. Das mag auch an der Änderung der sozialen Kontakte liegen, die sich in Richtung soziale Medien entwicklen. Eine Aussage darüber können wir aber sicher nicht fundiert machen. Wir können aus unsererm Erleben sagen, dass Stress sehr häufig vorkommt. Stress führt gerne zu einer Verminderung des Selbstwertes. Es muss immer mehr geleistet werden, um noch stolzberechtigt sein zu können. So muss man sich immer mehr Verantwortung aufladen. Daraus resultiert der sogenannte stolzlose Erfolg. Eine Zeit lang gab es sogar eine regelrechte Burnout-Welle. Gegen aussen mag das eigene Bild stimmen, im Innern (esoterisch) aber gar nicht. Ein Grundbedürfnis auf emotionaler Ebene meldet sich: man will Verantwortung abgeben können. Da helfen Religionen und Spiritualität. Das Bedürfnis nach Spiritualität durch den Wunsch nach emotionaler Verantwortungsabgabe . Das kann in Form von Rechtfertigung oder Trotz stattfinden. Hilfreich können Gespräche sein. Im spirituellen Bereich finden sich viele Menschen, die zuhören. Man muss aufpassen, nicht an emotional machthungrige Menschen zu gelangen, denn das Angebot folgt auch hier der Nachfrage.TrostIn einigen Teilen Europas haben die Religionen einen schweren Stand. Die Problematik liegt teilweise in ihrer Glaubwürdigkeit, aber sicher auch in veralteten Ausübungsformen. Die Kirchen läuten immer noch, verlieren aber die arbeitende Bevölkerung damit eher. Etwas, das die Arbeitsleistung stört, mag man nicht.  In der heutigen Zeit wird durch verschiedene Religionen auch klar: sie bilden gerne Rechtfertigungen und Ursachen für Kriege. Ohne Religion gäbe es weniger Kriege. Das hat sich seit den Kreuzzügen nicht geändert. Das von grossen Kriegen in den letzten 70 Jahren verschonte Europa mag dies spüren. Der Preis für die Abwendung von Religionen: es fehlt die Befriedigung des Trost-Bedürfnisses. Dieses Bedürfnis will gedeckt werden. Wenn man nicht mehr zum Pfarrer geht, um Trost zu finden, wohin soll man dann? - Eine Eigenschaft des Trostes ist: es braucht dazu immer eine Machtposition. Man vertraut demjenigen, der Trost spendet. Das Bedürfnis nach Trost führt zu Formen einer Trost spendenden Spiritualität. Diese muss zwangsläufig machtbehaftet sein.Wir erleben heute sozialen Medientrost. In Live-Videos auf Facebook wird zu ganzen Gruppen aus unbekannten Menschen gesprochen, die per Kommentar versuchen, zu helfen und trösten. Viele schreiben dort und haben natürlich keine Fachkenntnisse. Es ist ein gutes Gefühl, zu Trösten. Das hebt den eigenen Selbstwert. Wir haben uns das einmal angeschaut und sind mit unseren Eindrücken noch verwirrt.ZugehörigkeitDer Mensch ist ein Herdentier. Eines unserer Grundbedürfnisse ist die Zugehörigkeit. Als vorteilhaft empfindet man eine Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Menschen, die gleich oder zumindest ähnlich denken. Die Wissenschaft gibt heute Antworten auf Fragen, die früher vielleicht noch zur Gruppenbildung geführt haben. Die Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften flacht ab. Vereine decken einen grossen Teil ab, aber die Vereinsbeschäftigungen sagen nicht allen Menschen zu. Spiritualität und Philosophie sind in einem Atemzug zu nennen. Nur ist die Philosophie nie zu Ende, sie hört nicht auf. Hier ist Stoff für Diskussionen, um gemeinsam etwas heraus zu finden, und sei es im Kleinen. VerantwortungsabgabeWir hören aus Kreisen der Kindererziehung, dass den Kindern zuweilen sehr viel emotionale Verantwortung übertragen wird. Die Eltern wissen keinen Rat, wenn es um zwischenmenschliche Probleme geht und übertragen die Verantwortung dafür den Kindern selbst. Damit kommen Kinder aber nicht klar. Gelegen kommen da ADHS und Kristallkinder. Es gibt in der Welt der Esoterik viel Rechtfertigung, selbst gut da zu stehen. Besonders für eigene Schwächen gibt es esoterische Gründe, für die man nichts kann. Sei dies Karma oder eine Verfluchung. Man kann ja nichts dafür. Diesen aktiven Verdrängungsprozess halten wir für ungesund. Wir denken, sich etwas zu gönnen, vielleicht Wellness, kann einen auf sich selbst eher rückbesinnen. Selbstreflexionen könnten eine Entwicklung in die Wege leiten.Verstand und UnerklärlichesUnsere Welt ist so vielfältig, dass wir manchmal den Überblick verlieren und uns gewisse Dinge nicht erklären können. Man will sich vielleicht auch nicht mehr alles erklären können. Seltsames darf in den Bereich der Spiritualität gehören, hat aber mit dem Leben nichts zu tun. Dieser zuweilen gesunde Mechanismus weckt das Bedürfnis auf anderer Seite, Lehren und Erklärungen zu finden. Die Quantenphysik ist ein typisches Beispiel. Die Wissenschaft sagt, sie verstehe die Vorgänge im Quantenbereich nicht. Es bietet sich an, eine spirituelle Erklärung dafür zu haben und die Quanten gleich richtig anwenden zu können. Spirituelle Wissenschaft versucht den fehlenden Trost noch zu retten. Das wird ziemlich sicher scheitern. Spirituelle Marktentwicklung Die Schamanenstube beobachtet den deutschsprachigen Raum in Europa. Das sind v.a. die Schweiz, Lichtenstein, Deutschland und Österreich. In diesen vier Ländern zeichnen sich verschiedene Markttrends ab. Aus Lichtenstein haben wir leider keine Eindrücke. Unsere Wahrnehmung der letzten 30 Jahre in der Schweiz lässt sich beschreiben: nach der Hellseherei und Magie kam eine Buddhismus-Welle auf, die sich lange hielt. Das Ende der 70er Jahre brachte den Wassermannzeitalter-Trend eher zu einem Ende. Das verlangte nach neuen Richtungen. Channeling stand im Kurs. Reiki kam dazu, aber auch TCM. Die Scientologen und andere Sekten tauchten auf. Nachdem die Reiki-Einweihungen auch per Ebay kaufbar wurden, hielt sich kurz die Quantenheilung und schwappte in eine für uns unselige Schamanismus-Welle um. Diese versucht sich heute in Richtung schamanisches Yoga und schamanische Hypnose zu entwickeln. Weg vom Erdigen, hin zu Losgelöstem. Den Schamanismustrend haben wir nie verstanden: Schamanismus an der Wurzel ist ein harter Weg, sehr komplex und bodenständig. Er bietet weder Trost noch Anerkennung, zumindest nicht in seiner glaubensfreien Form. Er erlaubt eine Machtergreifung, die wir für gefährlich halten.Spirituelle SchweizEs gibt viele Schweizer esoterische Angebote. Nichts scheint im Moment wirklich Fuss zu fassen. Engel und Mystizismus sind wieder eher im Kurs. Die Schamanenwelle hat die Schweiz vor einigen Jahren erreicht. Diese flacht in unserer Wahrnehmung derzeit etwas ab. Das ist gut. Einiges bleibt: die Visionssuchen und die Naturhochzeiten. Vielen Schweizern scheint es emotional schlecht zu gehen. Psychotherapie ist verschrien, man sucht sich andere Therapie-Formen, die nicht Therapie heissen. Sind diese glaubensfrei, scheinen sie mehr Erfolg als andere zu haben. Das bedingt allerdings, dass sie fundierte Kenntnisse über psychologische Abläufe aufweisen. Wir nehmen einen Trend wahr, Spirituelles eher als emotionale Wellness konsumieren zu wollen. Das kann sich produktiv entwickeln.Deutschland Die Schamanen-Hochkultur lebt voll auf. Messen und Veranstaltungen werden im grossen Stil die ganze Esoterik beinhaltend aufgezogen. Wir blicken da nicht durch. Es gibt schamanisches Yoga und hypnotischen Schamanismus, Druiden wetteifern mit Hexen. Das Machtverhalten von Anbietern nehmen wir sehr stark ausgeprägt wahr. Es gibt in Deutschland aber eine auch für uns ernsthafte Linie: helfende Bestrebungen werden mit professionellen Formen gemischt, die sich auf einer menschenachtenden Ethik bewegen. Diese gehen derzeit in der Überfüllung mit Schamanen noch unter.Österreich Ebenso hier findet sich ein Schamanismus Trend auf hohem Niveau. Vieles wirkt seltsam auf uns. Man spürt wie in Deutschland in den Formulierungen von Anbietern heraus, dass sie von der eigentlichen Materie nur bedingt eine Ahnung haben. Die meisten Angebote sind neu und viele scheinen sich nicht lange zu halten. Schöne Züge gibt es in der Vereinigung von Wellness und Spiritualität. Der Knackpunkt hier könnte sein, dass die Macht aus der Spiritualität weichen muss, um wirklich Genuss erleben zu lassen. Hier ist Österreich immer schon vorne mit dabei gewesen: Wellness, Genuss und Entspannung. Ein schöner Trend, der sich durchsetzen könnte. Wahrnehmungen der Schamanenstube Die Zweiteilung der Spiritualität in extrem machtvolle und in therapeutische Vorgehen trennt den Markt. Die menschlichen Bedürfnisse wollen erfüllt werden. Wir sind gespannt, wie sich das alles in den nächsten Jahren weiter entwickelt. Wir denken, es wird sich noch einiges tun. Vielleicht ändert sich sogar Luke Skywalker's Spruch in: "Spüre den Therapeuten in Dir".Viele Anbieter sind wirklich liebe Menschen, die es gut meinen. Dieser grosse Teil der spirituell Arbeitenden darf nicht vergessen werden. Besonders im schamanischen Bereich gibt es spürbare Hingabe, z.B. auch bei den Herstellern von Gegenständen. Am sinnvollsten wäre es, die seichte Esoterik weicht professionellen Therapieformen mit Krankenkassenanerkennung.
28.03.2017 - 14:00:00
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus/spirituelles-europa-im-deutschsprac ...
 
Schamanisches Feuerrad Ritual zu Ostara
Feuerräder werden seit Jahrhunderten Berge hinunter gerollt. Dieser recht alte Brauch ist v.a. dadurch gut dokumentiert, da es immer wieder zu grösseren Bränden kam, von Scheunen, über Kirchen bis halben Dörfern. Die Schamanenstube macht sie etwas kleiner als mannshoch. Es gibt diese runden Strohringe für die Ostern zu kaufen, aus denen man Osternäschtli machen kann. Naja, man kann auch Feuerräder daraus machen. :-) Frühjahrssonnenwende Die Tag- und Nachtgleiche, das Frühlingsäquinox findet astronomisch vom 20.3. auf den 21.03. statt. An diesem Datum ist der Tag gleich lang wie die Nacht. Danach werden die Tage länger: es geht in Richtung Sommer. Im Keltenkalender findet sich um diesen Zeitpunkt das sogenannte Ostara. Aber auch ohne mythologischen Hintergrund kann mit Sonnenrädern viel gemacht werden. Die Schule für Schamanismus Therapie setzt die Naturfeste gerne auf therapeutische Weise um. Statt dass man mit den Feuerrädern Felder verbrennt, drehen wir die Räder über unsere Lebensbereiche. Mit den Ringen zu Ostern lässt sich das gut z.B. an einem Fluss zelebrieren. Der Fluss kann als Richtung für den Fluss in die kommende Zukunft genommen werden. So fliessen Wünsche, Träume und Ziele in die eigene, persönliche Zukunft und können einem begegnen. Das Ritual des Feuerrads aus der Schamanismus Therapie Dieses Jahr leitet ein Kursteilnehmer den ganzen Tag um das Ritual. Wir finden uns an einem kleinen Fluss ein. Das Wetter ist erst nicht wirklich prickelnd, doch pünktlich zum Auftakt klart es auf und die Sonne lacht. Im Frühjahr wird viel an Bäumen rumgeschnitten. Das vereinfacht die Suche nach Weiden, die meist irgendwo schon abgeschnitten zu finden sind. In die Osterringe stossen wir die Weiden und formen in der Mitte eine Öffnung für die Achse. Wenn das Rad brennt, kann man es nicht mehr von Hand bewegen. Ein Stecken in der Mitte ermöglicht das Drehen des brennenden Rades.Passend zur gemütlichen Arbeit in der Natur werden fein geschnittene Früchte mit Wein und Sprudelwasser genossen. Wir spüren den Frühling und gleichzeitig den sich zwischendurch mit kühlen Luftzügen meldenden Winter. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf die letzte Vergangenheit und schenkt mit den warmen Sonnenstrahlen die Verbindung in die kommende Zeit. Damit die Strohringe gut brennen, werden Anzünderlis in sie eingearbeitet und aussen befestigt. Es braucht viel Feuerzunder, denn die kaufbaren Osterringe sind sehr hart gepresst. Einige verzieren ihre Räder mit Efeu und was sich sonst noch alles findet. Die Gedanken bei der Arbeit an den Feuerrädern drehen sich um den vergangenen Winter. Was war da alles im eigenen Leben und was davon darf jetzt abgeklopft werden. Mit diesen Gedanken formt sich die Gruppe jeder einzeln seine momentanen Lebensfelder. Was ist in meinem Leben, welche Bereiche machen mich aus. Mit Maismehl lassen sich solche Felder sehr schön auf dem Boden zeichnen. Das schadet auch der Natur nicht. Man kann es getrost nach dem Ritual zurück lassen.Das Feuer der Sonne beginnt um die Räder zu lodern. Langsames Drehen der Räder über die eigenen Lebensbereiche schafft als Altem Neues. Alles verbrennt und bietet mit seinen Brandrückständen Nahrung für neue Ordnungen im Leben. Die Samen der Zukunft spriessen auf dem durch das Feuer gereinigten Boden und lassen Wünsche, Träume, Ideen und Ziele mit neuer Kraft erfüllen.Die Führung durch den Kursteilnehmer war sehr schön. Jeder erhielt seine Freiräume und konnte eigene Elemente einbauen. Für jeden wurde separat getrommelt, so lange man in seinen Feldern verweilen wollte. Wir fühlen uns wohl und danken herzlich die unterstützende Begleitung.
27.03.2017 - 14:00:00
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus/schamanisches-ritual-des-feuerrades ...
 
Grosse Motivationen und der Plateau-Effekt
Beim Fahren über eine Thurbrücke mussten wir umdrehen und nachschauen, ob wir richtig gesehen hatten: ein sehr grosser Baum scheint die Begierde eines Biebers geweckt zu haben. So etwas sieht man nicht alle Tage. Wir nehmen dieses Foto als bildliche Untermalung des Themas: der Prozess der Motivation. Grosse Motivationen Wir denken, es ist etwas Wunderbares, wenn man etwas wirklich will. Es gibt eine Motivation aus dem Inneren, wenn man etwas gefunden hat, das man unbedingt erreichen oder auch haben will. Meistens im Leben haben wir aber gar nichts, was wir wirklich wollen. Es gibt den sogenannten Plateau-Effekt: man hat die Dinge, die man zum Leben braucht, einige Zusätze hat man sich angeschafft, die man wirklich wollte. Die Motivation weicht beim Erhalten des Gewünschten der Freude. Danach wird das Neue zum Alltag.Auf diesem Plateau wieder zu neuer Motivation zu kommen, gestaltet sich oft schwierig. Man ist ja eigentlich wunschlos glücklich, oder?Die grosse Motivation hinter dem Wollen beginnt an einem anderen Punkt: beim Bedürfnis. Das weiss natürlich auch die Werbeindustrie. Gibt es keine grossen Bedürfnisse, muss man sie wohl wecken. Aber ist Motivation anstrebenswert? Der Wert der Motivation Motivation heisst Bewegung. Die Schamanismus Therapie spricht in der Gefühlslehre von Gefühlsbewegungen. Jedes Gefühl bewegt sich anders und besitzt mehrere Bewegungsarten. Alles, was sich bewegt, ist lebendig: sei es die Freude, die Wut oder der Enthusiasmus. Etwas ohne Bewegung nennen wir Stillstand. Motivation ist als Antrieb der Gefühle von der Qualität der bewegten Gefühle abhängig. Die bewegte Wut wird eher angriffslustig und kann sich z.B. in Richtung Aggression bewegen. Eine bewegte Freude trifft früher oder später auf die Überraschung und wird emotional stark berührt.Jede Bewegung hat eine Richtung. Die Richtung der Motivation können wir Sinn nennen. Erkennt man einen Sinn, wird dieser sehr wichtig und bringt uns in Bewegung. Könnte man ähnlich der alltagsuntauglichen Aussage "der Weg ist das Ziel", bei diesem Thema vielleicht sagen: "Bewegung ist der Sinn des Lebens"? - Zumindest tönt das schön.Beim Plateau-Effekt scheinen Gefühle teilweise eingeschlafen und nicht mehr aufzuwecken. Einer der Gründe dafür ist, dass man keinen Sinn hinter neuen Errungenschaften sieht. Was man hat, ist gut. Der Schritt von Plateau direkt in die Motivation ist zu gross. Es braucht vielleicht Einzelschritte? Aus der Demotivation des Plateaus in die sinnerfüllte Motivation Der Plateau-Effekt tritt gerne einige Zeit nach Erreichen eines Zieles ein. Man hat viel auf dem Weg zu diesem Ziel geleistet und gegeben. Die Ruhe scheint verdient. Doch die Phase der Ruhe geht manchmal sehr lange, was zu ausgewachsenen Depressionen führen kann. Nichts spricht einen wirklich an, nichts macht echte Freude und von Begeisterung ist man weit weg.Es gibt zwei Bereiche der Geistwelt, da Stillstand besonders gut möglich ist: Hoffnung und Traurigkeit. Wird Hoffnung bewegt, kann sie zur Hingabe mutieren. Wird Traurigkeit bewegt, kann sie zur Wehmut aufbrechen.Wenn man etwas erreicht hat, darf das Erreichte als neue Sicherheit empfunden werden. Diese Sicherheit gepaart mit Traurigkeit kann neuen Schwung mit einer Aktion verliehen werden: dem Helfen. Helfen ohne Helferkomplex, sprich ohne Dank zu erhalten, fördert den eigenen Stolz auf wertvolle Weise. Das Erreichte wird genutzt, um anderes zu bewegen. Innere Bewegung wird erst zu äusserer Bewegung. In dieser äusseren Bewegung finden sich neue Bedürfnisse. Ob dies eigene oder fremde sind, spielt noch keine Rolle. Es fällt uns zuweilen sogar einfacher, fremde Bedürfnisse zu erfüllen. Das äussere Bewegen ist Bewegung. Das Lustige ist, dass Bewegung wieder zu Sinn führen kann. Motivation findet Sinn durch Bewegung von Gefühlen. Das Prinzip der Wirkung vor der Ursache findet hier ein Paradebeispiel.
15.03.2017 - 13:00:00
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus-therapie/motivationen-plateau-effek ...
 
Vorahnungen: Präkognition oder Kausalität?
Vorahnungen sind sehr oft negativ, düster oder verheissen nichts Gutes. Die positive Vorahnung könnte man Zuversicht nennen. Die Zuversicht legt Sicherheiten in die Zukunft, die Vorahnung eher Bedrohungen, die sich erfüllen sollen. Die Frage ist nun, ob man mit Vorahnungen, also dem Legen von Bedrohungen in die Zukunft, erst zu dieser Zukunft kommt oder ob man vorher weiss, dass etwas passieren wird. Schamanische Praxis Die Praxis der Schamanismus Therapie arbeitet mit Ordnungen. Dem zugrunde liegt der Grundsatz der zugehörigen Gefühlslehre, dass Kraft sich in Ordnungen bewegt. Durch diese Bewegung von Kraft können Ordnungen weiter ausgebaut werden, wie Täler sich durch Flüsse immer weiter formen. Eine Ordnung bei Vorahnungen sind die Bedrohungen. Um uns Sicherheiten für die Zukunft zu erwirtschaften, suchen wir gerne nach Bedrohungen, was alles passieren könnte. Diesen möglichen Störungen einer gesicherten Zukunft möchten wir entgegen arbeiten. Wir verändern die Gegenwart, um Hindernisse in der Zukunft zu vermeiden. Das tönt sinnvoll.Zuweilen schaffen wir es, uns Bedrohungen vorzustellen, denen wir nichts zu entgegnen haben. Das sind dann die Probleme der Zukunft. Die Ordnung namens Bedrohung findet sich in Gebirgszügen, durch die Angst fliesst. Die Kraft der Angst fliesst durch die Ordnung der Bedrohung. Dieses Fliessen baut die Bedrohung weiter aus. Das kann so stark werden, dass man sich unbewusst direkt auf die Bedrohung zu bewegt. Sie wird unsausweichlich. In dieser Bewegung lässt sich sagen: eine negative Vorahnung hat nichts mit Prägkognition zu tun, sondern mit dem Bauen einer negativen Zukunft.Das können wir besonders gut. Wie sieht es aus, wenn wir uns auf eine positive Zukunft zu bewegen möchten? - Darin sind wir Menschen nicht so gut. Bleiben wir noch ein wenig bei den Vorahnungen. Im Schamanismus besteht die Möglichkeit, dass die Kraftbewegung von Gefühlen sich viel stärker auswirkt, als man im Alltag meint. Wir sorgen teilweise mit unserem Planen der Zukunft für Unglück. Die zusätzliche Kraft, die wir für solche negativen Wunder benötigen, findet sich im Glauben an die negative Zukunft. Glauben ist ein sehr starkes Gefühl. Es kann sich einmischen, wenn aus der Hoffnung auf etwas Gutes klare Regeln abgeleitet werden. Vielleicht kennt man aus der persönlichen Vergangenheit, dass man nie Glück hat. Das wird zu einem Glaubenssatz, der sich mit Bedrohungen mischen kann. Zum Beispiel hätte man gerne Schockoladeneis, es ist einem aber bewusst, dass es wieder keines geben wird, wenn vor man den Eiswagen steht. "Ist gerade aus."Glauben und Bedrohung können Dinge verwirklichen. Wie sieht es aus, wenn man mit dem Glauben an eine gute Zukunft sich Glücksfälle herbei zaubern möchte? Man müsste den Glauben mit der Zuversicht kombinieren. Beim Schockoladeneis: "der Verkäufer wird mir mein Bedürfnis erfüllen, wenn er mir das Eis in die Hand drückt". Dabei geht man zusätzlich eine Beziehung mit dem Verkäufer ein. Diese darf freundlich bleiben. Man könnte sich die Farben des Eiswagens anschauen und die Idee hinter dem kleinen Eisgeschäft greifen. Die Grundgedanken sind meistens gut. Kausalität Sie sehen mit dem Feldstecher, wie ein Auto hoch oben am Berg die Strasse herunter fährt. Es ist anzunehmen, dass es unten ankommt. Ohne Präkognition können Sie mit grosser Sicherheit die Aussage treffen, es wird ankommen. Daneben sehen Sie eine Herde Kühe, die sich ebenfalls bergab bewegt. Wird die Herde auch unten ankommen? - Diese Chance ist geringer, die Herde könnte einfach nur auf dem Weg zur nächsten Weide sein.Viele Menschen fragen sich ernsthaft, was Ihnen ein Unglücksfall sagen soll. Man fragt sich seltener, wie man dahin gekommen ist, respektive was man sich Falsches in die Zukunft gefühlt hat. Die Blickrichtung ist beim Eintreffen eines Unglücksfalls oft nach vorne gerichtet, statt nach hinten. Damit verwehrt man sich unter Umständen ein Lernen, wie man sich eine Zukunft bauen könnte. Und ja, es gibt Ergeignisse, die einfach so passieren. Wäre etwas vorherbestimmt, würde man die Verantwortung über die eigene Zukunft abgeben. Glaubensfreier Schamanismus geht den extremen Weg: man trägt die Verantwortung über seinen Leben stets selbst. Sich eine positive Zukunft ausmalen Nochmals zurück zum Auto, das den Berg hinunter fährt. Das Auto ist in Bewegung. Diese Bewegung ist jetzt. Wenn es auf der einzigen Bergstrasse ohne Abzweigungen fährt, ist sein Ziel definiert. Es muss nur fahren. Auf das Formen der Zukunft umgemünzt: Sie müssen nur leben. Damit fährt das Lebensauto. Sie müssen noch nicht einmal das Ziel kennen, denn der Weg, den Sie leben, führt Sie ja. Weiss man, dass man auf dem falschen Weg ist, könnte man umkehren. Weiss man es nicht, ist die Frage, mit welcher Benzinsorte man fährt. Das Auto fährt mit Kraft, das es aus Treibstoff bezieht. Nehmen wir an, Ihr Treibstoff sind Ihre Gefühle. Gefühle haben eine Wirkung durch ihre Kraft. Die Wirkung der Gefühlskraft formt den Weg. Denkt man ängstlich über die Zukunft nach, ist es gut möglich, dass man seinen Weg so umformt, dass man an einem Eiswagen vorbei kommt, der nur Pistazieneis verkauft. Als Pechvogel basteln Sie sich vielleicht noch ein Fuhrwerk vor sich, an welchem Sie nicht vorbei kommen.Das Gefühl auf dem jetzigen Lebensweg kann also mitentscheiden, wohin die Reise geht. Sprich die Vergangenheit formt die Zukunft. Man ist jetzt in der Verantwortung, sich um seine Gefühle zu kümmern und seine Lebensqualität jetzt zu verbessern, damit die Zukunft auch besser wird. Die Kausalitätskette auf diesem Gefühlsweg ist vielleicht nicht empirisch zu beweisen, wir sind aber der Meinung, dass Richtungen und Begenungen sind formen lassen.Wo komm ich her, was hatte ich dort für ein Gefühl? - Man kann jederzeit seinen Weg verändern.
13.03.2017 - 13:00:00
https://schamanenstube.com/blog/orakelsee/vorahnungen-410.html
 
Das Hochgefühl Glück spüren und im Glücksbuch verankern
Es gibt ein paar wenige Momente im Leben, in welchem wir ultimativ glücklich sind. Mehr geht nicht als dieser Zustand des Hochgefühls. Seit über einem Jahr begleitet die Stube jemanden, das Autofahren zu lernen. Letzte Woche fand die Führerscheinprüfung statt. Sie wurde bestanden. Was für ein Moment für die frisch gebackene Autofahrerin. Riesiges Glück stellte sich bei ihr ein. Das möchten wir als Anlass nehmen, diese seltenen Momente ultimativen Glücksgefühls anzuschauen. Wir wollen direkt in das Gefühl hinein, nicht in die Wertung "glücklich", die man sich von aussen attestieren kann. Wie fühlt sich Glück an? Versuchen wir, dieses Glücksgefühl zu beschreiben. Wir listen seine Eigenschaften und lassen uns dabei von dem Gedanken leiten, ob etwas zu diesem Zustand führt oder ein Folgegedanke darstellt. Wir orientieren uns am Erleben beim Bestehen der Fahrprüfung. Es könnte sich auch um einen Lottogewinn handeln. SelbstwertAus tiefer innerer Überzeugung heraus weiss man, man ist mehr wert, als man dachte. Das ist nicht ein Vergleich mit anderen, sondern mit sich selbst. Es war ein Irrtum zu glauben, man sei weniger wert. Diese Überzeugung kann lange andauern. Besonders, wenn man es schriftlich hat, wie einen Führerausweis. BesitzDas ausserordentliche Glücksgefühl paart sich mit einem Besitzgefühl. Nicht dass man den Führerschein hat oder sein Auto, sondern dass man sein Leben völlig neu in Besitz nimmt. Man hat die Zukunft in der Hand. SelbstdefinitionLebensveränderndes führt zu einer neuen Selbstdefinition, die im Moment des Glücklichseins sehr stark spürbar ist. Greifbar spürt man eine neue Zukunft. Bei der Führerprüfung: ich darf jetzt fahren wohin ich will. Neue Möglichkeiten tun sich auf. Eine fast grenzenlose Freiheit wird gespürt, die es einem erlaubt, sich selbst darin zu definieren. Man ist wer. FreiheitDie empfundene Freiheit holt alle Selbstkompetenzen ans Licht. Man spürt sich selbst sehr klar in der neuen Zukunft. Das Neue ist da, als ob man durch eine Tür geht und in der Zukunft ankommt. Jetzt wird alles anders, es wird viel besser werden und viel einfacher. BestätigungDas mühevolle Lernen hat sich gelohnt. Man hat etwas Grosses gelernt und das wird bestätigt. Man ist es wert. Alles ist schönIm Moment des Hochgefühls ist alles schön und man mag jeden. Sogar den Prüfer mag man, obwohl er stumm auf dem Beifahrersitz sass und sich nicht anmerken liess, wie es steht. Ist dieser Glückszustand produzierbar? Wie schon angedeutet, wird dieser Zustand des Hochgefühls Glück nur wenige Male im Leben verspürt. Man erinnert sich auch an diese Male. Solche Momente können vielleicht sein: die bestandene Führerprüfung, die Geburt eines Kindes, das Bestehen ander grosser Prüfungen, ein Lottogewinn, die Bestätigung einer grossen Liebe, eine Aufnahme in eine für einen wichtige Vereinigung, die Zusage zu einem Traumjob. Über solche Momente verfügen wir leider nicht in grosser Anzahl. Die Reproduktion eines solchen Moments ist also eher schwierig.Es gibt aber etwas, was zu kürzer anhaltenden Glücksmomenten führen kann: die Bereitschaft für das Glück. Dabei wird das Glück nicht gefordert, sondern man versucht, sich auf Wegen zu bewegen, die Glück ermöglichen. Man hofft nicht auf das Glück, sondern bewegt sich. Das kann heissen, dass man z.B. an Treffen geht, die man auch absagen könnte. Dahinter steht ein Prozessgedanke. Viele Dinge wollen unbewusst "werden" und sind nicht einfach da. Unsere Zickzack-Wege durchs Leben sind nicht geradlinig, sie schlängeln auf Veränderungen zu. In sich kann man dabei eine Zuversicht tragen: es wird schon für etwas gut sein. Verankerung des Glücks im Glücksbuch Die Momente dieses seltenen Hochgefühls führen zur Bildung eines neuen Seelenteils. Wie fast alle Seelenteile hängen sich die Glücksmomente an Örtlichkeiten. So kann bei der Autoprüfung der Warteplatz Nummer 3, mit der braunen Säule daneben, ein Ort sein, der sich im Innern als Bild festsetzt. Die Ordnung dort ist normalerweise kein Hochgefühl, aber bei der Bekanntmachung der bestandenen Prüfung wird die Ordnung des Warteplatzes zum Gefäss des Glücks. Gerade bei der Autoprüfung gibt es weitere Örtlichkeiten, in welchen Unabhängigkeit, neues Leben und der Selbstwert gefeiert wird. Das erste Mal Parkieren am Arbeitsplatz, der erste Einkauf, das erste Mal sich zu verfahren.Heute ist es einfach, sich diese Ordnungen zu bewahren: man macht mit dem Handy ein Foto. Das ist kein preisverdächtiges Foto mit schönen Sachen drauf, aber es zeigt dem Unterbewusstsein den Wert des eigenen Seins. Diese Fotos können ein kleines Glücksbüchlein werden. Ein schöner Einband, ein paar Fotos drin und schon kann das Glücksbuch ab und an wieder hervorgeholt werden.
02.03.2017 - 13:00:00
https://schamanenstube.com/blog/schamanismus-therapie/hochgefuehl-glueck-gluecks ...
 
Die Frühlings-Depression: eine unsichere Zukunft erwacht
Statistiken zeigen, die Selbstmordrate ist vor und während des Frühlings am höchsten. Warum ist das so? Gibt es Erklärungen für die emotionalen Zustände in dieser Jahreszeit, die Menschen schon seit jeher niedergeschlagen und depressiv machen? Neben hormonellen Geschichten scheint die Abweichung der Statistik nicht schlüssig erklärbar. Die Schamanenstube möchte diesem Phänomen nachgehen und einige Gedanken dazu teilen. Mögliche Ursache: Planungen und Vorbereitungen Wir Menschen planen fast ständig. Am liebsten haben wir eine Kaffeemaschine, die morgens schon aufgewärmt darauf wartet, dass wir sie nur noch lieb drücken. Die korrekte Kleidung für das Meeting haben wir gestern schon bereit gelegt. Alle Unterlagen liegen so drapiert auf der Anrichte, dass wir nicht umhin kommen, sie mitzunehmen, wenn mir die Autoschlüssel greifen. Vor der Vorbereitung steht die Planung. Wir planen mit unseren Handy-Minicomputern, was wir wann tun müssen, wann wir wen treffen werden. Planen kann heissen, Reue zu vermeiden. Sich vorzubereiten kann heissen, Sicherheiten für die nähere oder fernere Zukunft zu bauen. Das funktioniert recht gut. Wir sind uns das Planen und Vorbereiten gewöhnt.Die Quizfrage lautet nun: wie bereitet man sich auf den Frühling vor? Was bringt dieses undefinierte Ding names Frühling für Bedrohungen? Wir haben den natürlichen Prozess des Welkens der Natur im Herbst erlebt, sind tief eingeschneit in den Winter gerutscht und haben das alles für ganz normal betrachtet. Dieser nun folgende Wechsel passt nicht. Es geht nicht weiter runter. Neues wird entstehen. Damit kommen wir nicht klar. Daran sind wir nicht gewöhnt. Der Frühling bringt Unsicherheit Die Isolation und erzeugte Wärme im Winter liefert uns viel emotionale Sicherheit auf überschaubarem Raum. Man besucht vielleicht Menschen über die Weihnachtstage und kommt wieder in sein warmes Heim zurück. Ganz langsam und lieber einfach im Vorbeigehen dreht man gegen Frühling die Heizung etwas zurück. Am Drehknopf kommt das Gefühl auf: werde ich noch warm genug haben? - Schneller als man es erwartet hat, wie ein Faustschlag ins Gesicht, spricht man über extrem kuriose Tage im Februar: mit 19 Grad Celsius haut einem die Natur die Zukunft schon um die Ohren. Man kann sich noch dagegen mit Rechtfertigung und Zweifel wehren. "Unglaublich so ein warmer Tag mitten im Winter, nicht?"Wovor fürchten wir uns? - Wir fürchten uns in jeder Hinsicht vor Veränderungen. Der noch mit gefrorenem Schnee überzogene Erdboden zeigt beim Auftauen ein Grün. Sollte nicht all das Gras verwelkt sein? Man erwartet ein Braun, vielleicht ein Gelb, aber sicher kein Grün. Was soll das? Die Natur scheint sich gegen einen zu verschwören. Der Frühling darf doch nicht so schnell kommen. Denn wir sind nicht vorbereitet. Wir haben keinen Plan. Wir sind schlichtweg nicht bereit. Die Welt dreht sich gerade zu schnell. Mitkommen ist emotional gar nicht machbar.Wir benötigen eine gewisse Zeit, uns an neue Dinge zu gewöhnen. Besonders bei positiver Veränderung wie der Wärme durch die Sonne, haben wir Probleme. Wenn noch nichts geplant ist oder man die Probleme durch den Winter durchgefüttert hat, ist es zu früh für eine weitere Zukunft. Das kann fatale Auswirkungen haben. Vielleicht dürfen wir ein paar Ideen anbringen: Ideen gegen die Frühlings-Depression Wir entmystifizieren Sie jetzt: die Frühlingsmüdigkeit ist ein Mythos. Suchen Sie mal nach Übersetzungen der Frühlingsmüdigkeit in andere Sprachen. Wer hat sie erfunden?Suchen wir nach anderen Wegen, dem drohenden Leben zu begegnen: FrühjahrsputzDer Frühjahrsputz ist der Klassiker. Man kehrt den Winter raus. Man produziert ja auch wirklich Staub im Überfluss während des Winters. Innerlich kann sich beim Putzen (nicht etwa beim Planen des Putzens) eine Stimmung formen: man kehrt den Dreck raus. Auf einmal ist Platz für neue Ideen, einfach indem alles wieder geputzt ist. Das kann sich anfühlen, als ob ein neues Leben beginnt. Vertrauen auf den AntriebPassiv sein können wir gut, wenn Negatives passiert: als Opfer. Bei der Wiederkehr der Sonne vertrauen wir aber nicht auf den kommenden Antrieb. Es wurde jedes Jahr zwar gut, aber dieses Jahr sicher nicht. - Natürlich werden auch wir wieder einen tollen Sommer erleben, selbst wenn es nur einige Tage sein sollten. Es wird reichen. Vielleicht brauchen wir dieses Mal etwas länger die Verwöhnung durch Sonnenstrahlen. Na und? - Geniessen wir unsere Langsamkeit und werden Opfer des Glücks. ZuversichtDie Natur macht es vor und wird uns mit dem Frühling mit verändern. Erst ist es kaum merklich doch irgendwann erinnern wir uns nur noch an die düsteren Zeiten des Winterwechsels. Neues wächst, Neues kommt auf einen zu. Blumen, Blüten, Farben und fröhliches Gezwitscher der Vögel werden uns bald begleiten. Das ist unweigerlich. Das kommt alles gut. Besser sogar, wenn man sich dem Prozess der Natur hingibt und sie auf einen einwirken lässt. Betrügen des FrühjahrsWer den Luxus hat, nicht an Schulferien gebunden zu sein, um mit anderen Arm an Arm am Strand zu liegen, kann sich einen kleinen Ausflug gönnen. An einem verlängerten Wochenende in die Sonne fliegen und wieder zurückkommen kann schockieren: man hat den Wechsel in den Frühling komplett vollzogen. Es war alles nur Schall und Rauch.
01.03.2017 - 13:00:00
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