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Hinzugefügt am 03.01.2013 - 17:42:33 von NLP-Zentrum Berlin
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Der Placebo-Effekt I
Wie Erwartungen unsere Gesundheit beeinflussen Unsere Erwartungen haben enormen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Dies umfasst nicht nur unsere Emotionen und Fähigkeit Ziele zu erreichen, sondern auch körperliche Gesundheit und Genesung. Dieses Phänomen ist allgemein unter dem Namen Pygmalion-Effekt bekannt, siehe auch: Der Priming Effekt - Teil II. In Bezug auf Gesundheit spricht man meist vom Placebo-Effekt - Placebopillen und Placebooperationen. Aber die wenigsten Menschen wissen, wie weit der Placeboeffekt wirklich geht... Das Placebo - eine unterschätzte Kraft Der Begriff Placebo kommt aus dem lateinischen und bedeutet Ich werde gefallen. Als Placebo-Effekte bezeichnet man alle positiven psychischen und körperlichen Reaktionen, die nicht auf die spezifische Wirksamkeit einer Behandlung (oder Substanz) zurückzuführen sind, sondern auf den psychosozialen Kontext der Behandlung (oder Substanz). Wenn Placebos Substanzen und Behandlungen sind, von denen selbst keine wirksamen Effekte ausgehen, muss die Ursache der beobachteten Wirkung in der Erwartung des Klienten und/oder Behandlers liegen. Placebos in Forschung und Praxis Der Placebo-Effekt ist naturgemäß in der Wirksamkeitsprüfung von Medikamenten ein wichtiger Einflussfaktor. Um die Substanzwirksamkeit einzuschätzen, muss man die Placebo-Wirkung raus rechnen. Inzwischen ist es beim Studiendesign Standard mit drei Gruppen, möglichst im Doppelblindversuch, zu arbeiten. Neben der Versuchsgruppe mit echtem Medikament und einer unbehandelten Kontrollgruppe gibt es eine Gruppe, die mit einem Placebo behandelt wird. Umgekehrt wird natürlich auch die positive Kraft von Ärzten und Pflegern bewusst und gezielt eingesetzt. Bei vielen alltäglichen Erkrankungen und Beschwerden machen Placebo-Effekte einen großen Teil der Wirksamkeit aus. Kopfschmerztabletten ohne Nebenwirkungen Bei Migräne haben Placebos einen bemerkenswerten Vorteil für Kinder und Jugendliche. Im Rahmen einer Studie1 zeigten sich deutliche Vorteile der Gabe von Placebos gegenüber zweier gängiger Medikamenten zur Kopfschmerzprophylaxe bei Menschen zwischen 11 und 17. Sowohl in Wirksamkeit als auch Verträglichkeit schnitten die Medikamente Amitriptylin (ein trizyklinisches Antidepressivum) und Topiramat (ein Antieleptikum), die sich als wirksam bei Erwachsenen herausstellten, bei jungen Menschen deutlich schlechter als ein Placebo ab. An der Studie nahmen 361 Kinder teil, die durchschnittlich an 11 Tagen in vier Wochen unter Kopfschmerzen litten. In der Placebo-Gruppe berichteten 61% der Patienten von einer Reduktion der Schmerzen um mehr als die Hälfte. Bei den Medikamenten Amitriptylin und Topiramat waren es nur 52% bzw. 55% der Probanden. Dazu kommen die Nebenwirkungen der Medikamente: Amitriptylin verursachte im Vergleich zur Placebo-Gruppe doppelt so häufig Müdigkeit und einen trockenen Mund; es zeigten sich in der Amitriptylin-Gruppe bei drei Patienten starke Gemütsveränderungen, ein Patient erlitt unter Amitriptylin eine schwere Synkope (plötzliche Ohnmacht). Topiramat löste bei 31% der Teilnehmer Kribbeln oder Taubheitsgefühle (z.B. eingeschlafenes Bein) aus, unter dem Einfluss des Placebos berichteten nur 8% der Probanden davon. In der Topiramat-Gruppe unternahm ein Patient einen Suizidversuch. Nach einer Zwischenauswertung der Ergebnisse wurde die Studie vorzeitig abgebrochen (und nicht das Medikament vom Markt genommen). Topiramat ist zur Behandlung von Kopfschmerzen bei Jugendlichen im Alter von 12 und 17 in den USA zugelassen. In Deutschland ist es jedoch nicht zur Prävention von Migräne empfohlen. Übrigens wirken Placebosubstanzen besser2, wenn sie: nicht gut schmecken (bitter wirkt besser als süß) kompliziert anzuwenden sind (z.B. 3x täglich 20 Minuten vor dem Essen mit 100ml Wasser) die richtige Farbe haben (z.B. machen rote Pillen wach, blaue beruhigen, grüne Tabletten vertreiben leichter Ängste, gelbe Tabletten sind besonders wirksam bei Depression und Weiß hilft bei Magenschmerzen) in besonderer Größe oder Menge zu sich genommen werden (mehrere oder große Tabletten) oder sie eine besondere Form haben (z.B. Vigra) als Injektion verabreicht werden, ansonsten wirken Kapseln besser als Tabletten – am besten wirken natürlich Operationen oder gefärbte Injektionen und an wenigsten Inhalationen und Salbenverbände den Namen eines bekannten Herstellers und/oder Wirkstoffs aufgedruckt haben einen sehr hohen Preis haben kompetent verordnet werden (Arzt im Kittel, der sehr kompetent schaut). Allgemein wird angenommen, dass die Wirkung von Arzneimitteln zu 20% bis 90% durch Placebo-Effekte entsteht. Knieoperation – oder Placebo? In den letzten 20 Jahren wurden einige interessante Studien zur Wirksamkeit von Knieoperationen im Vergleich zu Placebooperationen durchgeführt. Zum Beispiel wurde in fünf Kliniken in Finnland an 146 Patienten mit degenerativem Riss des medialen Meniskus nach dem Zufallsprinzip entweder eine arthroskopische partielle Meniskektomie (teilweise Meniskusentfernung - Standardbehandlung von degenerativen Meniskusschäden) oder eine Scheinoperation vorgenommen3 – mit dem Ergebnis, dass die partielle Meniskektomie die Beschwerden der Patienten nach einem Jahr nicht besser als eine Scheinoperation gelindert hat. Eine andere Studie beschäftigt sich mit der Wirksamkeit von arthroskopischer Lavage (Wäsche) und Débridement (Wundreinigung) gegenüber einer Placebooperartion. Diese Eingriffe werden häufig empfohlen, wenn eine medikamentöse Therapie die Schmerzen der Arthrose im Knie nicht lindert. 2002 untersuchten J.Bruce Moseley und Kimberley O‘ Malley in einer Studie die Wirksamkeit dieser Operationen gegenüber Placebooperationen bei Patienten mit Arthrose4. Insgesamt 180 Patienten mit Arthrose des Knies nahmen an der Studie teil und wurden zufällig auf eine von drei Gruppen verteilt (arthroskopische Lavage, arthroskopische Débridement oder Placebo-Gruppe). Die Patienten in der Placebo-Gruppe erhielten Hautschnitte und unterzogen sich einem simulierten Eingriff ohne Arthroskopie. Weder Patienten noch Prüfer der Ergebnisse wussten von der Gruppeneinteilung. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollten die Teilnehmer an mehreren Punkten ihr Befinden auf Skalen für Schmerz und Funktion bewerten. Zusätzlich gab es einen objektiven Test des Gehens und Treppensteigens. Das Ergebnis: Zu keinem Zeitpunkt berichteten die Interventionsgruppen über weniger Schmerzen oder eine bessere Funktion als die Placebo-Gruppe. Die Ergebnisse nach einem arthroskopischen Eingriff waren nicht besser als nach einem Placebo-Eingriff. Placebo und Schmerz Ende des zweiten Weltkriegs stand ein Chirurg der US-Army, Henry Beecher, vor einem Problem: Er hatte kein Morphin mehr, um einen schwer verwundeten Soldaten auf eine Operation vorbereiten zu können. Er befürchtete ohne den Schmerzblocker einen Kreislaufschock. Die assistierende Krankenschwester injizierte dem Patienten daraufhin eine Kochsalzlösung. Die Linderung trat ein, ganz ähnlich zu der Behandlung mit Morphin. Der Patient beruhigte sich und verspürte während der Operation kaum Schmerz. Beecher stellte bald fest, dass allein die Erwartung einer Heilung heilsam ist.5 In einer Studie untersuchte Ulrike Bingel mit ihren Kollegen 2009 die neuronalen Wirkungen schmerzlindernder Placebos. Um die inneren Prozesse beobachten zu können, lagen die Probanden in der Röhre eines Magnetresonanztomografen, während ihr Arm an zwei Stellen einem Hitzereiz ausgesetzt wurde. An beiden Stellen wurde zuvor eine Creme auf einen Teil der betroffenen Hautpartie aufgetragen. Den Teilnehmern der Studie wurde gesagt, dass die eine Creme ein hochwirksames Analgetikum enthalte und dass die an einer anderen Stelle aufgetragene Creme, lediglich eine Kontrollcreme sei. In Wirklichkeit war es aber in beiden Fällen die gleiche, wirkstofffreie Creme! Als die mit der Kontrollcreme behandelte Stelle gereizt wurde, feuerten die Neuronen im Rückenmark wie erwartet stark. Diese Reaktion fiel deutlich schwächer aus, als die Stelle gereizt wurde, die mit der "Schmerzlinderungscreme" behandelt wurde, auch das subjektive Schmerzempfinden wurde als geringer beschrieben. Das Spannende daran war, dass das Placebo bereits im Hinterhorn des Rückenmarks (dorsaler Anteil der grauen Substanz des Rückenmarks), also nicht erst im Gehirn, seine Wirkung, aufgrund der Wirksamkeitserwartung, entfaltet.6 Im Rahmen einer anderen Studie zu den biochemischen Mechanismen beim Placebo-Effekt, insbesondere bei Analgesie, konnte der italienische Forscher Fabrizio Benedetti zeigen, dass die Gabe von Placebos schmerzlindernd wirkt7. Es zeigte sich, dass allein die Erwartung ein Analgetikum (schmerzstillendes Mittel) verabreicht zu bekommen, bereits Neurotransmitter freisetzt. Diese besetzen die gleichen Rezeptoren, wie ein zuvor verabreichtes Analgetikum. In diesem Versuch wurde deutlich, dass die Wirkung von Placebos auch auf einer Freisetzung von Neurotransmittern, die an entsprechende Rezeptoren koppeln, beruht und nicht nur auf subjektiver Schmerzwahrnehmung. Die Studie zeigte einen weiteren interessanten Fakt: Wurde das Placebo gegeben, nachdem in Versuchen zuvor mehrmals Morphin (ein Opioid) gegeben wurde, wirkte das Placebo wie Morphin. Wurde das Placebo allerdings gegeben, nachdem in Versuchen zuvor Ketorolac (ein Endocannabinoid) gegeben wurde, wirkte das Placebo wie Ketorolac. Das heißt, das Placebo wirkte einmal wie ein Opioid und besetzte entsprechende Rezeptoren der Nerven und das andere Mal wie ein Endocannabinoid und wirkte neurobiologisch an ganz anderen Stellen – dabei war es das gleiche Placebo ;-) Selbsterfüllende Prophezeiungen Doch es geht sogar noch doller! So wurde schwangeren Frauen, ein Medikament gegen Übelkeit verschrieben. Den meisten ging es nach dessen Einnahme tatsächlich besser. Auch jenen, die ein Brechmittel bekamen. In einer anderen Studie konnte der Blutdruck aller Testpersonen gesenkt werden - nur dass ein Teil von ihnen ein Medikament einnahm, das den Blutdruck eigentlich erhöht... Das wird nur noch übertroffen von einer, von Paul Watzlawick8 berichteten, Begebenheit in einem österreichischen Landeskrankenhaus, Anfang des letzten Jahrhunderts: Dort liegt ein schwerkranker Mann im Sterben und die behandelnden Ärzte haben ihm wahrheitsgemäß mitgeteilt, dass sie seine Krankheit nicht diagnostizieren können und ihm daher nicht helfen können. Sie haben ihm ferner gesagt, dass ein berühmter Diagnostiker das Spital in den nächsten Tagen besuchen und vielleicht imstande sein wird, die Krankheit zu erkennen. Ein paar Tage später kommt der Spezialist wirklich an und macht seine Runde. Am Bett des Kranken angekommen, wirft er nur einen flüchtigen Blick auf ihn, murmelt 'moribundus'* und geht weiter. Einige Jahre später sucht der Mann den Spezialisten auf und sagt ihm: "Ich wollte Ihnen schon längst für Ihre Diagnose danken. Die Ärzte sagten mir, dass ich Aussicht hätte, mit dem Leben davonzukommen, wenn Sie meine Krankheit diagnostizieren könnten, und im Augenblick, da Sie 'moribundus' sagten, wusste ich, dass ich es schaffen werde." *) 'moribundus' bedeutet: dem Tode geweiht… Natürlich finden wir den Placebo-Effekt auch in Coachings und Psychotherapien. Ein Klient, der von der Wirksamkeit einer Intervention überzeugt ist, erzielt deutlich schneller Fortschritte in der Therapie. Und (!) ein von seinen Methoden überzeugter Therapeut, hat bei seinen Klienten ebenfalls einen schnelleren Therapieerfolg. Diesen Effekt bezeichnen einige Autoren als curabo effect ("Ich werde heilen"). Mehr über Wirkfaktoren in Coaching & Therapie erfährst du in unserem nächsten Artikel und in unserer Coaching-Ausbildung. Quellen: Publikation im New England Journal of Medicine (2016; doi: 10.1056/NEJMoa1610384) und https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/71163/Migraene-Placebos-in-Vergleichsstudie-bei-Kindern-mit-ausgezeichneter-Wirkung Die Farbe des Medikaments - https://www.netdoktor.de/medikamente/medikamenten-farbe https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57061/Meniskusschaden-Arthroskopische-Operation-in-Studie-oft-ohne-Vorteil „A Controlled Trial of Arthroscopic Surgery for Osteoarthritis of the Knee“ von J.Bruce Moseley, M.D., Kimberley O‘ Malley et al. von 2002https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa013259 Scheinmedikamente: Wie Placebos wirken - https://www.spektrum.de/news/wie-placebos-wirken/1537269 Scheinmedikamente: Wie Placebos wirken - https://www.spektrum.de/news/wie-placebos-wirken/1537269 https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-51522012/scheinmedikament-mit-echter-wirkung Münchhausens Zopf (1988) - Paul Watzlawick
26.10.2018 - 12:38:16
https://nlp-zentrum-berlin.de/infothek/nlp-psychologie-blog/item/der-placebo-eff ...
 
Der Placebo-Effekt II
Vom Schein zum Sein Im vorigen Artikel haben wir das Thema Placebo aus verschiedenen Blickwinkeln, vor allem in Bezug auf Schmerzlinderung betrachtet und dabei gesehen, dass Konditionierung und Wirksamkeitserwartung wichtige Komponenten bei Heilungsprozessen sind. Heute wollen wir schauen, wie die Erkenntnisse der Placeboforschung für Coaching und Psychotherapie genutzt werden können und natürlich werden wir wieder einige interessante Experimente vorstellen.Konditionierung und Erwartung Der Placeboeffekt bezieht sich auf Stoffe (z.B. Medikamente, Drogen) und Maßnahmen (z.B. Übungen, Operationen, Psychotherapie), die an sich unwirksam sind und durch den Placeboeffekt wirksam werden, die an sich wirksam sind und durch den Placeboeffekt in ihrer Wirksamkeit verstärkt werden. In der Forschung gelten als wesentliche Einflussfaktoren für Placeboreaktionen, bewusste oder unbewusste Erwartung (expectancy) Konditionierung (conditioning). Eine bewusste oder unbewusste Erwartungshaltung oder Erfahrung, kann also die Wirksamkeit eines Stoffes oder einer Maßnahme maßgeblich erhöhen. Wer den Placeboeffekt nicht nutzt, ist ein schlechter Therapeut In einem Interview des Bundesministerums für Bildung und Forschung mit Dr. Ulrike Bingel1 wird die Bandbreite des Placeboeffekts beschrieben. Je nach Erkrankung sprechen etwa 20-90% der Patienten auf wirkstofffreie Medikamente an. Und natürlich wird auch die pharmakologische Wirkung von Medikamenten durch den Placebo-Effekt verstärkt. Voraussetzung ist, dass die Erwartungshaltung zur Linderung des Schmerzes vom Patienten positiv ist, d.h. der Patient vertraut dem Arzt und ist von der Wirksamkeit seiner Therapie überzeugt. Durch Erklären der Wirkung des Medikaments, dass es z.B. gegen Schmerz oder Übelkeit hilft, wird die positive Erwartungshaltung unterstützt. Die Erwartungshaltung kann aber auch durch einen Lernprozess entstehen. Wenn bei Kopfschmerzen Aspirin bereits einige Male geholfen hat, kann es sein, dass ein Placebo als Aspirin verkleidet, beim nächsten Mal die schmerzlindernde Aufgabe übernimmt. Wer in einer Placebogruppe ist, hat nicht immer Nachteile, denn manchmal ist die Wirkung des Placebos sogar besser als die „echte“ Behandlung, da es oft keine Nebenwirkungen hat. So bei einer US-Studie zu Herz OP’s an Patienten, die an einer Verengung der Herzkranzgefäße litten. 100% der Scheinoperierten ging es nach der OP besser als vorher - von den tatsächlich operierten berichteten nur 76% von einer Besserung. Und auch über Knie OP’s hatten wir bereits berichtet. Placebo, der Alleskönner Der schmerzlindernde Effekt der Placebos wird meist über endogene Opiate erzeugt. Bei Menschen mit Parkinsonerkrankung können Placebos wieder zu vermehrter Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin führen. Selbst wiederkehrende Bauchbeschwerden aufgrund von Verwachsungen können sich zurückbilden, wenn der Chirurg die Bauchdecke nur kurz öffnet, ohne die Verwachsungen zu lösen. Und man kann von alkoholfreiem Bier betrunken werden, wenn niemand einem sagt, dass kein Alkohol drin ist. Je jünger, je leichter Die Zulassung von Arzneien für Kinder ist zum Teil sehr schwierig, da Kinder oft suggestibler sind und stärker auf Placebos ansprechen. Bei Migräne wurde beispielsweise ein ausgeprägter Placebo-Effekt bei Kindern nachgewiesen. Deswegen gibt es auch kein Migränemittel für Kinder auf dem Markt – Placebos helfen einfach genauso gut. Insbesondere bei kleinen Kindern helfen gegen Schmerzen die altbewährten Hausmittel und Methoden: Pusten und schöne, bunte Pflaster. Doch müsste man eigentlich nicht sagen je jünger, je leichter sondern je suggestibler, je leichter! Daraus leitet sich ab, dass Coaches und Therapeuten sich in ihrer Arbeit mit sehr suggestiblen Klienten unbedingt vom Placeboeffekt unterstützen lassen sollten. Überzeugung überzeugt Zwei Psychologen, Prof. Ulrich Weger von der Universität Witten/Herdecke und Dr. Stephen Loughnan von der Universität Melbourne gingen der Frage nach, ob jemand bessere Ergebnisse zeigt, wenn er von seiner Leistungsfähigkeit überzeugt ist2. Hierfür wurden in einem interessanten Placeboversuch 40 Versuchspersonen in 2 Gruppen eingeteilt. Beiden Gruppen wurde gesagt, dass der Zweck der Studie wäre, die Rolle von Aufmerksamkeit bei Wissenstests zu untersuchen. Der Test bestand aus 20 Multiple Choice Fragen, die nacheinander an eine Wand projiziert wurden. Einer Gruppe wurde vor dem Test gesagt, dass die Ergebnisse jeder Frage, für wenige Millisekunden vor der Frage, angezeigt würden – allerdings so kurz, dass sie nur unterbewusst erfasst werden kann. Diese Gruppe trainierte daraufhin diese Art der unbewussten Aufnahme von Informationen, bis sie dies mit gutem Erfolg absolvierten. Der anderen Gruppe sagte man, dass vor jeder Frage kurz ein Lichtblitz zur Aufmerksamkeitssteuerung projiziert würde. In Wirklichkeit wurde in beiden Gruppen der gleiche sinnlose Wortsalat für wenige Millisekunden vor jeder Frage angezeigt. Im folgenden Wissenstest lieferten die „trainierten“ Teilnehmer durchschnittlich 98,5% richtige Ergebnisse, die andere Hälfte kam auf durchschnittlich 83,7% richtige Lösungen. Das Wissen selbst war ja nicht trainiert worden, lediglich der Glaube an die eigenen Fähigkeiten (die dann ja nicht mal genutzt werden konnten). Die Vorbereitung scheint implizit lähmende Ängste durch Zuversicht ersetzt zu haben. Denn es wurde nicht das Wissen trainiert, jedoch wurde das Gefühl von Unterstützung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt. Es liegt die Vermutung nahe, dass diese Personen vorhandenes Wissen besser abrufen konnten und sich dadurch die Leistung tatsächlich verbesserte. Aufklärung wirkt Der Therapeut oder Coach stärkt beim Klienten die, für den Placebo-Effekt so wichtige, positive Erwartungshaltung. Er sollte daher unbedingt die positive Wirkung eines Medikaments oder einer Maßnahme erklären, damit sich der Placebo-Effekt entfalten kann. Ein wortlos verordnetes Placebo wirkt bekanntermaßen deutlich schwächer, als eines, welches empathisch mit einer sachten Berührung und den Worten „das wird Ihnen sicher helfen“, überreicht wird. Noch deutlicher wird es, wenn ein Klient gar nicht von einer Behandlung informiert wird. So ist die Wirkung von Morphium deutlich geringer, wenn es einem Patienten ohne sein Wissen gespritzt wird3. Und hier noch das Ergebnis einer Studie der Universität Southhampton zum Thema Arzt-Patient-Gespräch. Sagte der Arzt, nach einer Untersuchung: „Ich weiß nicht, was ihnen fehlt!“ fühlten sich bereits 39% der Patienten besser (!) „In ein paar Tagen wird es ihnen wieder bessergehen!“ ging es sogar 64% besser Selbst dann, wenn er sonst nichts machte. Was der Therapeut sieht, findet auch der Klient In Coaching und Therapie kann man sich einen interessanten Aspekt zunutze machen. Klienten neigen nämlich dazu, in sich selber das zu finden, was der Coach oder Therapeut in ihnen sieht. Sieht also der Coach in seinem Coachee, einen Menschen, der seinem Ziel schon ein gutes Stück nähergekommen ist, wird sich auch der Coachee eher so erleben. Viktor Frankl fasste diesen Effekt einmal so zusammen: „Wer im Anderen das sieht, was er ist, macht ihn kleiner. Wer in ihm das sieht, was er sein kann, hilft ihm der zu werden, der er ist!“ Interesse heilt Allein das Interesse des Therapeuten am Klienten hat einen starken heilenden Effekt. Beispielsweise erleben Studienteilnehmer oft bereits vor Studienbeginn eine Reduktion ihrer Symptome - allein aufgrund der Betreuung und Vorbereitungen. Und der Erfolg einer stationären Placebobehandlung bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn fiel umso höher aus, je mehr Visiten der Ärzte stattfanden. Hypnose – Wenn Placebos Wirklichkeit werden Einen weiteren sehr wichtigen Aspekt möchten wir noch erwähnen. Ein Placebo wirkt umso stärker, wenn es bereits positive Erfahrungen (Referenzerfahrungen) zu dem Thema gab. Im Rahmen einer hypnotherapeutischen Sitzung kann der Klient zum Beispiel in einer Trance, unter Umgehung kognitiver Abwehr oder Rationalisierung erleben, wie er eine herausfordernde Situation meistert. In dieser Trance verschafft er sich damit eine Referenzerfahrung für erfolgreiches Handeln. Auf die sein Unterbewusstsein in der Folgezeit zurückgreifen kann, ganz nach dem Motto: „Ich weiß ja, dass ich es kann, schließlich habe ich es schon mal erlebt.“ Das macht diese Form der Therapie so erfolgreich, selbst in sonst ausweglos erscheinenden Fällen. Und zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen inzwischen die Wirksamkeit der Hypnosetherapie. Mehr zu Hypnose und den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten erfährst du in unserer Hypnose-Ausbildung. Fazit Die Erwartung eines positiven Behandlungseffekts setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die von Coaches oder Therapeuten maßgeblich beeinflusst werden. Der Placeboeffekt - bestehend aus Erwartung und Konditionierung -  kann gesteigert werden, indem der Therapeut signalisiert „du bist mir wichtig“ (die Therapeuten-Klienten-Beziehung, menschliche Zuwendung) der Therapeut seine Therapie auf den Klienten ausrichtet (ich werde verstanden und mein Symptom wird verstanden) der Therapeut kompetent erscheint (z.B. wirkt ein weißer Kittel bei Ärzten besser als Jeans, dieser Effekt nimmt jedoch zusehends ab) der Therapeut positiv über die Behandlung denkt und spricht (Therapeutenerwartung überträgt sich auf Klientenerwartung) die Angehörigen von der Behandlungswirksamkeit überzeugt sind (Überzeugung wichtiger Menschen überträgt sich auf Klientenerwartung) bestehende Befürchtungen durch Aufklärung reduziert werden (Reduktion des Noceboeffektes – Beschreibung im nächsten Artikel) die Beobachtung eines Behandlungserfolgs bei anderen Menschen (z.B. durch Testimonials) positive Referenzerfahrungen genutzt werden (Mittel, Menschen, Orte, Methoden… Das, was schon mal geholfen hat, hilft vielleicht wieder) Natürlich sind Menschen verschieden und die einen vertrauen eher dem einfühlsamen, verständnisvollen Behandler, der sich viel Zeit nimmt und die Therapie im Detail bespricht. Für andere sind kurze, klare Ansagen passender („Wir machen das und das wird helfen.“). Doch dies ist das WIE (die Art der Darreichung), das WAS (die oben genannten Punkte) bleibt bestehen. Zweifler sind Nocebos, die schlecht gelaunten Verwandten des Placebos – doch darum geht es im nächsten Artikel. Bis dahin alles Gute!Dein NLP Zentrum Berlin Quellen: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/ohne-placebo-effekt-wirkt-morphium-viel-schwacher-3312.php; 17.10. 12:11 Rapid communication: Mobilizing unused resources: Using the placebo concept to enhance cognitive performance von Ulrich W. Weger, Stephen Loughnan (http://journals.sagepub.com/doi/10.1080/17470218.2012.751117) https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-51522012/scheinmedikament-mit-echter-wirkung/ Weiterführendes: Buch „Du bist das Placebo – Bewusstsein wird Materie“ von Joe Dispenza
26.10.2018 - 12:38:16
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Wie du deine Kreativität steigerst
Einfache und umsetzbare Strategien für neues, kreatives Denken Kreativität ist die Fähigkeit aus Bestehendem, etwas Neues zu erschaffen, sei es ein Gedanke, eine Handlung oder etwas Stoffliches. Kreativität nutzen wir jeden Tag, um Lösungen zu finden, Dinge zu gestalten und Neues zu erschaffen. Jeder hat in Berufsleben und Alltag Aufgaben zu bewältigen, die seine Kreativität fordern. Doch es gibt Momente, in denen uns einfach nichts einfällt. Der Kopf ist leer, es entstehen keine mentalen Bilder, keine innere Stimme flüstert uns innovative Einfälle zu. Oftmals nehmen wir dies einfach hin und verschieben die Aufgabe auf später. Doch es gibt Möglichkeiten unsere Kreativität zu fördern. Auch im NLP gibt es sehr wirksame Techniken für Kreativität, doch dazu kommen wir in dem nächsten Blogartikel. In diesem Blogartikel wollen wir einfach umsetzbare und wissenschaftlich belegte Strategien aufzeigen... Wenn wir kreativ sind, erschaffen wir etwas, das neuartig, originell und nützlich ist. Dabei kann der kreative Einfall noch nie da gewesen sein; es ist aber auch kreativ, etwas Vorhandenes durch neue Aspekte und Ideen zu erweitern. Kreativität beschränkt sich nicht auf den künstlerischen Bereich, sondern findet in den verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereichen Anwendung. Und zu jeder Zeit können wir unseren kreativen Geist durch ganz einfache Dinge stärken. Bewegung fördert die Kreativität Dass Bewegung gesund ist und positiv zu unserem Wohlbefinden beiträgt, ist weithin bekannt. 2014 untersuchten Forscher welche Auswirkungen Laufen auf kreatives Denken hat1. In einem Experiment ließen sie die Teilnehmer im Sitzen Kreativitätstest absolvieren. Anschließend wurden die Teilnehmer auf ein Laufband geschickt. In einem selbst gewählten Tempo absolvierten sie erneut die Kreativitätstests. Das Ergebnis ist beeindruckend: In Bewegung konnten die Teilnehmer ihre Testergebnisse um bis zu 80 % verbessern. Konvergentes und Divergentes Denken Interessant ist hierbei, dass die Ergebnisse insbesondere beim Test des divergenten Denkens deutlich gesteigert waren. Auf konvergentes Denken hatte Bewegung nur einen positiven Einfluss von etwa 20 %. Unter divergentem Denken versteht man offene, unsystematische und ausstreuende Gedankengänge, die in einem Kreativitätsprozess in der Regel am Anfang stehen. Divergentes Denken ist Brainstorming ohne rationale Einwände, das Finden innovativer Ideen und das Einnehmen neuer Sichtweisen und Perspektiven. Konvergentes Denken sollte sinnvollerweise am Ende eines Kreativitätsprozesses eingesetzt werden. Hier werden mithilfe einer rationalen, überprüfenden und lösungsorientierten Denkweise die gesammelten Einfälle und Ideen ausgewählt und auf Umsetzbarkeit geprüft. Auch nach der Bewegung ist die Kreativität gesteigert Vermutlich haben nicht alle die Möglichkeit ein Laufband in ihr Büro zu stellen. Und auch Brainstorm-Meetings können nicht immer im Laufen abgehalten werden. Das ist aber auch nicht notwendig: Denn in weiteren Experimenten fanden die Forscher heraus, dass die Kreativität auch nach vorangegangener Bewegung weiterhin erhöht ist. Sie teilten die Teilnehmer dafür in drei Gruppen ein. Die erste Gruppe absolvierte beide Kreativitätstests im Sitzen. Die zweite Gruppe saß zuerst und lief während dem zweiten Test auf dem Laufband oder draußen. Die dritte Gruppe bewegte sich zuerst und saß für den zweiten Test. Die Ergebnisse sind eindeutig. Die Gruppe, die für beide Tests saß, hatte die schlechtesten Ergebnisse. Die Gruppe, die sich beim zweiten Test bewegte, konnte ihre Ergebnisse deutlich verbessern. Aber auch die dritte Gruppe erzielte sehr gute Ergebnisse im Sitzen nach vorheriger Bewegung. Auch wenn die Kreativität durch das Sitzen wieder etwas abnahm, waren die Ergebnisse doch signifikant besser als bei der Gruppe, die sich gar nicht bewegt hatte. Es reicht also schon aus, wenn du dich beispielsweise kreativen Aufgaben im Anschluss an einen kleinen Spaziergang widmest oder vor dem Meeting noch eine Runde um den Block drehst. Eine dynamische Umgebung regt an Die Forscher hatten in zwei Experimenten gezeigt, dass Laufen dafür sorgt, kreativer zu sein. Da stellt sich die Frage, welche Umgebung für mehr Kreativität sorgt: Indoor oder Outdoor? Hierfür überlegten sich die Forscher ein viertes, spannendes Experiment. Dabei saßen die Teilnehmer entweder in einem Raum oder in einem Rollstuhl, der draußen geschoben wurde oder sie liefen Indoor auf einem Laufband oder gingen draußen spazieren. (Interessanterweise stellten die Forscher auch fest, dass Bewegung die Redseligkeit erhöht, insbesondere Bewegung unter freiem Himmel. Redseligkeit führt zwar nicht automatisch zu einer erhöhten Kreativität, kann aber beispielsweise beim Brainstorming sehr nützlich sein.) Insgesamt zeigte das Experiment, dass Laufen, sowohl Indoor als auch Outdoor, die Kreativität deutlich steigert. Die besten Ergebnisse erreichte die Gruppe, die draußen lief. Aber auch die Teilnehmer, die im Rollstuhl draußen geschoben wurden, waren deutlich kreativer, als die Teilnehmer, die in einem geschlossenen Raum saßen. Andere Studien2 haben gezeigt, dass ein Aufenthalt in der Natur einen positiven Effekt auf unsere Kreativität hat. In der vorgestellten Studie wirkte jedoch auch eine städtische Umgebung fördernd auf die Kreativität. Es scheint also auszureichen, wenn eine dynamische Umgebung unsere Gedanken anregt. Am besten gehst du zum Brainstormen also raus auf einen Spaziergang, egal ob durch die Stadt oder in der Natur. Fast jedes Handy hat zum Beispiel heutzutage eine Diktierfunktion, die sich für Ideenfindungsprozesse im Laufen bestens eignet. Zeitdruck schadet kreativen Denkprozessen Bewegung und eine dynamische Umgebung helfen dabei kreativ zu sein. Aber was stört kreative Prozesse? Ein Beispiel für eine Kreativitätsblockade ist Zeitdruck. Kreativitätsprozesse sind komplexe kognitive Vorgänge, die Zeit brauchen und sich nicht unter Druck setzen lassen. In einer umfangreichen Studie in Amerika wurden über 9000 Tagesprotokolle von Arbeitnehmern analysiert um herauszufinden, wie Zeitdruck erlebt wird und welche Auswirkungen er auf kreatives Denken hat3. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass Zeitdruck der Kreativität schadet. Sogar nachdem der Zeitdruck abgenommen hat, braucht es eine Zeit, bis kreatives Denken wieder auf hohem Level möglich ist. Zeitdruck und Stress sollten also grundsätzlich vermieden werden. Die innere Haltung ist entscheidend Auch wenn wir nicht immer verhindern können unter Zeitdruck zu stehen, sind wir diesem Faktor nicht hilflos ausgeliefert. Reserviere dir einen festen Zeitraum, in dem du dich deiner Aufgabe widmen kannst. Vermeide Unterbrechungen und Ablenkungen, denn sie stören kreative Denkprozesse nachweislich. Nimm dir zu Beginn einige Minuten Zeit, um deine Aufgabe zu durchdenken, vorhandenes Material zu studieren und dich spielerisch und frei dem Thema zu nähern. Exploratives Verhalten unterstützt kreative Denkprozesse. Denn nur wenn du hilfreiche Konzepte, Themen und Fakten kennst, kannst du diese neu verknüpfen. Achte außerdem auf deine innere Haltung, mit der du die Aufgabe bearbeitest. Wenn du das Gefühl hast, dich im Hamsterrad abzustrampeln oder auf Autopilot alles abarbeitest, wird diese Haltung deine Kreativität dämpfen. Die Analyse der Tagesprotokolle hat ergeben, dass es am effektivsten ist, wenn wir uns in einen Entdecker-Modus versetzen. Ist der Zeitdruck gering, stell dir vor du bist auf einer Expedition, um neue Ideen zu generieren und explorieren. In diesem Modus ist es förderlicher alleine oder zu zweit zu arbeiten, als in einer großen Gruppe. Lenke deinen Fokus nicht darauf Probleme zu lösen, sondern Neues zu entdecken. Wenn der Zeitdruck bereits sehr hoch ist, dann stell dir vor, du bist auf einer wichtigen Mission. Deine Arbeit ist so wichtig, dass die Dringlichkeit berechtigt ist und du dich positiv herausgefordert fühlst. Das Ziel der Mission ist es gleichermaßen Probleme zu lösen, als auch neue Ideen zu entwickeln. Mache deine Aufgabe innerlich zu einer Herausforderung, die du bewältigen kannst und willst. Strategien für kreatives Denken Zum Abschluss fassen wir alle Möglichkeiten deine Kreativität zu steigern, noch einmal für dich zusammen: Gehe spazieren, bevor oder während du kreativ sein möchtest. Suche dir eine dynamische (abwechslungsreiche) Umgebung. Vermeide Zeitdruck, denn er hemmt deine Kreativität auch langfristig. Reserviere dir einen festen Zeitraum für deine Aufgabe. Vermeide Unterbrechungen und Ablenkungen. Arbeite alleine oder zu zweit, nicht in zu großen Gruppen. Überprüfe deine innere Haltung und gehe bewusst in einen Entdeckungs- oder Missionsmodus. Nimm dir Zeit, dich der Aufgabe explorativ und spielerisch zu nähern. Nimm dir Zeit, neue Konzepte zu entdecken und Dinge kennen zu lernen, die nützlich sein könnten. Sammle zuerst ungefiltert alle Ideen und Einfälle und überlege danach, wie man diese umsetzen könnte und überprüfe dann die Pläne kritisch. Wir wünschen dir viele Ideen und Erfolg!Quellen: 1. Marily Oppezzo und Daniel L. Schwartz. "Give your ideas some legs: The positive effect of walking on creative thinking." Journal of experimental psychology: learning, memory, and cognition 40.4 (2014): 1142. 2. Ruth Ann Atchley, David L. Strayer und Paul Atchley. "Creativity in the wild: Improving creative reasoning through immersion in natural settings." PloS one 7.12 (2012): e51474. 3. Teresa M. Amabile, Constance N. Hadley und Steven J. Kramer. "Creativity under the gun." Harvard business review 80 (2002): 52-63.
23.03.2018 - 13:39:05
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Das Armband, das dein Leben verändern kann
Was wäre wenn: A Complaint Free World bzw. eine Welt ohne Beschwerden „Sich zu beklagen, ist wie schlechter Atem. Wir bemerken ihn, wenn er aus dem Mund eines anderen kommt, aber wir bemerken ihn nicht, wenn er aus unserem eigenen Mund kommt.“- Will Bowen Will Bowen war Pfarrer einer kleinen Gemeinde in Kansas City. Er hatte sich in seiner Gemeindearbeit viel mit dem Thema "Anziehen von Erfahrungen durch Gedankenfokussierung" beschäftigt. Eines Tages nahm er wahr, wie viele Menschen sich jeden Tag beklagen, sich selbst abwerten und über Andere lästern. Ihm wurde klar: Beschwerden ziehen niemals das an, was man haben will – sie ziehen das an, worüber man sich beklagt. Aber gerade das mache nicht glücklich. Ihm wurde klar, dass, wenn es mit dem das-bekommen-auf-was-man-sich-fokussiert stimmt, es mit seiner Gemeinde gar nicht gut aussieht – und nicht nur mit seiner Gemeinde. So startete er Mitte 2006 das Projekt „A Complaint Free World“... „Schlecht reden ist Ohrenverschmutzung!“ – Will Bowen Er wollte etwas tun, um Menschen dabei zu helfen, sich umzufokussieren und einen neuen Blick einzunehmen. Sich zu beklagen, nützt nicht nur niemandem – es schadet vielmehr! Auch wenn es sich oft für den Klagenden gut anfühlen mag. Meist ändert man beim Meckern nicht nur nichts, sondern man fokussiert auch noch auf das, was man nicht haben möchte - statt auf das zu fokussieren, was man haben möchte und es anzugehen.Und damit schadet man drei Beteiligten: Denjenigen, über den man sich beklagt und diejenigen, die es hören, und sich selbst. Auf Dauer schwächt Meckern und Beklagen – erfolgreiches Handeln dagegen stärkt Menschen. Der Plan Mitte 2006 hat sich Will Bowen mit seinen Mitarbeitern folgende einfache 21 Tage Challenge überlegt. Dazu brauchst du ein einfach zu wechselndes Armband (z.B. eines aus Silikon). Beginne damit, das Armband an einem Handgelenk zu tragen. Sobald du dich dabei ertappst, dass du dich beklagst, beschwerst, jammerst, tratschst oder jemanden kritisierst, streife das Armband über das andere Handgelenk. (Dabei zählt nur das, was ausgesprochen wird was gedacht wird, bleibt unberücksichtigt. Allerdings wirst du feststellen, wie dein Denken im Zuge dieses Prozesses positiver wird.) Das Ziel ist es, das Armband 21 Tage in Folge am gleichen Handgelenk zu tragen. Im Durchschnitt dauert es vier bis acht Monate, bis man es auf 21 Tage in Folge ohne einen Wechsel des Handgelenks bringt. Zu Beginn geschieht es oft, dass man das Armband 40 Mal oder noch öfter am Tag wechselt. Halte durch. Es lohnt sich! Du wirst merken, dass im Verlauf dieses Prozesses nicht nur deine gesprochenen, sondern auch deine gedanklichen Klagen und Beschwerden weniger werden. Wenn du dich weniger auf Probleme konzentrierst, sondern auf das, was du willst, wirst du feststellen, dass du dich besser fühlst, mehr bewirkst und anderen Menschen gegenüber positiver erscheinst! Eine Kampagne, die die Welt verändert hat Übrigens: Bereits nach sieben Monaten hatten 750.000 (!) Menschen das Armband bestellt und bis heute sind es über 11 Millionen. Und da sind nur die gezählt, die das Armband bestellt haben – und nicht all die, die die Challenge mit ihrem eigenen Armband gemacht haben (wie unsere Practitioner-Teilnehmer, die von uns ein Change It-Armband bekommen und selber die Challenge machen). Rechnen wir mal: Wenn wir nur 10 Millionen Menschen nehmen, die die Complaint Free World Kampagne bisher gemacht haben und wir von 40x sich beklagen pro Tag ausgehen, dann sind das 10.000.000 * 365 * 40 = 146.000.000.000 weniger Klagen in der Welt pro Jahr! 146.000.000.000-mal weniger Ohrenverschmutzung im Jahr und ungünstige Fokussierungen. Das ist lebensverändernd – eine leise Kampagne mit großer Wirkung! "Du bist heute da, wo deine Gedanken dich hingebracht haben – und du wirst morgen da sein, wo dein Gedanken dich hinbringen werden." - James Allen Manche werden vielleicht einwenden, ob man denn jetzt gar nichts mehr sagen kann und sich mit allem abfinden soll!? Nichts könnte verkehrter sein und so ist das Gegenteil der Fall. Etwas zu verändern ist gut; wenn du also etwas ändern möchtest, dann mache es! Aber rede nicht schlecht über das, was ist, mit anderen – sondern verändere etwas. So wie Will Bowen!Wenn du mit deinem Kollegen, Partner oder Nachbarn nicht zufrieden bist, dann sprich mit ihm darüber, aber nicht über ihn und nicht in Vorwürfen – und vielleicht liegt es ja auch bei dir, etwas zu verändern. Oft genug sehen wir in anderen etwas, das wir bei uns selbst ablehnen. Variationen Variante mit anderen Themen Natürlich kannst du das Armband nicht nur gegen beklagen, beschweren, jammern, tratschen, selbstabwerten oder meckern verwenden. Jedes gewohnheitsmäßige Verhalten, das du ändern möchtest, ist geeignet. Sei es ein bestimmtes Wort, wie z.B. das „Äähh“, das du nicht mehr sagen willst, oder Sätze, wie „Ich bin nicht verantwortlich...“ oder Handlungen, die du gern mehr machen möchtest, wie zum Beispiel mindestens zwei ehrliche Komplimente am Tag, dann wechsle, wenn du an einem Tag keine zwei Komplimente gemacht hast. Variante mit mehreren Farben Wenn es für dich schwierig ist, dich 21 Tage lang daran zu erinnern, wann du das letzte Mal das Armband gewechselt hast, arbeite am besten mit verschiedenen Armbändern, zum Beispiel: Woche 1 - ein rotes, Woche 2 - ein gelbes und Woche 3 – ein grünes Armband. Ich könnte noch vieles hierzu schreiben, aber ich möchte dir lieber das folgende hervorragende Video (85 Minuten auf Englisch) von Will Bowen empfehlen: Ich hoffe, ich konnte dein Interesse für das 21 Tage Programm A Complaint Free World wecken.
08.01.2018 - 14:20:45
https://nlp-zentrum-berlin.de/infothek/nlp-psychologie-blog/item/change-it-leben ...
 
Erfolgreich mit Gewohnheiten
Neurobiologische Mechanismen nutzen In den letzten Artikeln ging es um Ziele und immer wieder tauchte das Thema Gewohnheiten auf. Denn um Ziele zu erreichen, benötigen wir Gewohnheiten und deswegen beschäftigt sich dieser Artikel mit Gewohnheiten. Die Kraft unserer Gewohnheiten erleben wir täglich, wenn es um unser Verhalten, unsere Denkmuster und Gefühle geht. Denn es ist so einfach, den eigenen Gewohnheiten nachzugehen. Kaum hat man sich versehen, schon sitzt man vor dem Fernseher - mit einer halbleeren Chipstüte oder Kekspackung in der Hand. Dabei hat man sich eigentlich was anderes für den Abend vorgenommen. Oder anders herum: Schon wieder war man vor dem Weg ins Büro eine Runde Joggen – zu Anfang war es noch anstrengend, aber seit ein paar Monaten geht es wie von allein… Bekannte Situation? Und genau darum geht es diesmal. Wie man die Kraft der Gewohnheiten nutzen kann, für mehr Erfolg, Gesundheit, Glück.... Und konkret, wie du neue Gewohnheiten etablierst und alte, nicht nützliche Gewohnheiten in Vergessenheit geraten lassen kannst.  Gewohnheiten sind Routinen, die unser Leben vereinfachen Gewohnheiten sind Handlungen, Gefühle oder Gedanken, die so oft wiederholt wurden, dass sie zur Routine wurden. Diese Routine läuft ab einem Punkt ohne bewusstes Steuern und ganz automatisch ab. Der Autopilot übernimmt. So muss sich z.B. niemand jeden Abend fragen, wie Zähneputzen geht. Man nimmt die Zahnbürste in die Hand und schon geht es los. Das ist eine Verhaltensgewohnheit. Wenn man jedes Mal fröhlich wird, wenn man an seinem Lieblingscafé vorbeigeht, ist es eine Gefühlsgewohnheit. Und dass man, wenn man einen Fehler macht, immer nach etwas sucht, was man daraus lernen kann? Das ist eine Denkgewohnheit. Alle drei geschehen wie von selbst. Das Gehirn liebt Gewohnheiten. Es ist stets, bestrebt neue Denk- und Verhaltensweisen zu automatisieren und alte zu erhalten. Insbesondere für das Handeln macht es das, indem es Routinen in dem Gehirnareal Basalganglien abspeichert. Was in den Basalganglien gelandet ist, kann einfach wieder abgerufen werden. So bleibt das Gehirn effizient und es wird Kraft für Wichtigeres aufgespart. Genau wie das Gehirn entscheiden sich manche Menschen dafür, die unwichtigen Dinge zu routinieren, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. So hat Barack Obama als er noch Präsident war, nur graue und blaue Anzüge getragen. Er meinte diesbezüglich: „Ich will mich nicht entscheiden, was ich anziehe oder esse, weil ich zu viele andere Entscheidungen treffen muss.“ Das „denkt“ sich unser Gehirn auch und macht es sich einfacher, indem es Gewohnheiten bildet. Wie funktioniert das Abrufen der Routinen aus den Basalganglien? Eine Gewohnheit startet immer mit einem Auslösereiz, z.B. dem Bild des Cafés, das man sehr mag. Oder, vor dem Schlafengehen, die Zahnbürste in die Hand nehmen. In einem kurzen Moment prüft das Gehirn, ob es eine passende Routine zu dem gerade empfangenen Reiz gibt, und, wenn ja, entscheidet es sich dafür, eine bestimmte Denk-, Gefühls- oder Verhaltensweise auszuführen. Nachdem die Routine abgelaufen ist, wird das Belohnungszentrum aktiviert. Jedes Mal, wenn man eine Gewohnheit ausführt (z.B. Zähne putzen), schüttet das Gehirn einen Spritzer Glückshormone aus. Genauer gesagt ist es eine Mischung aus Serotonin und körpereigenen Opioiden. Grundsätzlich sind diese Stoffe in einer bestimmten Dosis im Körper vorhanden und sorgen dafür, dass Menschen gute Laune, gesunde Stressresilienz und erholsamen Schlaf haben. Sie werden bekanntlich auch ausgeschüttet, wenn man Sport treibt. Dieselben Stoffe nutzt das Gehirn aber auch, um uns zu belohnen, wenn wir unsere Gewohnheiten befolgen. Neue Gewohnheiten bilden Diese Vorgehensweise ist sehr vorteilhaft, um gute Gewohnheiten zu behalten. Außerdem hilft das Wissen, wie das Gehirn Routinen abspeichert, dabei zu verstehen, wie man neue Gewohnheiten bilden kann. In den letzten Artikeln zum Thema Ziele erreichen, haben wir bereits besprochen, wie man regelmäßiges Joggen zu einer automatisch startenden Routine entwickeln kann. Eine hervorragende Methode einfach Gewohnheiten zu bilden, ist das Verknüpfen der neuen Handlung mit bereits bestehenden Gewohnheiten oder regelmäßig auftretenden Reizen.Nehmen wir an, du möchtest abends regelmäßig Gitarre spielen und gehen wir Schritt für Schritt die Maßnahmen zu diesem Ziel durch. Finde einen Auslösereiz, um mit einer Gewohnheit zu starten Überlege dir als Erstes, was dein Auslösereiz sein soll. Stelle dir z.B. vor, dass du nach Hause gekommen bist. Dann hast du zu Abend gegessen. Nun möchtest du dich entspannen und setzt dich auf die Couch. Wir nehmen mal an, dass dir Gitarre spielen ein Gefühl der Entspannung verschafft. Daher würde der Moment, in dem du dich auf die Couch setzt und dir Entspannung wünschst, sich als Auslösereiz anbieten. Mach’s dir einfach - die 20-Sekunden-Regel Damit du es einfacher hast eine neue Gewohnheit zu etablieren, lohnt es sich die 20-Sekunden-Regel auszuprobieren. Die Zeit zwischen dem Auslösereiz und der Tätigkeiten, die dir die gewünschte Entspannung verschafft sollte 20 Sekunden nicht übersteigen. Es ist also förderlich, wenn du nicht erst in ein anderes Zimmer gehen musst, um deine Gitarre zu holen. Wenn du gerade dabei bist Gitarre spielen zu einer Gewohnheit zu machen, sollte sie am besten direkt neben der Couch stehen. Dann bist du bereits innerhalb von 5 Sekunden in der Lage das Musikinstrument zu greifen und anzufangen zu spielen. Für die Gewohnheit Sport zu machen, gilt analog: Eine fertig gepackte Sporttasche neben der Tür :-) Belohne dich jedes Mal, um die Gewohnheit zu etablieren Wenn du mit dem Gitarre spielen fertig bist, ist es hilfreich auf das Gefühl der Entspannung zu achten. Denn das ist deine Motivation, um die Gewohnheit zu etablieren. Außerdem erzeugt es einen positiven Effekt, den dein Gehirn registriert. Es merkt sich also, dass dir diese Tätigkeit gut tut, und merkt sich diese. Probiere außerdem aus, zu dir selbst zu sagen „Ja, ich habe es geschafft!“ und dich darüber zu freuen. Das mag sich zu Beginn ein wenig künstlich anfühlen. Dennoch passiert etwas Wichtiges in diesem Moment. Du spielst dir selber eine kleine Freude vor. Dadurch werden wichtige Neuromodulatoren ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass das neue Verhalten gefestigt wird. Wir können also diese Vorgehensweise sehr gut nutzen, um unserem Gehirn neue Gewohnheiten beizubringen. Alte Gewohnheiten durch Neue ersetzen Fast jeder hat eine Gewohnheit, mit der er gerne aufhören wurde. Es ist dennoch fast unmöglich, eine Gewohnheit aus unserem Gehirn zu löschen. Wenn eine Routine erstmal erfolgreich in den Basalganglien abgespeichert ist, bleibt sie uns erhalten und kann jederzeit wieder abgerufen werden. Daher ist es vielversprechender eine alte Gewohnheit durch eine neue zu ersetzen. Finde den Auslösereiz für die alte Gewohnheit Auch hier ist es wichtig mit dem Auslösereiz anzufangen. Nehmen wir an, dass du abends gerne fernsiehst und diese Zeit gerne anders verbringen möchtest. Dann würdest du beobachten können, ab welchem Zeitpunkt es wie von alleine geschieht, dass du den Fernseher anmachst. Nehmen wir an, dass es der Moment ist, in dem du dich auf die Couch setzt und dir Entspannung wünschst. Damit ist es derselbe Auslösereiz wie in dem Beispiel mit dem Gitarre spielen. Es kann aber auch sein, dass du den Auslösereiz für eine bestimmte Gewohnheits-Emotion suchst. Z.B. gibt es Leute, die sich nicht mehr so oft über Kleinigkeiten ärgern wollen. In diesem Falle lohnt es sich, sich ein Armband (oder ein Haargummi) anzuschaffen und über mehrere Tage zu beobachten, wann das Gefühl des Ärgers in einem aufsteigt. Und dann jedes Mal das Armband von einem auf den anderen Arm wechseln. Damit schärft man im ersten Schritt die Aufmerksamkeit für den Auslösereiz. (Mehr zum Armband kommt im nächsten Artikel.) Mach es dir schwer – die 2-Minuten-Regel Um eine alte Gewohnheit zu schwächen, braucht man mehr als 20 Sekunden. 2 Minuten haben sich als hilfreich erwiesen. Wenn du weniger fernsehen möchtest, dann nehme die Batterien aus der Fernbedienung raus und gib sie deinem Nachbarn. Um sie wieder zu bekommen, würdest du über 2 Minuten benötigen, wenn du den Fernseher anschalten möchtest. Die Hemmschwelle für das Ausführen der alten Gewohnheit wird damit steigen und du wirst es einfacher haben, auf eine andere Gewohnheit umzusteigen. Allerdings musst du sie natürlich nach jedem Mal fernsehen auch dem Nachbarn wiedergeben - nur Konsequenz wird dir hier helfen. Verknüpfe den alten Auslösereiz mit der neuen Gewohnheit Bei dem Beispiel mit dem Fernsehen ist es nun relativ einfach. Der Auslösereiz für beide Gewohnheiten (alt: Fernsehen und neu: Gitarre spielen) ist der Gleiche: Sich mit dem Wunsch nach Entspannung auf die Couch setzen. Wenn man nun die 20-Sekunden-Regel und die 2-Minuten-Regel auf beide Gewohnheiten angewendet hat, ist es einfacher Gitarre zu spielen, als erstmal die Batterien zu holen. Und ab jetzt heißt das Erfolgsrezept Wiederholung. Die Papua in Neuguinea haben ein schönes Sprichwort, das da heißt: "Wissen ist nur ein Gerücht, solange es nicht in den Muskeln lebt." Damit die Routine zu einer Gewohnheit auflebt, braucht das Gehirn eine Repetition, um sie erfolgreich abspeichern zu können. Und wie würde es sich verhalten, wenn man sich weniger ärgern möchte? Nachdem man die Aufmerksamkeit für die Auslösereize für das entsprechende Gefühl trainiert hat, würde man sich überlegen, was man sich stattdessen wünscht. Z.B. könnte man sich dazu entschließen, direkt nach dem Auslösereiz drei tiefe Atemzüge zu nehmen. Schließlich bewahren so viele Feuerwehrleute ihre Ruhe: Vier (1, 2, 3, 4) Sekunden lang einatmen, danach kommt eine Pause. - Vier (1, 2, 3, 4) Sekunden lang ausatmen, es kommt wieder eine Pause. Oder man könnte sich dazu entschließen, das ärgerliche Gefühl zu hinterfragen. Es ist nun da, aber wieso regt man sich eigentlich auf? Auch bei dieser Verknüpfung des alten Auslösereizes und der neuen Gewohnheit gilt: „Wiederholung ist der Schlüssel zum Erfolg“. Dabei geht es nicht darum, dass man es jedes Mal schafft. Es ist nur wichtig dran, zu bleiben und die neue Gewohnheit regelmäßig inkl. Belohnungsgefühls auszuüben. Du möchtest noch mehr über das Thema erfahren? Dann schaue dir dieses Video an. Quellen: Warum unser Gehirn Gewohnheiten liebt von Fanny Jiménez http://www.morgenpost.de/web-wissen/gesundheit/article106142848/Warum-unser-Gehirn-Gewohnheiten-liebt.html Woher nimmt die Gewohnheit ihre Macht? von Charles Duhigg https://www.greenpeace-magazin.de/woher-nimmt-die-gewohnheit-ihre-macht Focus KULTUR UND LEBEN, MEDIEN. Das Schwierigste fürs Gehirn: Gewohnheiten ablegen http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/tid-28974/kultur-und-leben-medien-so-besiegen-sie-schlechte-gewohnheiten-das-schwierigste-fuers-gehirn-gewohnheiten-ablegen_aid_897435.html “The Happiness Advantage: The Seven Principles of Positive Psychology That Fuel Success and Performance at Work” Ausgabe – 14. September 2010 von Shawn AchorBildquelle Basalganglien: https://kin450-neurophysiology.wikispaces.com/
27.10.2017 - 05:34:45
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Kreativ große Ziele erreichen
Kreativ Ziele erreichen & Träume umsetzen: Die Walt Disney Kreativitätsstrategie "If you can dream it, you can do it." - Walt Disney Wenn wir über Kreativität reden, darf eine besonders kreative Persönlichkeit nicht fehlen: Walt Disney! Kein Mensch hat so viel im Bereich Trickfilm und Animation erreicht, verändert und erschaffen. Durch Robert Dilts, der die Kreativitätsstrategie von Disney modellierte, wurde die Essenz seiner Strategie auf alle Bereiche übertragbar, in denen Kreativität gefragt ist. So wird die Disney Strategie heute von Künstlern, Schriftstellern, aber auch von Unternehmern, Produktentwicklern und vielen anderen genutzt. Doch wer war Walt Disney? Wer war Disney? Walt Disney war einer der kreativsten und produktivsten Menschen, die dieser Planet je gesehen hat. Mit Anfang 20 begann er in einem Trickfilm-Studio erste Werbefilme und Cartoons zu produzieren. Zwei Jahre später gründete er mit seinem Bruder Roy in Hollywood die „Walt Disney Company“. Bereits mit 27 Jahren erschuf er den berühmten Cartoon-Charakter „Mickey Mouse“, der ihn innerhalb kurzer Zeit weltberühmt machte und zum Durchbruch verhalf. Disney wurde zu Lebzeiten mit 26 Oscars ausgezeichnet, erschuf unzählige Kurzfilme, 18 Kinofilme, revolutionierte mehrere Maile den Trickfilm und legte mit dem Disneypark Kalifornien den Grundstein für insgesamt 13 Disneyparks. Die von ihm gegründete „Walt Disney Company“ produziert bis heute hunderte von Kinofilmen und ist das wertvollste Medienunternehmen der Welt. Die drei Räume der Disney Strategie - Das Geheimnis seines Erfolgs Als ein Pionier und Revolutionär des Trickfilms, hatte Walt Disney die herausragende Fähigkeit, Ideen und Träume, die in seiner Fantasie existierten, real werden zu lassen.Einer seiner Trickfilmzeichner brachte Disneys Kreativitätsstrategie auf den Punkt: „...there were actually three different Walts: the dreamer, the realist, and the spoiler. You never knew which one was coming into your meeting.“ Disney wusste um die Kraft und Wichtigkeit jeder dieser drei Positionen: Ein Träumer ohne inneren Realisten und Kritiker verliert sich in den Sternen und wird nie etwas umsetzen, ein Realist ohne Träumer und Kritiker wird keine interessanten oder innovativen Dinge produzieren und ein Kritiker ohne Träumer und Realisten weiß zwar alles besser, hat aber nichts, worauf er sich beziehen kann. Jede dieser Positionen steuert mit ihrer eigenen, kreativen Art (zu träumen, Lösungen zu finden oder Fehler zu entdecken) notwendige Elemente zur Entstehung von etwas Neuem bei. In unserer NLP-Practitioner Ausbildung lehren wir diese Strategie als Disney-Format. Das Wirkprinzip der Disney Strategie Folgende Situation kennen viele: Man sitzt mit jemandem zusammen und schwärmt von einer tollen Idee, die einen fasziniert und inspiriert. Die Reaktion des Gegenübers fällt ungefähr so aus: „Wie willst du das denn finanzieren?“, „Hast du dir denn schon mal Gedanken gemacht, was deine Familie dazu sagt?“, „Was? Das willst du in deinem Alter noch machen?“ usw. Dies geht natürlich auch ohne Gegenüber, ganz für sich allein in einem inneren Dialog. So neigen viele Menschen dazu, bei sich oder jemand anderem auf eine Idee oder einen Traum mit Kritik zu reagieren. Solchen Situationen liegt ein schwerwiegendes Missverständnis zu Grunde: Träume an sich sind schutzlos und nicht dazu gemacht, kritisiert zu werden. Träume wollen umgesetzt und geplant werden. Der Umsetzungsplan dagegen kann und soll kritisiert werden, damit er besser, konkreter wird und der Traum Wirklichkeit werden kann. Der entscheidende Punkt der Disneystrategie ist die Trennung und die Reihenfolge der drei Positionen: Träumer, Realist (Realisator) und Kritiker. Jede Position hat ihre Berechtigung und ihre Funktion. Diese können aber nur gewinnbringend genutzt werden, wenn sie in der entsprechenden Reihenfolge genutzt werden und jede Position genügend Zeit bekommt, ihr Potential auszuspielen. Ohne Input von einem Träumer gäbe es für den Realisten nichts umzusetzen und wenn ein Kritiker sich auf einen Traum ohne Plan bezieht, hat der Traum dem nichts entgegenzusetzen und erscheint hilf- und schutzlos. Die Reihenfolge einer funktionieren Disney Strategie ist also Träumer, Realist, Kritiker. Die Aufgaben der Positionen sind: Träumer – Inspirations- und Ideengeber Realist – übersetzt die Ideen des Träumers in konkrete Handlungen Kritiker – schaut als Außenstehender auf den Plan, prüft ihn auf Schwachstellen und gibt die Informationen an den Träumer weiter, der sich inspirieren lässt, wie er die Kritik in den Traum einbaut usw. Walt Disney beherrschte jede dieser Rollen perfekt und richtete in seinen Studios drei Räume ein, die jeweils ausschließlich für eine einzige Aufgabe gemacht waren: Zum Träumen, zum Realisieren und zum Kritisieren. Der Raum des Träumers „Every film […] begins with the mind of the artist, the ideas, and they have to become manifest in drawings… And the first drawings are concepts, […] they call them at Disney inspirational sketches. And these can go anywhere and the artists are free to just let their imaginations run.“ Disney begann mit täglichen Brainstorming Sitzungen, nachdem er durch Streitigkeiten eine erfolgreiche Cartoon-Figur und einen Teil seiner Angestellten verloren hatte, um schnell neue Ideen für Charaktere, Handlungen und Witze zu bekommen. Dies stellte sich als so fruchtbar heraus, dass er diese Praxis beibehielt und dem einen eigenen Raum widmete. Der Raum des Träumers war ein großer, lichtdurchfluteter Raum mit großen Bildern der Ideen an der Wand. Hier war der einzige Auftrag Ideen zu generieren und das Einzige, was hier verboten war, war Kritik. Es gab also einen Raum, in dem jeder ihre oder seine Ideen und Gedanken mitteilen konnte und in dem sich die Ideen gegenseitig bereichern konnten. Hier wurde groß, fantastisch, absurd und frei gedacht und diese Ideen wurden in ersten Zeichnungen festgehalten. Auch außerhalb des Raums des Träumers ermutigte Disney seine Mitarbeiter explizit dazu gute Ideen entstehen zu lassen und diese zu teilen: „Disney had introduced a bonus system whereby anyone suggesting a gag that was used in a picture received five dollars and anyone providing an idea that formed the basis for an entire cartoon received a hundret dollars.“ (Finch, C.; The Art of Walt Disney; Harry N. Abrahms Inc. New York, New York, 1973, pp. 170-171) Mit diesen ersten Ideen ging es dann weiter zum nächsten Raum: Aufgabe:Stelle drei Stühle in einem Dreieck auf und setze dich auf den ersten. Mache diesen Stuhl zu deinem Ort des Träumers und schnapp dir ein Ziel, dass du verfolgst. Nun erinnere dich an eine Situation, in der du inspiriert warst, große Pläne geschmiedet hast, sich Ideen und Gedanken miteinander verwoben und gegenseitig bereichert haben. Mach dir kurz bewusst, wo du zu diesem Zeitpunkt warst, was du gesehen hast, gehört hast und wie sich dein Körper angefühlt hat. Wenn du dann in diesem Zustand bist, verbinde deinen Zustand mit dem Platz, an dem du sitzt und denke in diesem Zustand an dein Ziel. Frage dich: Was ist es, was du erreichen möchtest? Angenommen, du möchtest etwas nicht mehr tun, was ist dann stattdessen da? Woran wirst du erkennen, dass du es erreicht hast? Was ist dir an deinem Ziel wichtig? Wofür lohnt es sich, das zu machen? Was wird dir möglich, wenn du dieses Ziel erreichst? Denke solange über das Ziel / die Idee nach, bis sich ein konkretes Bild ergibt. Der Raum des Realisten „At our studios, we don’t write our stories. We draw them!“ - Walt Disney Der Raum des Realisten, genannt „Story Room“, war ein praktisch eingerichteter Raum mit Zeichentisch, Stiften, Papier usw. Hier wurden erste grobe Schwarz-Weiß-Skizzen einer Idee angefertigt und an eine Wand geheftet. So konnten sie hin- und hergeschoben, überarbeitet und ersetzt werden, um möglichst schnell zu einer konkreten Umsetzung der Idee zu kommen. Disney nannte dies „Storyboarding“. Hierbei geht es darum, einen Eindruck des Filmes zu bekommen, bevor die Endfassung des Films gezeichnet wird. Der Zweck ist mit möglichst geringem Aufwand ein detailliertes Bild des Filmes zu bekommen, also eine Grobfassung des Filmes, die leicht veränderbar ist. Dazu wird die Filmidee in einzelne Szenen heruntergebrochen und die Essenz dieser Szenen mit geringem Aufwand gezeichnet. Diese Szenen wurden wieder unterteilt in einzelne Handlungen und dann die Bewegungen, so dass eine Art Comic entsteht, das den ganzen Film bis ins Detail darstellt. „The next stage starts to pin down that story and the way they do it, and it was originated in the Disney Studios, was to use the storyboard. It‘s a cord board, in which individual sequential sketches are pinned up and looked at by the artists. And this is a wonderful fluid way, to see the whole sequence before you and to be able to change it immediately, and to move it around on the board and to sort of see if the narrative is flowing and see if the characters are developing in the way that you think they should.“
24.06.2017 - 13:39:05
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Wie Ziele funktionieren - Teil 4: Handeln
Wenn du surfen lernen willst: „Steig aufs Brett!“ Nachdem wir letztes Mal über das Planen geschrieben haben, geht es diesmal um das Umsetzen und Genießen.Es kann also losgehen. Der Plan ist fertig, die Motivation ist hoch, der in Aussicht stehende Erfolg lockt und man würde am liebsten gleich loslegen. So sollte es zumindest sein! Und damit die Umsetzung auch gelingt, haben wir noch ein paar Tipps für dich. Um genau zu sein sind es 5 Schritte die dich vom Planen zum Handeln und Haben bringen. Es geht um Gewohnheiten, Identität, Zugehörigkeit, Dankbarkeit und das Dranbleiben.  Exkurs: Punktziele und Prozessziele Es gibt Ziele, die man anstrebt, erreicht und abschließt, wie ein Bergbesteigung oder das Lesen eines Buches. Dies sind Punktziele, man arbeitet auf einen Punkt hin, hat ihn erreicht und ist fertig damit. Bei Prozesszielen ist das anders. Hier geht es um einen Zielzustand, den man beibehält. Eine Fremdsprache sprechen, einen Beruf ausüben oder eine Beziehung mit jemandem leben. Das Sprechen der Fremdsprache möchte man fortsetzen, das Lesen eines bestimmten Buches (Punktziel) sollte irgendwann einmal zu Ende sein… Handeln und Haben Kommen wir also zu den letzten zwei Punkten der Grundformel, mit der wir uns in den letzten drei Artikeln beschäftigt haben: Wünschen – Wollen – Planen – Handeln – Haben! Die Grenze zwischen Handeln und Haben ist - vor allem bei Prozesszielen - fließend. Doch auch schon indem wir anfangen, unsere Ziele umzusetzen, erreichen wir diese mit jedem Zwischenschritt etwas mehr. Das Haben des angestrebten Zieles beginnt also während wir handeln. Nochmal das Jogging-Beispiel aus den letzten Artikeln (ein Prozessziel). Nehmen wir an, dass du nun seit zwei Wochen regelmäßig Joggen gehst. Natürlich bist du damit mitten in der Umsetzung deines Plans. Das ist Handeln. Und dann 3 Monate später, du joggst inzwischen regelmäßig, wirst immer fitter, genießt die Laufstrecke, alles ist selbstverständlich und bereits eine feste Gewohnheit. So hast du dir dein Ziel ausgemalt. Jetzt hast du es realisiert und profitierst von den gewünschten Effekten. Das ist Haben. Bei diesem Ziel unterstützen sich Handeln und Haben, bis das Joggen zu einer gut etablierten Routine geworden ist. Dann musst du nicht mehr handeln, denn du hast dein Ziel – die Gewohnheit - erreicht. Fünf Strategien für HANDELN und HABEN Wir haben für dich fünf Strategien zusammengestellt, die dich bei der Verwirklichung deiner Ziele unterstützen können, wenn du sie konsequent einsetzt. Gewohnheiten bilden Identität formen Zugehörigkeit spüren Dankbar sein Nicht aufgeben Bilde neue Gewohnheiten – kleine Helfer mit großer Wirkung Neue Ziele, die wir uns stellen, sind oft entweder Gewohnheiten oder werden deutlich leichter durch Gewohnheiten erreicht, z.B. regelmäßig Laufen gehen ist eine Gewohnheit, die man bilden möchte. Man wünscht sich, dass dieses Verhalten bald wie von alleine abläuft. Wenn du wissen möchtest, wie du am einfachsten Gewohnheiten bilden kannst, schaue dir dieses Video (auf Englisch) an. Es enthält eine ausführliche Erläuterung zur Gewohnheitenbildung. Wir werden dazu auch bald einen Artikel veröffentlichen. Gerade bei großen Zielen lohnt es sich, auf kleine Gewohnheiten zu setzen. Nehmen wir an, dass du dein großes Ziel in kleinere Zwischenschritte runterbrichst, aus denen du Gewohnheiten entwickeln kannst. Etablierte Gewohnheiten laufen automatisch ab. Oft merkt man sie gar nicht, denn sie beanspruchen nicht so viel Energie wie Vorgehensweisen, die man wissentlich steuern muss. So erinnert man sich oft nicht genau, ob man die Tür abgeschlossen hat, als man das Haus verlassen hat. Dennoch ist sie abgeschlossen, wenn wir wieder nach Hause kommen. Die Tür abzuschließen ist ein Automatismus und kann auch im „Hintergrund“ ablaufen. Wäre es nicht toll, wenn du Automatismen hättest, die ohne viel Aufwand dafür sorgen würden, dass du deine Ziele erreichst? Motivation ist das, was dich dazu bringt zu starten. Gewohnheit ist das, was dich dazu bringt weiterzumachen. Ein paar Gewohnheiten erfolgreicher Menschen Behalte dein Ziel im Auge, um motiviert zu bleiben Wir starten mit dem wichtigsten Punkt. Wie erhält man die Motivation aufrecht? Vor allem bei großen Zielen? Es ist hilfreich sich regelmäßig in Erinnerung zu rufen, wie es sich anfühlt, das Ziel erreicht zu haben. Viele Menschen, die Ihre Ziele erfolgreich erreichen, haben eine sehr genaue Vorstellung, wie dieses Erfolgserlebnis sein wird, z.B. wie sie eine Rede auf einer Oskar-Verleihung halten. Oder wie sie endlich wieder in die Lieblingsjeans passen. Sie können es sehen, hören und fühlen. So finden sie Kraft und Mittel, das gewünschte Ziel zu erreichen. Wenn es dir an Motivation fehlt, stelle dir regelmäßig und mit allen Sinnen vor, wie es ist dein Ziel erreicht zu haben und wie wunderbar es sich anfühlt. Schreibe deine wichtigen kurzfristigen To-Dos auf, um dein Ziel zu erreichen. So starten sehr viele erfolgreiche Menschen in den Tag. Sie fragen sich „Was werde ich heute tun, um meinem Ziel näher zu kommen?“. Sie brechen also ihr großes Ziel in To-Dos runter, die heute noch umgesetzt werden können. Das macht das große, ferne Ziel machbar. Außerdem kann sich das Gehirn viel einfacher vorstellen, was heute und morgen gemacht werden soll, als was man wohl in zwei Jahren machen müsste. Manche Menschen schreiben ihre To-Do-Listen abends vor dem Schlafen gehen. Wenn das eine gute Zeit für dich ist, nutze sie! Hauptsache, du schaust am Anfang des nächsten Tages auf deine To-Do-Liste – eine weitere wichtige Gewohnheit: Beginne den Tag, in dem du dich mit deinem Ziel beschäftigst! Priorisiere deine To-Dos und starte mit dem wichtigsten PunktWenn erfolgreiche Menschen eine To-Do-Liste vor sich haben, überlegen sie sich welcher Punkt am wichtigsten ist. Wenn sie sich ab morgen um keines der To-Dos für einen ganzen Monat kümmern könnten, welches müssten sie dann unbedingt heute erledigen? Sie starten mit diesem Punkt und setzen alles daran, diesen zu erledigen. Eine NICHT-ERFOLGs Gewohnheit besteht darin, unwichtiges zuerst zu erledigen und die wichtigen Dinge immer weiter aufzuschieben. Sei stolz auf das, was du schon erreicht hastEine weitere erfolgreiche Gewohnheit besteht darin, am Ende des Tages wahrzunehmen, was man an diesem Tag erreicht hat. Das ist ein extrem wichtiger Punkt zum Aufrechterhalten von Motivation! Menschen mit dieser kraftvollen Gewohnheit fragen sich: „Welche Punkte auf der Liste können heute abgehakt werden? Was habe ich in der letzten Woche oder im letzten Monat auf dem Weg zu meinem Ziel erreicht?“ Und so genießen sie täglich das Gefühl von Stolz auf sich selbst für all die kleinen Schritte, die sie bis jetzt gelaufen sind. Manchmal ist es der erste Schritt, den man endlich gemacht hat, z.B. „Ich habe Laufschuhe gekauft und einen Laufpartner gefunden.“ Manchmal sind es Fähigkeiten und Strategien, die sie mit viel Kreativität oder Fleiß erarbeitet haben, z.B. „Das Meeting heute ist besser verlaufen. Ich habe meine Moderationsfähigkeiten seit dem letzten Monat deutlich gestärkt.“ Nutze deine starken Momente, um für die schwachen Momente vorzusorgen Alle Menschen haben im Laufe des Tages, Momente in denen sie voller Energie und Bereitschaft sind, ihre Ziele anzugehen. Und dann kommen wieder Momente, wo sie eher in alten Routinen verfallen oder keine Motivation finden, uns sich um ihre Ziele zu kümmern. Z.B. könnte es sein, dass sich jemand vorgenommen hast, sich besser zu ernähren. Nehmen wir an, dass er morgens voller Energie ist und sich gerne ein gesundes Frühstück zubereitet. Aber wenn er dann im Büro nach dem Mittagessen an seinem Arbeitsplatz sitzt, bekommst er plötzlich Lust auf etwas Süßes. Und würde gerne einen Apfel essen, aber seine Kollegen, haben „nur“ Schokolade für ihn. Also isst er sie, denn er hat gerade weder Zeit noch Lust in den Supermarkt zu gehen, um sich ein paar Äpfel zu kaufen. Erfolgreiche Menschen nutzen ihre starken Momente (z.B. morgens) um sich auf ihre schwachen Momente (z.B. kurz nach dem Mittagessen) vorzubereiten. Sie würden sich morgens Äpfel und Möhren schneiden und dann mitnehmen, um sie nach dem Mittagessen rausholen zu können und eine gesunde Alternative zu der angebotenen Schokolade zu haben. Kleiner Tipp: Schreibe dir selbst mehrere motivierende Postkarten, um an deinem Ziel dran zu bleiben. Bitte anschließend einen Freund die Postkarten nach und nach in einem Abstand von z.B. zwei Wochen an dich zu verschicken. So sorgst du beim Schreiben und beim späteren Lesen dafür, dass du motiviert an deinem Ziel dran bleibst. Sei heute schon die Person, die du morgen sein willst Viele Ziele verändern Menschen. Werte, Glaubenssätze oder das Selbstbild sind anders, wenn man das Ziel erreicht hat. Doch warum warten? Du kannst jetzt schon so fühlen und denken, wie du es tätest, wenn du dein Ziel erreicht hast. Nur, wenn du es jetzt schon machst, wird das Ziel viel einfacher zu erreichen sein! Je nach Ziel ist es möglich, dass man es erst nach Jahren oder Jahrzehnten erreicht. Vielleicht möchtest du ein erfolgreicher Sänger, Sportler, Trainer oder Unternehmer sein. Aber ein Sänger, Sportler, Trainer oder Unternehmer bist du von Anfang an. Wenn man in sich die Leidenschaft zu singen, zu laufen, anderen etwas Neues beizubringen oder etwas Großes zu erschaffen gefunden hat, hat man die Hälfte des Ziels schon erreicht. Das zu schätzen und zu spüren, gehört dazu der zu sein, wer man werden möchte. Stell dir vor, wer du sein wirst, und nimm dieses Gefühl mit in den Tag, jeden Tag etwas mehr! Zähle dich zu denen, die ihr Ziel erreichen – euch verbindet etwas Besonders hilfreich ist es die Zugehörigkeit zu den Menschen zu spüren, die so sind, wie man werden möchte. Doch wenn man das Ziel hat, ist man schon einer von ihnen. Wieso das also nicht auch gleich schon mal spüren!? Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu den Menschen, die das Ziel, das man selbst hat, erreicht haben, gibt dir eine unglaubliche Kraft. Unabhängig davon, ob man gerade den ersten Schritt gemacht hat, mitten drin ist oder es bereits erreicht hat. Eine sehr gute Herangehensweise ist es, nach Möglichkeiten zu suchen, mehr Zeit mit solchen Menschen zu verbringen. Der Austausch und die Impulse, die man dadurch bekommt, helfen beim eigenen Fortschritt enorm. Du hast keine Möglichkeit oder traust dich noch nicht, die Menschen, denen du dich zugehörig fühlst, persönlich kennenzulernen? Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, von ihren Herangehensweisen und Erfolgsrezepten über ihre Webseite, Blog oder Biographien zu erfahren. Sei dankbar für das, was du erreicht hast – du bist gewachsen Wenn man das große Ziel erreicht hat, folgen darauf meistens sehr intensive Glücksgefühle. Diese genießt man ein paar Tage oder Wochen und dann lassen sie häufig nach. Vielleicht hat man die ersten großen Konzerte gegeben, aber nun ist es nicht mehr so aufregend. Vielleicht hat man sich vom verdienten Geld eine schöne Wohnung oder ein teureres schickes Auto gekauft. Aber auch daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Dabei war das Erreichen des Ziels nicht nur eine Möglichkeit, Geld oder Berühmtheit zu erlangen. Es ist vor allem eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Es ging also nicht nur um „Haben“ sondern auch um „Sein“. Sich zu erinnern, was man erreicht oder gelernt hat und wer man geworden ist, ist eine sehr wichtige Quelle der Kraft und dafür dankbar zu sein ist ein zentrales Element für Glück! Bleibe an deinem Ziel dran - gebe nicht auf „Es gibt mehr Leute, die aufgeben, als solche die scheitern.“ - Henry Ford Menschen, die großartiges erreicht haben, haben dies nicht an genau dem Tag erreicht, an dem sie berühmt oder reich geworden sind. Es war jeder einzelne Tag davor, an dem sie sich dafür entschieden haben, an dem Ziel dran zu bleiben. Professionelle Sportler sagen, dass es nicht die Wettbewerbe sind, die sie zu Erfolg geführt haben. Es waren die Jahre davor, in denen sie jeden Tag die Motivation und die Kraft gefunden haben, um zu trainieren. Viele berühmte Autoren sagen, dass sie sich oft zwingen mussten zu schreiben, vor allem dann, wenn sie zum fünfzigsten Mal eine Absage von einem Verleger bekommen haben. Manchmal kam die Kreativität zu ihnen und sie konnten hervorragende Literaturwerke entwerfen ohne viel Mühe investieren zu müssen. Und oft war es anders. Sie mussten sich täglich an den Tisch setzen und anfangen zu schreiben in der Hoffnung, von der Muse geküsst zu werden. Und das gilt für die meisten von uns. Wir brauchen im Leben oft eine Chance, um ein großes Ziel zu erreichen. Es kann eine Eingebung, ein glücklicher Zufall oder ein perfekter physischer Zustand am richtigen Tag sein. Darauf kommt es durchaus an. Aber es kommt genauso darauf an, sich all die Tage davor jedes Mal aufs Neue für das Ziel zu entscheiden in der Hoffnung auf eine Chance. Und so lange weiterzumachen bis man es endlich erreicht hat! Schau dir diese Rede von Diana Nyad an - einer 64-jährige Langstreckenschwimmerin die 177 km von Kuba nach Florida geschwommen ist! Ihr Thema: „Gib nie, nie auf“ Wir wünschen dir viel Erfolg beim Erreichen deiner Ziele - und gib niemals auf!  
27.02.2017 - 16:23:26
https://nlp-zentrum-berlin.de/infothek/nlp-psychologie-blog/item/ziele-4
 
Wie Ziele funktionieren - Teil 3: Planen
Ein starker Plan trägt zum Ziel . "Glück bevorzugt den vorbereiteten Geist." - Louis Pasteur Ein Ziel braucht einen Plan, zumindest ein großes Ziel. Auch Ziele, die schon öfter versucht und nicht erreicht wurden, profitieren sehr von guten Plänen. Ein Plan ist ein Modell der Zukunft, in der Möglichkeiten, Hindernisse und Risiken beurteilt werden und darauf folgend definierte Schritte zur Erreichung des gestellten Ziels gewählt werden. Und auch wenn ein Plan nur ein Modell ist und nicht die Realität sein kann, so berücksichtigt ein guter Plan diese Einschränkung. In diesem Artikel geht es um 5 Zutaten zu einem erfolgreichen Plan.Ein guter Plan hat 5 wichtige Zutaten Ressourcen Zwischenschritte Berücksichtigung von Einwänden und Hindernissen Lernen aus der Vergangenheit Plan B Identifiziere Ressourcen – Die Bausteine Ressourcen sind im NLP alles, was dir hilft, dein Ziel zu erreichen. Das können Menschen, materielle und immaterielle Dinge, wie Wissen, Fähigkeiten, Glaubenssätze oder Erfahrungen sein. Um beim Beispiel aus dem letzten Artikel zu bleiben, nehmen wir das Ziel „Ab morgen jogge ich jeden Montag und Mittwoch um 07:00 Uhr für eine Stunde im Park.“ Dazu wirst du materielle Dinge wie Laufschuhe, Sportsachen und einen Weg brauchen. Vielleicht helfen auch Menschen, die dich dabei unterstützen, z.B. einen Laufpartner, damit ihr euch gegenseitig motivieren könnt. Eventuell benötigst du immaterielle Dinge, wie Motivation. Um Motivation zu spüren und aufrechtzuerhalten helfen weitere Ressourcen. Vielleicht ein Ziel, das du durch das Laufen erreichen möchtest oder Musik, durch die du beim Laufen in gutem Zustand bleibst? Auch hierzu brauchst du weitere Ressourcen. Um Musik zu hören, helfen zum Beispiel ein MP3-Player oder ein Smartphone. Schreibe alles Wichtige auf, was du benötigst oder was dich dabei unterstützt, um dein Ziel zu erreichen. Die Ressourcen kannst du z.B. in Rahmen einer Checkliste zusammenfassen. Dann kommt der zweite Schritt. Definiere Zwischenschritte – Struktur und Motivation In diesem Schritt geht es darum, die aufgeschriebenen Ressourcen in eine Struktur zu bringen. Welche sind Ressourcen am wichtigsten? Was benötigst du zuerst, um loslegen zu können? Damit definierst du die einzelnen Schritte (Zwischenschritte) auf dem Weg zu deinem Ziel. Übrigens: Auch Zwischenschritte brauchen Termine. Definiere also für jeden Zwischenschritt einen Zeitpunkt, zu dem es erledigt wird. Achte darauf, dass die Zeitleiste realistisch ist. Beispiel: Sonntag: per WhatsApp alle Freunde anchatten, die als Laufpartner in Frage kommen. Montag: (1) Laufschuhe im Keller finden, (2) eine Jogging-Hose kaufen, (3) Musik & Kopfhörer besorgen, (4) mit Laufpartner für Mittwoch verabreden. Dienstag: Sachen bereitlegen und Wecker stellen. Mittwoch: um 7:00 Uhr zum ersten Mal Joggen gehen. Wenn du mit dem definieren der Zwischenschritte fertig bist, hast du die Meilensteine definiert, die dich bei deinem Erfolg unterstützten. Bei großen, aber auch bei scheinbar kleinen Zielen sind Zwischenschritte sehr wichtig. Sie bringen Struktur in deine Zielerreichung und sind einfacher zu erledigen. Das Erfolgserlebnis ein Teilziel erreicht zu haben, motiviert an dem Hauptziel dranzubleiben. Neurobiologisch ist völlig klar, dass das Gefühl, auf dem Weg zum Ziel erfolgreich zu sein, sehr wichtig für das dranbleiben auf dem gesamten Weg ist. Man sollte also nicht mit dem Erfolgsgefühl warten, bis das große Ziel erfüllt ist. Feiere Zwischenerfolge, das setzt Dopamin frei und Dopamin erzeugt Motivation! Berücksichtige Einwände und Hindernisse – Was steht dagegen? Die besten Pläne scheitern, wenn Einwände und Hindernisse nicht berücksichtigt werden. Frage dich ganz ehrlich: „Was spricht dagegen dein Ziel zu erreichen?“ Welche anderen Ziele von dir würden gefährdet? Was könnte schiefgehen? Wer in deiner Umgebung könnte etwas dagegen haben? Bei manchen Zielen ist es essenziell, die Menschen in deiner Umgebung in den Prozess der Zielerreichung einzubinden, sodass eine gemeinsame Lösung gefunden werden kann. Bei großen und kleinen Veränderungen im Leben haben wir oft Menschen in unserer Nähe, die uns entweder unterstützen oder uns abhalten möchten. Oft ist das Eine von dem Anderen nur ein offenes und konstruktives Gespräch weit entfernt. Nehmen wir z.B. an, dass dein Partner es toll findet, dass du bald wieder regelmäßig joggen gehst. Aber er hat was dagegen, dass du dafür deinen Wecker auf eine Stunde früher stellst. Denn er wird davon wach und kann dann nicht mehr einschlafen. Nun könntest du mit dem Joggen loslegen und dich immer mal wieder morgens wegen des frühen Aufstehens streiten. Oder ihr tut euch zusammen. Schließlich findet er dein Ziel genauso toll wie du. Anstatt die Energie in den Streit zu investieren, würdet ihr gemeinsam eine Lösung finden. Z.B. eine Uhr oder ein Gadget für dein Handgelenk, der dich durch Vibrationen wecken würde. Oder du motivierst deinen Partner mitzumachen… Manchmal kommen Einwände nicht von anderen Menschen oder Umständen, sondern aus einem selber. Vielleicht gibt es einen Konflikt zwischen deinen Zielen. Z.B. wäre es möglich, dass dein konkurrierendes Ziel ein gemütliches Frühstück mit leckerem Kaffee und einer (Online-)Zeitung ist. Unbearbeitet würde dieser Konflikt möglicherweise jedes Mal, wenn du joggen gehen möchtest auftauchen und vielleicht sogar dein Ziel sabotieren. Aber statt immer wieder in den inneren Konflikt zwischen den beiden Zielen zu treten, könntest du den Konflikt bereits am Anfang auflösen… Lerne aus der Vergangenheit - Bisherige Erfolge und Misserfolge berücksichtigen Möglicherweise hast du schon mal in einer ähnlichen Situation so ein Problem gelöst. Was hattest du damals gemacht? Es lohnt sich aus der Vergangenheit zu lernen, vieles hattest du schon mal gelöst. Vielleicht hast du damals hinterfragt, was das Ziel hinter den jeweiligen Zielen ist. Was du wohl erreichen würdest, wenn die Ziele erfüllt wären. Dann hast du vielleicht festgestellt, dass die Ziele ein gemeinsames Oberziel haben und hast evtl. abgewogen, mit welcher Option du wohl kurz- aber auch langfristig am effektivsten das Oberziel erreichen würdest. Oder du hast die beiden Optionen geschickt kombiniert. Und vielleicht hast du es auch ganz anders gelöst ;-) Aus eigenen Erfolgen zu lernen macht Spaß und stärkt das Selbstbewusstsein. Es lohnt sich aber auch aus den Misserfolgen zu lernen. Denn vielleicht hast du schon mal versucht dieses Ziel zu erreichen und es ist schiefgegangen. Es ist hilfreich zu verstehen, was beim letzten Mal nicht funktioniert hat, denn du möchtest ja den gleichen Fehler nicht 2x machen. Wenn du die Ursachen gefunden hast, lohnt es sich nach Lösungen dafür zu suchen. Was hätte dir damals geholfen? Nehme die noch fehlenden Ressourcen in deine Checkliste auf. Exkurs: Gewohnheiten Gewohnheiten helfen enorm bei der Zielerreichung. Gewohnheiten sind kleine Rituale, die durch einen dem Gehirn gut bekannten Reiz ausgelöst werden. Sobald der Reiz ausgelöst ist, ist man in einer Routine drin, die automatisch abläuft. Wenn man z.B. die Laufschuhe schon mal an hat, geht man joggen. Daher ist es sinnvoll den Weg in die Laufschuhe sehr kurz zu machen und die Laufschuhe und Sportsachen direkt vor das Bett legen. Das Erste, was du dann nach dem Aufstehen tust, ist sie anzuziehen. Dann klappt es mit dem Joggen schon deutlich leichter am frühen Morgen. Wenn du das Ritual (Sportschuhe anziehen, Laufen) ausgeführt hast, gönne dir ein Belohnungsgefühl. Sei nicht knausrig mit der Ausschüttung von Glückshormonen, gönne dir eine kleine Anerkennung „JA! Ich hab‘s gemacht!“. Auch wenn es albern erscheint, durch so eine kleine Eigenanerkennung schüttet dein Gehirn Dopamin aus und lässt die Gewohnheit besser anwachsen. Wenn du Belohnungsgefühle etablierst, unterstützt du damit deutlich die Bildung von Gewohnheiten. In unserem Beispiel würdest du in deiner Ressourcen-Checkliste aufnehmen „Wissen, wie man Gewohnheiten etabliert“. Als Zwischenschritt könntest du dann z.B. am Sonntag zwei Stunden Internetrecherche oder mit einem fachkundigen Freund reden einplanen. Vielleicht würdest du deswegen ein paar Zwischenschritte mehr in deinen Plan einbauen. Aber auch wenn der Weg zum Ziel dadurch ein wenig länger sein mag, steigen die Chancen auf Erfolg enorm, wenn du bereit bist aus der Vergangenheit zu lernen. Entwickle Plan B Manchmal trifft man auf unerwartete Einflussfaktoren, die einen Plan ins Schwanken bringen können. Daher ist es wichtig, zu überlegen, welche Störfaktoren auftreten könnten, z.B. Regen. Dann gehst zu deiner Ressourcen-Checkliste zurück und überlegst dir, was du bräuchtest, um auch im Regen joggen gehen zu können. Sobald du in deinem Plan „Sonntag: Regenhose im Internet bestellen“ drinstehen hast, ist für diese keine Ausrede vorgebeugt. Und wenn mal eine ganz große Überraschung kommt, dann bleibe flexibel. Es gibt meistens mehr als eine Möglichkeit, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Wenn es mit Joggen wegen Knieschmerzen nichts wird, frage dich selbst, was das eigentliche Ziel hinter dem Joggen war. Wenn es darum ging, sich sportlich zu betätigen, dann würde z.B. Schwimmen oder Fahrradfahren als Plan B in Frage kommen. Flexibilität hilft dir dabei, auf die Überraschungen des Lebens zu reagieren. Hauptsache du bleibst dran! Bald geht’s weiter mit dem letzten Artikel zum Thema "Ziele erreichen": Handeln & Haben.
08.02.2017 - 11:18:05
https://nlp-zentrum-berlin.de/infothek/nlp-psychologie-blog/item/ziele-3
 
 
 
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