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Diese Videospiele-Redaktion gegründet von Gamer für Gamer im Jahre 2009 bietet aktuelle News, Reviews, Tests, Videos und Specials zur weiten Welt der Games für Xbox One, PS4, Nintendo, PC und Mobile.
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Hinzugefügt am 18.03.2015 - 12:05:05 von masterticker
Kategorie: Spiele Blogs
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Romancing SaGa 2 Review
Dieser Artikel Romancing SaGa 2 Review war zuerst auf TVGC.de erschienen. Vor 25 Jahren, genauer gesagt 1993 erschien ein Kultklassiker der RPG-Spielewelt auf dem SNES. Romancing SaGa 2 stand bereit und krempelte die bis dato herrschende Spielmechanik in RPGs ordentlich um. Nun ist diese kleine Perle auch für die Next-Gen-Konsolen erschienen und wir haben nach gefühlten 400 Spielstunden den Test für euch. Romancing SaGa 2 geht gleich zu Beginn des Spiels schon vollkommen neue Wege. Während die Retro-RPGs oft mit der eigenen Truppe im Kampf beginnen, startet Romancing SaGa 2 mit einem Barden, der eine Laudatio auf unsere noch zu spielende Geschichte zum Besten gibt. Diese kurze Sequenz lässt in euch ein Gefühl von Sehnsucht nach Abenteuer aufkeimen. Denn was gibt es Faszinierenderes als Zeitreisen, Vergangenheit, Zukunft und das eigene Leben mit all seinen Errungenschaften? Daher verwundert es nicht, dass ihr nicht die ganze Zeit über nur einen Helden spielt. Vielmehr durchlauft ihr die Lebensgeschichte verschiedener Generationen. Quasi die Vergänglichkeit des Lebens in einem RPG. Diese Spielmechanik mag heute etwas Selbstverständliches darstellen, aber vor über 20 Jahren war dies ein mutiger Schritt, da RPGs zu diesem Zeitpunkt bestimmten Mechaniken unterlagen. Man kann hier auch festhalten, dass diese Art der spielerischen Immersion für einige Spieler unpersönlich anmuten könnte. Denn man verbindet sich hier nicht emotional mit den Helden, die man von Anfang bis Ende begleitet, als vielmehr mit dem Spiel selber. Das Ziel in der Story von Romancing SaGa 2 ist es, sieben ehemalige Helden, die nun zur dunklen Seite gewechselt sind, zu besiegen. So soll die Ordnung im Land wiederhergestellt werden. Formal eine Standard-Story für jeden Kenner der Materie – durch das interessante Spielsystem allerdings zu keiner Zeit wirklich langweilig. Stirbt zum Beispiel die eigene Spielfigur, darf man mit dem Nachfolger in die Schlacht ziehen. Dieser Nachfolger besitzt alle bis dato freigespielten Fähigkeiten des Vorgängers. Daran erkennt man, dass Romancing SaGa 2 sich vom niedlichen Final-Fantasy-Flair abgekapselt hat und eher den erwachsenen Weg einschlägt. Problematisch hingegen ist der Einstieg in das Spiel. Wir haben es nicht mit einem klassischen RPG zu tun, bei dem man zu Beginn noch an die Hand genommen wird. Das Spiel erklärt seine Mechaniken in keiner Weise. Daher ist zu Beginn Vorsicht geboten. Ist man leichtsinnig, weil man dem Trugschluss erliegt, gefallene Teamkameraden in der Taverne wieder zu reanimieren, wird man eines Besseren belehrt. Manche Charaktere können nur eine begrenzte Anzahl an Toden erdulden, bevor sie für immer aus der Geschichte ausscheiden. Kritisch ist das in Dungeons mit vielen Kämpfen. Besonders wenn die Taktik auf eine volle Party ausgelegt ist und nun ein oder mehr Figuren fehlen. Daher ist es unabdingbar, dass man zu Beginn des Spiels, sobald es in das Schloss geht, mit allen dortigen Figuren das Gespräch sucht. Denn so entfaltet sich die Schönheit des Spiels. Es gibt nämlich auch Mikromanagement zu berücksichtigen. Zum Beispiel besitzt man als Adeliger einen enormen Fundus an finanziellen Möglichkeiten, von denen man sich immer etwas abzweigen kann um sich Ausrüstung zu kaufen. Allerdings ist dieses Budget nicht unendlich, denn wir sind ja keine Gelddruckerei. Das macht das Spiel zwar schwerer als nötig, aber es macht Spaß, die Möglichkeiten maximal auszuschöpfen. Wer bei Romancing SaGa 2 weiträumige Flächen wie in den Final-Fantasy-Titeln erwartet, wird leider enttäuscht. Die Welt wird in einzelne Zonen aufgeteilt, die man anwählen kann und die man dann automatisch erreicht. Ganz ohne Zufallskämpfe in Wäldern und Gebüschen. Auf der einen Seite erspart man sich so Frustrationen aufgrund der Random Encounter, aber es engt die Abenteuerlust etwas ein. Zufällige Kämpfe existieren nicht. Alle in einem Gebiet auftretenden Feinde, werden als Sprites dargestellt – inklusive eines festgelegten Bewegungsmusters, welches es zu studieren gilt. So kann man bestimmten Feinden dezent aus dem Weg gehen oder sie von hinten überraschen und sich einen Vorteil verschaffen. Erfolg verspricht hier primär eine gute Taktik und das Austarieren, in welcher Reihenfolge man die Gegner besiegen sollte. Hier empfiehlt es sich, erst diejenigen zu attackieren, die man mit normalen Waffen schlagen kann und die keiner großen Taktik bedürfen. Danach sollte man sich um diejenigen kümmern, die ein spezielles Vorgehen erfordern. Banal auf dem Papier, aber im Spiel sehr angenehm umgesetzt. Ich bin Square Enix dankbar dafür, dass ich endlich die Möglichkeit habe, eine Rollenspielperle aus einer Zeit spielen zu können, in der ich mich nicht wirklich für RPGs interessiert habe. Ich habe definitiv etwas verpasst. Romancing SaGa 2 ist ein traditionelles RPG, das mit einigen Feinheiten und einer erwachsenen Spielmechanik aufwartet und so aus der breiten Masse hervorsticht. Man kann nur hoffen, dass Square Enix auch bei anderen Titeln als dem Retro-Katalog dazu übergehen wird, diese auf den  aktuellen Konsolen zu veröffentlichen. Wer ein wirklich tief gehendes Rollenspiel spielen möchte und dazu noch Retro-affin ist, sollte sich Romancing SaGa 2 auf den Must Have Zettel schreiben. Dieser Artikel Romancing SaGa 2 Review war zuerst auf TVGC.de erschienen.
14.01.2018 - 20:05:34
https://www.tvgc.de/romancing-saga-2-review/
 
RIVE Ultimate Edition Review
Dieser Artikel RIVE Ultimate Edition Review war zuerst auf TVGC.de erschienen. Stellt euch vor, dass ein Chefredakteur einem kleinen Spieletester eine Version für RIVE Ultimate Edition auf der Nintendo Switch zur Verfügung stellt. Während der Download läuft, schaut man sich ein paar Screenshoots an, um sich schon mal ein Bild vom Spiel zu machen. R-Type und eine gesunde Mischung aus Asteroids. Das kann doch für einen Retro-Veteranen nicht in die Hose gehen – oder?RIVE: Ultimate Edition ist ein Mix aus einem Arcade Shoot ‚em up und einem klassischen Plattformer. Man ballert wie verrückt in alle Himmelsrichtungen und überwindet mit der roboterartigen Spinne unzählige Hindernisse. Zwischendurch scannt ihr Objekte, um sie zu hacken. Mit dieser Eigenschaft schaltet ihr Schaltanlagen frei, übernehmt die Kontrolle der Feinde, öffnet große Tore oder bremst rasende Hochgeschwindigkeitszüge. Die Geschwindigkeit des Gameplays variiert stark, die Schwerkräfte werden aktiviert und deaktiviert. Ihr werdet von bösartigen Lasern verfolgt oder von unzähligen Gegnern attackiert. Nebenbei sammelt ihr noch den unzähligen, aber wertvollen Schrott auf. Die aufgesammelten Schrauben und Muttern dienen später als Währung, mit der man seine Spinne in puncto Bewaffnung und Panzerung über einem Upgrade-Shop verbessern kann. Der Schwierigkeitsgrad von RIVE ist sehr hoch. Nach einem explosiven Game Over werdet ihr zum letzten Abschnitt gebeamt. Trotz des sehr oft auftretenden Trial&Error-Prinzips besteht also immer die Hoffnung einen kleinen Schritt weiterzukommen. Ab und zu findet ihr einen kleinen Medibot, der euch temporär mit neuer Energie versorgt. Ihr sprengt, hackt und bahnt euch euren Weg durch ein gewaltiges, verfallenes Raumschiff. Der Pilot eurer Spinnen-Maschine gibt des -fteren lustige und sarkastische Kommentare von sich. Nebenbei gesellt sich noch ein verteidigender DLL-Roboter an eure Seite, der Tipps parat hat und euch durch die dünne Story führt. Habt ihr keinen Bock auf den Dialog, ballert ihr so oft auf den fliegenden Schrotthaufen, bis er mit einem Schutzschild zurückkehrt. Selbst im „WEICHEI“-Modus ist das Spiel recht knackig und bescherte mir mehr Frustmomente, als würde ich einen Faden durch ein Nadelöhr friemeln. Um nicht ganz doof dazustehen, habe ich das Spiel mehreren Leuten gezeigt, und das Ergebnis blieb dasselbe. Es gibt bestimmt viele Menschen, die mit diesem Spiel einiges anfangen können – doch mir bleibt nur der unbeliebte Spruch übrig: „Für Fans zu empfehlen“. Leider kann ich als Tester behaupten, dass ich mit diesem Spiel nicht richtig warm wurde. Dennoch ist RIVE kein schlechtes Spiel und hat seinen ganz eigenen Charme. Die Grafik ist gestochen scharf und die Rumble-Funktion erfüllt mehr als seinen Zweck. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich große Bedenken dabei habe, ob die breite Masse dafür zu begeistern ist. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber meine Meinung steht fest. Dieser Artikel RIVE Ultimate Edition Review war zuerst auf TVGC.de erschienen.
06.12.2017 - 23:14:31
https://www.tvgc.de/rive-ultimate-edition-review/
 
Star Wars Battlefront II Review
Dieser Artikel Star Wars Battlefront II Review war zuerst auf TVGC.de erschienen. Mit Star Wars Battlefront II ernteten EA und Dice sehr viel Kritik. Die im ersten Teil fehlende Einzelspieler-Kampagne sollte die Gemüter nun beruhigen. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Iden Versio, einer Elitekämpferin des Imperiums. Nach der Zerstörung des zweiten Todessterns beim Mond Endor macht sie es sich zur Aufgabe, die Ordnung in der Galaxis wiederherzustellen. Dabei erwachen jedoch auch erste Zweifel in ihr, ob das Imperium wirklich die richtige Seite ist. Ob wir uns für die richtige Seite der Macht entscheiden, könnt ihr nun in unserem Test nachlesen. Wir wissen ganz genau, wo der Jedi lang läuft (Achtung, Wortspiel!). Die meisten Kritiken erntet der Multiplayer, der mit dem Lootboxen-System mehr als nur Unmut unter den Spielern hervorgerufen hat. Als erstes nehmen wir uns erst mal den Single-Player-Modus in kurzen Worten vor. Mehr brauchen wir dafür auch nicht. Den Flair der Star Wars-Filme hat mich sofort in den Bann gezogen. Kinoreife Zwischensequenzen, wuchtiger Soundtrack, ein Treffen mit den Charakteren der Star Wars-Saga und X-Wing-Fliegen. Die Grafik ist auf maximalen Details ein reiner Genuss und die Soundeffekte sind grandios. Das war es leider auch schon fast. Die Handlung ist eine Aneinanderreihung von Schlachten mit einer beliebigen Rahmenhandlung. -fters müssen wir mit unseren Fliegern Schildgeneratoren zerstören und Gebiete von Gegnern säubern. Die Entwickler haben sich dennoch alle Mühe gegeben eine Handlung in ein Multiplayertitel einzubauen. Leider verpasst es diese aber 100% zu fesseln. Einzig und allein Iden Versio schafft es immer wieder mit ihren Dialogen zu begeistern. Sie wird von der Schauspielerin Janina Gavankad verkörpert. Fans der Serien Stargate, Arrow oder The Vamipre Diaries könnte dieser Name ein Begriff sein. Von der Kampagne sind wir aber auch wie erwähnt nicht wirklich komplett enttäuscht. Star Wars bestach schon immer durch die dichte Atmosphäre. Das retuschiert schon seit Anfang des Franchises die dünne Handlung zwischen Gut und Böse. Wieso sollte sich das auch bei einem Online-Multiplayer-Spiel ändern. Die Entwickler versuchen den Fans gerecht zu werden, aber sind wir mal ehrlich: Wenn es einem J.J. Abrams nicht gelingt, alle glücklich zu machen, wie soll es dann EA bzw. Dice gelingen? Kommen wir nun zum Multiplayer, dem Kernstück der ganzen Sache. Hier kann Star Wars Battlefront II seine Stärken ausspielen. Die Missionsziele sind kurzweilig und die Schlachten sehen fantastisch aus. Soldaten und Schiffe sehen genauso aus wie in der Filmvorlage und hören sich auch genauso an. Man fühlt sich, als wäre man wirklich in der Star-Wars-Galaxis. Die Spiel-Mechaniken jedoch übervorteilen erfahrene Spieler. Wer Gegner plättet und Missionsziele voranbringt, bekommt während des Gefechts Punkte. Damit können dann Charaktere wie etwas Bösewicht Kylo Ren zum Einsatz gebracht werden – oder man kann den Millenium Falcon steuern. Diese Helden sind deutlich stärker als die Standard-Truppen, haben mehr Lebenspunkte und besondere Fähigkeiten. Gute Spieler werden also schnell noch stärker, unerfahrene Spieler haben weniger Chancen gleichzuziehen. Damit es auch jenseits der Missionsziele etwas zu erreichen gibt, wurde ein auf Gewinnmaximierung ausgelegtes Lootbox-System eingebaut. Wer Kampagne und Multiplayer spielt, kann Boxen mit Verbesserungen für die Charaktere freischalten. Einen regelrechten Shitstorm erhielten die Entwickler dafür, dass man anfangs diese Lootboxen auch mit echtem Geld kaufen konnte. Spieler konnten sich so weitere Vorteile erkaufen, nachdem sie bereits das Spiel für rund 60 Euro erworben hatten. Nach der gewaltigen Kritik der Fans – und Medienberichten zufolge auch nach Einschreiten von Rechteinhaber Disney – haben die Entwickler dies ausgesetzt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll diese Möglichkeit allerdings wieder eingeführt werden. Wir sind gespannt. Auch wenn die Echtgeld-Mikrotransaktionen derzeit deaktiviert sind, so ist klar zu erkennen, dass das ganze Unlock-System von Star Wars  Battlefront II genau hierauf ausgelegt ist. Mit und in Star Wars hat man es nicht leicht. Die helle und dunkle Seite der Macht ist sehr stark. Die helle Seite ist schon eindeutig: prachtvolle Grafik, wuchtiger Sound, Luke Skywalker, Han Solo, der Millenium Falke und und und…… Die dunkle Seite um so mehr: Lootboxensystem, zähes Fortschrittsystem, maue Kampagne etc. Das klingt jetzt harmlos? Für die meisten hat die dunkle Seite gereicht, das Spiel in den Boden zu stampfen. Mit EA an der Spitze. Es ist einfach, auf dem Entwickler herumzuhacken und EA für alles verantwortlich zu machen. Dice legt technisch immerhin eine sehr gute Arbeit auf den Tisch. Lediglich die Spielmechanik lässt sehr stark zu wünschen übrig. Da kommen mir persönlich Erinnerungen an den jüngsten Teil der Command & Conquer-Serie in den Sinn. Tiberian Twilight wurde von EA in den Sand gesetzt und besiedelte den Untergang der Serie. Da machen wir uns nichts vor. Spielerisch habe ich aber nicht so viel zu meckern. Was mich am meisten stört, ist das etwas verbockte Balancing im Multiplayer. Das fällt wiederum meiner Meinung auf den Loot zurück. Ich bin wirklich gespannt, was sich EA einfallen lässt, um die Mikrotransaktionen zurückzuholen. Es wäre für alle das Beste, dass die Mikrotransaktionen aus dem Spiel entfernt und durch eine angenehme InGame-Währung ersetzt werden. Dieser Artikel Star Wars Battlefront II Review war zuerst auf TVGC.de erschienen.
05.12.2017 - 00:08:07
https://www.tvgc.de/star-wars-battlefront-ii-review/
 
Fifa 18 Review
Dieser Artikel Fifa 18 Review war zuerst auf TVGC.de erschienen. Fifa 18 ist erschienen. Ich weiß jedoch noch als wäre es erst gestern gewesen, wie ich Fifa Soccer 96  auf meinem 15-Zoll-Monitor gespielt habe. Wie es Spieler zusammengetrommelt und begeistert hat. „Dies sieht aus wie eine Fernsehübertragung“, lies es verlauten. Ich könnte jetzt für jedes Jahr die technischen Neuerungen durchgehen und Lobeshymnen schreiben, aber die Augen gewöhnen sich auch ohne diesen Einführungstext an die grafischen Innovationen der letzten Jahre. Wir betreten nun den heiligen Rasen und versuchen, euch einen Kaufgrund für EAs neueste Auflage der Fifa-Serie zu liefern. Spielerisch liegt FIFA seit Jahren auf einem guten Niveau und präsentiert dabei eine Mischung aus Zugänglichkeit, Realismus und actiongeladenen Szenen. Kein Wunder, dass in diesen Punkten auch die Stärken von FIFA 18 liegen. Es hat sich zwar kaum Revolutionäres getan, im Grunde muss das aber auch nicht sein. Angriff und Abwehr gehen insgesamt gut von der Hand, wobei wir insbesondere in der Defensive deutlich stärker gefordert sind, als das noch bei FIFA 17 der Fall war. Das einfache Zudecken des Ballführenden durch stetiges Drücken von X (auf der PlayStation 4) reicht nicht mehr aus, um irgendwann zwangsläufig den Ball zu bekommen. Den freien Raum zudecken und exakte Grätschen führen hingegen schon konsequenter zum Erfolg. Es werden Einsteiger wie auch Profis bedient, was am Ende auch den Mainstream-Reiz einer populären Spiele-Serie ausmacht. EA hat zudem die Sprintgeschwindigkeit in FIFA 18 heruntergeschraubt. Gerade beim Laufen und Sprinten wirkt das Tempo deutlich reduziert. Ein reduziertes Sprinttempo heißt aber nicht gleich, dass das Spiel selbst stark entschleunigt wird. Durch schnelle Animationen und das eher sichere Pass-Spiel lässt sich das Spiel immer noch schnell spielen. FIFA 18 und auch den Vorgängerspielen fehlt es jedoch ein wenig an Körperlichkeit. Rangeleien zwischen Spielern wirken nicht so intensiv wie bei einer Fußballübertragung. Eine weitere Verbesserung betrifft immerhin die KI, welche nun in allen Bereichen verbessert wurde. Dennoch kommt es im Moment nicht selten vor, dass Fernschüsse ohne Probleme ins Tor gehen. Anders als im vergangenen Jahr dürft ihr euch in „The Journey: Alex Hunter Returns“ jedoch direkt an einer vollständig lokalisierten Fassung erfreuen. Wobei, „vollständig“ stimmt nicht ganz. Aktive oder altgediente Star-Spieler wie Cristiano Ronaldo oder Rio Ferdinand, die ihre Dialoge mit Alex Hunter selbst eingesprochen haben, sprechen auch in der hiesigen Fassung mal mehr oder mal weniger blütenreines Englisch, während Alex ihnen konsequent auf Deutsch antwortet. Als Grundlage kommt dabei einmal mehr, genauso wie im Spiel selbst, die Frostbite-Engine von EA DICE zum Einsatz. Das bedeutet realistische, zur englischen Sprachausgabe lippensynchrone Gesichtsanimationen und ein allgemein grafisches Niveau, das kein aktuelles Sportspiel (auch nicht NBA 2K18) erreicht. Ja, es ist auch viel Seifenoper-Handlung dabei, wenn Alex Hunter von seinem Premiere Club zwingend in die Major League Soccer wechseln muss. Im Rahmen dessen trifft er auf seinen leiblichen Vater, der ihn und seine Mutter einst im Stich ließ. Es kommen fast ausschließlich bekannte Top-Sprecher in der deutschen Fassung zum Einsatz. Alex‘ Manager Michael wird beispielsweise von Torsten Michaelis (Martin Lawrence) vertont. Im Story-Modus verfolgt ihr wie gehabt eure Ziele, gewinnt Spiele und verbessert eure Fähigkeiten im Rahmen der (optional auch simulierbaren) Trainingssessions. Im Rahmen dessen schaltet ihr auch Skillpunkte frei, die ihr in eine höhere Körperkraft oder auch in die Verbesserung eurer Kopfball- oder Fernschussfähigkeit steckt. Auch defensive Fähigkeiten gibt es, aber Alex Hunter dürften die meisten Spieler wohl als Stürmer einsetzen und nicht etwa irgendwo im defensiven Mittelfeld. In den Partien im Story-Modus, bei denen ihr entweder das gesamte Team oder nur Alex Hunter steuert, machen sich bereits die großen Verbesserungen des Spielsystems im Allgemeinen bemerkbar. Erstmals in der FIFA-Reihe sind nicht bloß die Teams der Fußball-Bundesliga sowie der zweiten Liga vertreten, sondern auch die der dritten. Enthalten sind ebenfalls wieder die Fußball-Nationalmannschaften der Frauen, die ihr in Einzelpartien auswählen könnt. Ohne große Umschweife könnt ihr zudem ein WM-Turnier mit einem der Frauenteams starten. Natürlich wissen wir auch, dass Fifa 18 direkt im Konkurrenzkampf mit der PES-Serie liegt. Gameplay gegen Präsentation. Lizenz gegen Realismus. Für Borussia Dortmund-Fans liegt das aktuelle PES Spiel aber um eine Nasenlänge vorn. Die Rechte für den Signal Iduna Park gehen diesmal an Konami. Wen das aber nicht stört, der bekommt trotzdem ein waschechtes Fifa. Die Pässe gehen viel präziser von der Hand, die gezeigten Pfeile am ballführenden Spieler sind (spielerisch) hilfreich und die Grafik übertrifft alle Erwartungen. Lediglich bei der Nintendo Switch-Version, die von unserem Redakteur Benjamin getestet wurde, müssen Spieler mit einigen Abstrichen leben. Ansonsten wirkt das Spiel aber auf beiden Plattformen sehr realistisch. Die richtig großen Neuheiten lassen dennoch auf sich warten und wir vergleichen FIFA auf den Current-Gen-Konsolen mit Butter. Auf der Nintendo Switch können wir nur die Margarine streichen. Beides schmeckt gut. Dieser Artikel Fifa 18 Review war zuerst auf TVGC.de erschienen.
15.11.2017 - 22:40:36
https://www.tvgc.de/fifa-18-review/
 
Wolfenstein 2 : The New Colossus
Dieser Artikel Wolfenstein 2 : The New Colossus war zuerst auf TVGC.de erschienen. Vor über 20 Jahren hielt ich eine 3,5 Zoll Diskette in meinen Händen, auf die jemand mit Kugelschreiber Wolf3D geschrieben hatte. Damals noch platte Welten und Story mit Charme – heute Bombast und eine atmosphärisch aufgeladene Story. Wolfenstein 2 : The New Colossus im Test. Bis jetzt habe ich wirklich jeden Teil der Wolfenstein Serie gespielt und sämtliche Geheimnisse oder Achievements in den Spielen geholt. Daher kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass mir die Serie in ihren Facetten bekannt ist und man bei jedem neuen Spiel weiss, was einen erwartet. Wolfenstein 2 hat zwar die gleiche Formel, die die Serie schon immer hatte, aber überrascht dennoch mehr als positiv mit sehr vielen hervorragenden Ideen und Elementen. B.J. Blazkowicz hat die Nazis besiegt und ihnen eine schöne Atombombe zum Geschenk gemacht. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen allerdings, haben diese die Explosion überlebt und die gesamten USA unter ihre Kontrolle gebracht – so als kleine Abrechnung mit B.J. und seinen Freunden. Scheinbar haben die Nazis sogar eine Allianz mit dem Ku Klux Klan gegründet und die Mehrheit der Amerikaner findet sich mit dem neuen deutschen Lifestyle ab und genießt ihn. Statt sich dem Schicksal zu ergeben und irgendwo in einem Hinterzimmer dahin zu vegetieren, steht BJ vor einer neuen Herausforderung: er wird Vater von Zwillingen. Also wird rasch eine neue Resistance Gruppe mit alten Bekannten gegründet und schon bald werden die Nazi-Reihen dezimiert. Wolfenstein 2 hat es als einer der wenigen Vertreter des Shooter Genres geschafft, dass nicht das Gameplay sondern die Atmosphäre der heimliche Star des Spiels ist. MachineGames haben es gut verstanden, Fiktion und Realismus in das Spiel zu integrieren und eine wirklich glaubwürdige Geschichte zu erstellen, die mit authentischen Charakteren punktet. Als kleines Beispiel sei hier die stillende Mutter erwähnt, die einfach mal vor Erschöpfung auf dem Stuhl einschläft. Genau so muss eine gute Atmosphäre aufgebaut werden – durch kleine aber feine Details. Eine weitere Sache, die Wolfenstein 2 hervorragend im Spieler auszulösen vermag, ist das Mitfiebern mit BJ. Anders als in anderen Spielen ist der Held zu Beginn nämlich ein körperliches Wrack, das keine Woche mehr zu leben hat und ständig am Exitus kratzt. Für mich sind solche kleinen Feinheiten enorm wichtig und tragen zum Spielerlebnis positiv bei. Ich will nicht immer der John oder Steve sein, der mit einer M16 im Alleingang alles niedermäht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das macht einfach keinen Spaß mehr. Wolfenstein 2 hingegen macht hier wirklich alles richtig. Man fiebert, hat Angst und nutzt oft den Stealth Weg, um ans Ziel zu gelangen. Die Fragilität des Helden wird auch durch clevere Rückblenden im Spiel vertieft. Hier sieht man BJ als Kind sowie seine Mutter, seinen Vater und die erste Freundin. Ich möchte hier nicht zuviel verraten, da diese Rückblenden wichtig sind, viele sehr gute Charakterentwicklungen weitergeben und einen vielschichtigen Protagonisten skizzieren. In den Missionen selber hat sich auch einiges getan, was der Atmosphäre enorme Macht verleiht. Überall hängen Propagandaposter, man sieht Bücher und sonstige Militaria. Trifft man in Roswell auf die Bürger und lauscht deren Dialogen, tun sich sehr düstere Abgründe auf. Da wird sich dem Nazi Regime angebiedert oder aber man will den eigenen Freund denunzieren etc. Daher sollte man sich beim Spielen tatsächlich die Zeit nehmen, alle Zeitungsschnipsel zu lesen, den Dialogen zu lauschen und die Szenerie auf sich wirken zu lassen. Aus Gameplay Sicht bleibt sich Wolfenstein 2 treu und orientiert sich an den Next Gen Vorgängertiteln. Energie läd sich nicht vollständig auf, man muss Medipacks und Rüstung finden und auch Munition muss gut gemanaged werden. Der Schwierigkeitsgrad ist happig und selbst auf der einfachsten Stufe wird man sehr schnell auseinandergenommen. Daher bekommt man schon relativ früh im Spiel eine Axt, um Feinde aus sicherer Entfernung lautlos zu töten. Die einzelnen Waffen können durch Upgrade Kits aufgewertet werden, die spärlich verteilt in den Arealen liegen. Hier hat es sich ausgezahlt, erst die Schalldämpfer auf die Waffen zu setzen und dann je nach Gusto Upgrades zu verwenden. BJ erhält seine Upgrades durch exzessives Nutzen von vorhandene Fähigkeiten. Tötet man Feinde mit überproportional viel Energie, so verlangsamt sich der Counter der die Energie absinken lässt. Verteilt man viele Head Shots, so steigert sich der Schaden beim Kimme und Korn schiessen. Im Spiel gibt es aber auch drei richtige Mods, die BJ aber erst nach einem traumatischen Erlebnis vor Gericht erhält. Mit diesen kann er entweder durch Wände brechen, sich durch kleine Schlitze zwängen oder Stelzenbeine entwickeln. Durch den erfolgreichen Abschluss von Nebenmissionen, erhält man Collectibles und verbesserte Fähigkeiten sowie neue Erkenntnisse über die Geschichte. Diese sind zwar gleich gestrickt ( töte den Überkommandanten und hole seine Todeskarte ) aber Zwischendurch ist so eine kurze Mission durchaus spaßig. Wolfenstein 2 : The New Colossus ist ein sehr guter Shooter geworden, dessen wahre Stärke aber nicht in den Ballerorgien als vielmehr im Storytelling und den furchtbar sympathischen Charakteren liegt. Der Umfang kann sich durchaus sehen lassen und das Spiel ist schwer aber niemals wirklich unfair. Wolfenstein 2 wird es auf jeden Fall dieses Jahr in unsere Top 10 der besten Spiele 2017 schaffen.   Dieser Artikel Wolfenstein 2 : The New Colossus war zuerst auf TVGC.de erschienen.
05.11.2017 - 19:44:11
https://www.tvgc.de/wolfenstein-2-the-new-colossus/
 
Songs of Araiah Review
Dieser Artikel Songs of Araiah Review war zuerst auf TVGC.de erschienen. Wenn ihr die Wahl hättet zwischen ewigem Leben in einem goldenen Kerker oder für eure Überzeugungen zu sterben, was würdet ihr tun? Diese Frage stellt die Visual Novel Songs of Araiha an den Spieler, die seit 13. Oktober auch über Steam Greenlight erhältlich ist. Zu Beginn des Spiels schlüpfen wir in die Rolle des 17-jährigen Jason, der aus seinem Heimatdorf davonläuft. Denn in der Welt von Araiah bedeutet der 17. Geburtstag eine rituelle Brandmarkung mit dem Zeichen des lebendigen Gottes/Diktators des Reiches. Doch Jason glaubt nicht an die Göttlichkeit des Herrschers und die Weigerung, sich dem Ritual zu unterziehen, hat nur eine Folge: Tod durch den Strick! Doch Jason hat andere Pläne. Tief im Wald steht ein altes Herrenhaus, um das sich Legenden ranken. Ein wunderschöner Vampir soll hier leben und im Austausch für etwas Blut Wünsche erfüllen. Jasons Plan ist daher Unsterblichkeit zu erlangen. Als der Protagonist an der Tür von Melissa, der mysteriösen Bewohnerin des Hauses, steht, verspricht sie ihm die Erfüllung seines Begehrens. Die Sache hat nur einen Haken. Im Gegenzug muss sich Jason verpflichten ihr den Rest seines Lebens, seines unsterblichen Lebens, zu dienen. Nach kurzem Zögern willigt Jason ein – mit dem Hintergedanken, dass er jede Menge Zeit hat, sich einen Weg zur Flucht zu überlegen – und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Trotz der ersten Anzeichen entpuppt sich Melissa nicht als Vampir sondern als Magierin der alten Göttin Araiah und als die vielleicht schlechteste Köchin der Welt. Ihr Hass für das religiöse Regime auf dem Kontinent verbindet die beiden. In allen sonstigen Belangen sind sie allerdings wie Wasser und Feuer. Songs of Araiah hat einen äußerst interessanten Handlungsverlauf. Auf der einen Seite haben die beiden Protagonisten durch ihre Eigenheiten eine extrem gute Chemie. Während sich die beiden die Spitzen um die Ohren hauen, bleibt auch der ein oder andere Witz auf Kosten der Konventionen von Visual Novels nicht aus. Aber immer wieder sprechen die beiden in ruhigen Momenten auch philosophische Themen an, wie die Dekonstruktion von religiösen Ideen, die Gaia-Theorie oder Nihilismus. Das klingt sehr trocken, ist es aber faktisch nicht, denn die Erzählung schafft es immer wieder diese Ideen auf die persönlichen Gefühle und Erfahrungen der Protagonisten zu bringen. Die erwähnten Comedy- und Slice of Life-Elemente dienen zur Auflockerung. Mehrmals nimmt die Handlung auch dramatische Wendungen, die ich hier nicht unbedingt preisgeben möchte, um das Spielerlebnis nicht zu ruinieren. Es lohnt sich, so viel sei gesagt. Was die technische Umsetzung betrifft, muss man zwischen Grundsätzlichem und der Re-Mastered Edition unterscheiden. Grundsätzlich gibt es drei Dinge zu beachten. Im Gegensatz zu den meisten Visual Novels gibt es keine abzweigenden Handlungspfade. Die Story ist komplett linear. Außerdem ist das Spiel komplett auf Englisch gehalten und es besitzt keine Sprachausgabe. Schließlich ist die Spielzeit mit unter zehn Stunden recht begrenzt. Aber das alles sind Dinge, die mich persönlich nicht gestört haben. Für ein kostenloses Doujin-Game aus dem Jahr 2008 ist das vollkommen in Ordnung. Die Charaktermodelle, die Musik und vor allem die Story sind das wert. Nun ist der Anlass für diesen Test allerdings die am 13. Oktober erschienene Re-Mastered Edition auf Steam. Was hat sich also in den neun Jahren getan? Nun, die gezeichneten Hintergründe und die Auflösung sind besser. Das ist aber auch schon alles, was es an Positivem zu berichten gibt. Während das ursprüngliche Spiel in der Ren’Py Engine geschrieben ist, die speziell für Visual Novels ausgelegt ist, hat man sich bei der Umsetzung der Re-Mastered Edition für eine web-basierte Programmierung entschieden. Die Darstellung im Browser tut dem Spiel wirklich keinen Gefallen. Es geht schon damit los, dass ich das Spiel beim Test nicht aus der Steamoberfläche starten konnte, sondern nur aus dem Ordner heraus. Braucht man etwas länger zum Lesen, hört die Hintergrundmusik einfach auf, nachdem der Titel beendet ist, statt wie in der alten Version einfach von vorne zu beginnen. Die als „new, minimalistic UI“ angepriesene Benutzeroberfläche sieht ganz ehrlich schlechter aus als die Standardoberfläche der Ren’Py Engine. Zudem lässt sie einiges an Funktionalität vermissen, die für Visual Novels eigentlich zum Standard gehört. Eine Skip-Funktion? Eine CG-Galerie für freigeschaltete Grafiken? Oder auch einfach nur ein Speichermenü? Fehlanzeige! Alles Features, die in der alten Version vorhanden waren. Womit kann die Re-Mastered Version dann auftrumpfen? Bonus Content vielleicht? Na ja, Soundtrack ist nicht schlecht. Die Wallpapers, die tief in unserem Steamordner verborgen sind, ersetzen eigentlich nur die nicht vorhandene Galerie und das Musikvideo ist einfach nur das alte Intro, das in dieser verschlimmbesserten Version nicht mal zum Spielstart abgespielt wird. Das grenzt schon fast an Frechheit, die Features der kostenlosen Version herauszuschneiden und als Bonus Content zu vermarkten. Songs of Araiah ist ein durchaus unterhaltsamer Titel für Fans des Genres – mit einer guten Story, Charakteren und Hintergrundgeschichte. Ist die Re-Mastered Edition ihre 14,99€ wert? Nein, aus meiner Sicht nicht. Wenn euch die Story interessiert, dann empfehle ich euch persönlich den Download der kostenlos verfügbaren Version 1.01 in der ursprünglichen Engine. Wenn euch das Spiel gefällt, oder ihr es bereits damals schon gespielt habt, dann kann man sich die Anschaffung der Steam-Version immer noch überlegen, um damit die Entwickler zu unterstützen. Von einem blinden Kauf hingegen kann ich euch nur abraten. Dieser Artikel Songs of Araiah Review war zuerst auf TVGC.de erschienen.
27.10.2017 - 11:47:07
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The Evil Within 2 Review
Dieser Artikel The Evil Within 2 Review war zuerst auf TVGC.de erschienen. Der Oktober ist der Halloween Monat. Mit The Evil Within 2 werden Alpträume schon früher wahr. Wir haben uns in den Horror Schocker gestürzt und so manches Monster in blutigen Brei verwandelt. 2014 erschien mit The Evil Within ein kleines aber feines Horrorspiel, dass unter keinem geringeren als Shinji Mikami, seines Zeichens Resident Evil Urgestein, realisiert wurde. Zum Erscheinen des Spiels gab es zwar durchaus positive Kritiken und Spielerechos, aber der große Wow Effekt blieb leider aus. Daher galt es nun bei The Evil Within 2, alles besser zu machen und für eine feste Fanbase zu sorgen. Wir können gleich vorweg sagen, dass dieses Kunststück bei The Evil Within 2 geglückt ist und man sogar als Bonus ein klein wenig Nostalgie und Fanservice in das Spiel gepackt hat. Jahre sind vergangen, seit der Ex Cop und mittlerweile Alkoholiker Sebastian Castellanos seine Frau und Tochter sowie beinahe seinen Verstand verlor. Mit dem Leben schon so gut wie abgeschlossen und dem Fusel nicht abgeneigt darf Sebastian allerdings neue Hoffnung schöpfen. Eine Figur aus der Vergangenheit eröffnet ihm, dass seine Tochter Lily noch am Leben ist und er diese retten kann. Einziges Problem: Sebastian muss zurück in das STEM System und dieser Ausflug könnte der letzte sein, auch wenn die Kleinstadt Union zunächst ganz harmlos erscheint. Union ist das mit Abstand fieseste Pflaster seit Silent Hill und Raccoon City, soviel steht gleich zu Beginn des Spiels fest. Sämtliches Leben in dieser Kleinstadt ist einem Mix aus organisch vermoderten Monstern und hyperaggressiven Zombies gewichen, die keine Chance auslässt, Sebastian zu töten. Im direkten Vergleich zu Beacon aus dem Vorgängerspiel, wirkt The Evil Within 2 in dieser Hinsicht angenehm dynamisch, modern und plausibel. Was auch daran liegt, dass die Monster Bewegungstypen haben, die man nicht immer vorhersagen kann. Die Variationen der Monster machen zum einen Spaß und zum anderen sind sie extrem fordernd. Man braucht für jeden einzelnen Typus eine neue Taktik um zu überleben. Der zweite große Feind ist Union selber. Sie wirkt wie eine riesige Falle, die hinter jeder Tür eine neue böse Überraschung parat hält. Die Stadt wechselt in unregelmäßigen Abständen ihr Gesicht. So kann es schon mal passieren, dass man ein Haus betritt und dann auf einmal in einem Wald landet oder aber inmitten eines Labors. Trotzdem kommt man nicht umher, in dem Open World Areal jeden Winkel zu besuchen. Union lädt dazu ein, von der regulären Route abzuweichen und den kleinen verschlungenen Weg in das Gartenhaus zu nehmen. Hier macht Open World wirklich Sinn und wirkt direkt positiv auf die Spielatmosphäre. Es ist so auch möglich, Munition zu finden, die man erst später benötigt und somit schwere Gegner auszuschalten. Damit ist jeder Spieldurchgang anders und für jeden Spielertypen ist etwas dabei. Ich persönlich habe den höchsten Schwierigkeitsgrad gewählt, da ich Survival Horror Spiele grundsätzlich immer so real wie möglich erleben will, was Ressourcen angeht. Um zu überleben gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen der actionlastige Weg mit viel Schußwaffengebrauch und zum anderen der Stealth Weg. Zweiteres ist die bessere Variante da man das Spiel wirklich als das erleben kann, was es ist: eine Tour de Force. Gerade zu Beginn des Spiels ist die Lebensenergie noch gering und die Ausdauer auf dem Niveau eines Couchpotatoes. Daher reichen schon drei Treffer eines Monsters um zu sterben. Hier sollte man von der Instakill Funktion Gebrauch machen. Schleicht man sich erfolgreich an Feinde heran, kann man diese mit einer Messerattacke direkt töten – manchmal zumindest. Eine Sache, die The Evil Within 2 richtig macht,ist dasverteilen von Munition und anderen Ressourcen. Man hat zwar die ständige Angst im Nacken, ohne Munition auf Feinde zu treffen, aber man findet  jederzeit Nachschub. Alternativ kann man auch eigene Munition herstellen, sofern man genügend Materialen zum craften hat. Aber trotzdem muss man oft den taktischen Rückzug in Betracht ziehen. Genau dieser Reiz macht The Evil Within 2 zu einem großartigen Spielerlebnis. Der eigene Charakter wird durch grünes Gel aufgewertet. Tötet man Feinde, kann man deren Sekret aufnehmen und in Upgrades umwandeln. Attribute wie Stealth oder Recovery können so verbessert werden. The Evil Within 2 verzichtet auf einen überflüssigen Multiplayer Modus und bietet die beste Survival Horror Erfahrung seit langem. Der Titel schafft es, gute Versatzstücke aus Filmen und anderen Spielen zu nehmen und diese perfekt in das Spiel zu integrieren. Man fühlt sich direkt wohl und möchte immer mehr von der Welt sehen. Erfreulich ist auch der Mut, die Gewalt so einzusetzen, dass sie nicht plakativ aber dafür effektiv wirkt. Wer sich die Mühe macht auch in den kleinsten Ritzen zu suchen, wird mit kleinen Easter Eggs wie dem Kettenhund aus der Wolfenstein Reboot Serie belohnt. The Evil Within 2 ist ein hervorragender Survial Horror Titel, der sich weder vor Silent Hill noch vor Resident Evil verstecken muss. Die Story überrascht stets wieder mit fiesen Einfällen und Twists und man knabbert immer an den Fingernägeln. So muss es sein.   Dieser Artikel The Evil Within 2 Review war zuerst auf TVGC.de erschienen.
17.10.2017 - 11:55:47
https://www.tvgc.de/the-evil-within-2/
 
Ys VIII: Lacrimosa of Dana Review
Dieser Artikel Ys VIII: Lacrimosa of Dana Review war zuerst auf TVGC.de erschienen. Ys VIII: Lacrimosa of Dana klingt wie Musik in den Ohren. Der Überlebenskampf als Rollenspiel. NIS America präsentiert den mittlerweile achten und besten Teil der Ys Reihe. Über 70 Stunden Rollenspiel Atmosphäre bei uns im Test! Die Ys-Reihe gehört zu den RPG-Serien, die eher unbekannter in unseren Gefilden sind. Dafür erfreut sich die Serie in Japan großer Beliebtheit, was nicht zuletzt an der Jahrzehnte überdauernden Story liegt. Ich habe erst vorletztes Jahr im Rahmen eines Kaufrauschs von Handheld-Rollenspielen von besagtem Spiel erfahren und freue mich nun, dass mit Lacrimosa of Dana eine waschechte Perle den Weg auf Playstation sowie PS Vita findet. Wir dürfen also endlich wieder die Vita entstauben. Adol Christin, der wortkarge Held der Ys-Reihe, hat sich für ein neues Abenteuer eingeschrieben. Dieses Mal soll die Reise zu fernen Kontinenten gehen, auf einem Passagierschiff. Auf diesem gibt es natürlich auch diverse Arbeiten zu erledigen, Deck schrubben und für eine Feier die Security machen. Der ganz normale Wahnsinn also. Doch warum tut sich ein Abenteurer mit jahrelanger Erfahrung so ein harmlos langweiliges Unterfangen freiwillig an? Wegen einer mysteriösen Insel natürlich, von der noch nie jemand zurückgekehrt ist. Diese Insel passiert das Schiff genau in dem Augenblick, als riesige Tentakel den Kahn zum Kentern bringen. Ein kurzer Blackout und Adol erwacht auf einer unbekannten Insel, umringt von Feinden und einem rostigen alten Schwert im Sand. Es passiert selten, dass mich ein Rollenspiel direkt in seinen Bann zieht und sich bei mir Bewunderung und emotionle Regungen bemerkbar machen. Ys VIII schafft das allerdings von Sekunde eins an. Es liegt an der Farbgebung des Spiels und dem Setting. Das blaue weite Meer und ein blauer Himmel mit Insel-Atmosphäre sind als Setting für ein Rollenspiel-Abenteuer fast unschlagbar. Ein Hauch von Nostalgie wurde im Spiel sehr dezent eingesetzt und man merkt den 80er-Jahre-Ursprung der Serie. Das Spielgefühl wirkt wie Sommerferien in der Schulzeit, als man mit dem Fahrrad durch die Felder fuhr. Die Handlung von Ys VIII entspinnt sich zu Beginn eher langsam. Nachdem man von Feinden umringt wurde und einen Überlebenden gefunden hat, trifft man den Kapitän des Schiffs, der sich so gleich daran gemacht hat, eine Basis zu bauen. Dieser noch ungesicherte Ort, der an einen besseren Zeltplatz erinnert, ist der Dreh und Angelpunkt des Abenteuers. Der Clou an der Basis ist, dass man neue Überlebende finden muss, die jeweils mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet sind. Diese Fähigkeiten sorgen zum Beispiel für Nahrung oder Medizin, vorausgesetzt man hat die passenden Ressourcen gefunden und abgeliefert. Die Aufgabe von Adol und zwei Mitstreitern ist es, zu Beginn die Insel zu erkunden und kartografieren. Die drei spielbaren Charaktere unterscheiden sich bezüglich Gameplay voneinander. Während Adol ein Allrounder ist, der mit Schwert in den Kampf stürmt, ist Laxia mit ihrem Degen eher für schnelle Gegner und Flugmonster geeignet. Daher muss man in den zahlreichen Kämpfen häufig zwischen allen Kämpfern wechseln um nicht gnadenlos zu unterliegen. Gerade zu Beginn sollte man sämtlichen Tieren aus dem Weg gehen, die wie aus dem Jurassic Park entflohen aussehen. Diese Dinosaurier machen kurzen Prozess mit der Gruppe. Insgesamt ist Ys VIII ein Rollenspiel, das zu Beginn schon fordernd ist. Man kann den Schwierigkeitsgrad zwar einstellen, aber die Gegner haben immer ihre Tücken. Hat man sich aber daran gewöhnt, sind die Kämpfe in Echtzeit jedesmal eine spannende Angelegenheit. Die KI der gerade nicht aktiv gespielten Mitstreitern agiert erfreulicherweise recht clever. Man muss sich nicht auf verlorene Energie einstellen oder plötzlichen Tod aus reiner Dummheit. Die unterschiedlichen Vorteile der einzelnen Charaktere werden auch durch die jeweiligen Special Moves unterstrichen. Diese Special Attacks sind nicht unbegrenzt durchführbar. Man muss erst ein Action Rad aufladen. Dies geschieht durch geschickte Combos und gutes Kampfverhalten. Wie bei Hack n Slay Spielen üblich, kann durch geschicktes Ausweichen oder Parieren eines Angriffs die Zeit verlangsamt werden oder man erhält andere Vorteile. Daher ist es unabdingbar, dass man Ausweichmanöver und Blocken frühzeitig lernt, ansonsten ist weiterkommen fast nicht möglich. Was an Ys VIII: Lacrimosa of Dana wirklich stört sind die sehr langen Ladezeiten auf der PS Vita, wenn ein neues Areal betreten wird. Im Vergleich zur PS4-Version müssen leider auch Einschränkungen in Kauf genommen werden. Insgesamt wirkt das Spiel auf der Vita etwas träger und grafisch reduzierter. Das aber als Kritikpunkt zu betrachten ist eher unsinnig da für sich genommen, die Vita-Version von Ys VIII immer noch sehr gut spielbar ist. Mit Ys VIII: Lacrimosa of Dana kommt endlich wieder neues Futter für die PS Vita in den Handel. Die Kampagne ist lang und eines Rollenspiels würdig. Wer den Titel noch nicht in der Sammlung stehen hat, sollte also getrost zugreifen und sich auf ein spannendes Abenteuer freuen. Dieser Artikel Ys VIII: Lacrimosa of Dana Review war zuerst auf TVGC.de erschienen.
11.10.2017 - 17:05:24
https://www.tvgc.de/ys-viii-lacrimosa-of-dana-review/
 
 
 
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