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Auf Blitzlichtglitzer beschreibe ich meinen Weg in einen Medienberuf, erzähle aus meinem Leben in Berlin und verarbeite zu Texten, was mich bewegt. Ich bin 22 Jahre alt, befinde mich am Ende meines Irgendwas-mit-Medien-Studiums, wohne in Berlin und habe pinke Haare.
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Hinzugefügt am 26.02.2017 - 22:10:53 von lucialillinella
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Gedichte im Frühling
Ja, Du liest richtig: Ich schreibe Gedichte. Ab und zu, wenn mein Gehirn vor lauter Worten überläuft. Unter der Dusche oder bei einem Spaziergang im Regen. Ob sie mir gelungen sind, mögen die Leser*innen entscheiden. Denn weil ich diese Woche wenig Zeit für einen neuen Blogpost habe, kam ich auf den Gedanken, einfach ein paar meiner Gedichte zu veröffentlichen - und zwar solche, die ich im Frühling geschrieben habe. Das würde ich gerne passend zu jeder Jahreszeit wiederholen - wenn Du magst und diese Aktion den Erfolg meines letzten Posts nicht gleich dämpft. (Danke dafür übrigens!) Einige Gedichte sind bereits auf Wortkonfettiregen erschienen - einem Blog, der vor ein paar Jahren im Rahmen eines Uni-Projekts entstanden ist. Der ist aber nicht mehr wirklich aktiv, also bleib lieber hier und lies:ZeitDie Welt ist so weitIn diesem Wahnsinn aus Zeit.Die Jahre fliegen vorbei.Und solange sie fliegen, sind wir frei.In Gefühlen und GedankenBringen wir die Welt ins Wanken.Unser ganzes Leben langFolgen wir diesem inneren Drang,Uns am Leben zu betrinken,Aus der Ferne den Sternen zu winken,Uns die Haare zu raufen,Ein paar schöne Dinge zu kaufen,Für die exotischsten SpeisenEinmal um die Welt zu reisen,Den Halt zu verlieren,Um was Neues auszuprobieren...Und wenn wir dann inne halten,Betrachten wir unsere Falten,Lassen die Blicke schweifenUnd versuchen die Zeit zu begreifen.Die Minuten, Sekunden und Stunden,Sie haben uns doch gefunden,Obwohl wir zu wissen glaubten,Dass diese Momente niemals verstaubten,In denen wir dachten, die Zeit stünde still.Und nun ist schon wieder April.Der wievielte, das haben wir vergessen,Aber Zeit lässt sich sowieso nicht in Tagen messen.(April 2015, für Opa)Wer wäre ich, hätte ich nicht ein wortinspiriertes Make-up auf Lager?Das WesentlicheLebendes WesenOhne Sinn für das WesentlicheMit wesentlich mehrAls drei WortenImmer noch schwerZu beschreibenWas Sinn machtUnd was loseIm Wind wehtWährend die wesentlichen WesenVerwesen(März 2015)Am Anfang das Wort...RegenEs regnet, es regnet,Die Erde wird nass.Du stehst dort im RegenUnd bist ganz blass.Du schaust mich an,Fragst, wie ich das kann:Verheddert in all den SpinnenwebenWeiterzumachen und zu überleben.Ich stehe im Regen,Ich gehe im Regen,Ohne lang zu überlegen -Du musst Dich bewegen!Gib mir die HandUnd ich zeig Dir das LandHinter der Wand,Die Deine Schritte behindert.Ich geb Dir die Hand,Zeig Du mir Dein LandZwischen all den Regentropfen,Die Deine Lunge verstopfen,Bleibt noch ein Hauch von Luft.Und der bezaubernde DuftNach dem Leben.Auch wenn sich Gewalten über Dich erheben,Hör niemals auf, nach dem Leben zu streben.Denn Du bist es wert.Und wer das nicht denkt, der denkt verkehrt!Es regnet, es regnet,Die Erde wird nassUnd je nasser die Erde,Desto grüner das Gras.(März 2015)Mehr Bilder findest Du auf meinem Instagram-Profil.FrühlingserwachenDer Himmel ist blau, so blau,Voll von zarten Schleiern von Wolken.Sie haben die Farben von Rosen und FliederUnd spiegeln die goldene Sonne wieder.Überall Frühling und Lachen und Musik,Die Luft voll frischer Düfte.Die Welt, wie sie aufblüht und lebt -Bis eines Tages die Erde bebt.(März 2010)2015 mit schwarzen Haaren beim Wortkonfettiregen-Shooting.Was das letzte Gedicht betrifft, wirst Du spätestens im Winter meinen Hang zu makaberen Wendungen näher kennenlernen. 😉 Was sagst Du? Findest Du Gedichte eher langweilig und altmodisch oder kannst Du Dich dafür begeistern? Vielleicht bist Du auch ein Poetry-Slam-Fan? Damit kann ich persönlich ja eher weniger anfangen - aber vielleicht liegt das daran, dass ich noch nie teilgenommen habe?Lass mir in den Kommentaren Dein Feedback da!---
23.04.2017 - 18:09:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/04/gedichte-im-fruehling.html
 
Menschen-Vielfalt im Supermarkt
Der Supermarkt ist voll. Wie üblich am Tag vor einem Feiertag. Ich muss einmal quer durch den Laden laufen, um das Ende der Schlange an der Kasse zu erreichen. Menschen füllen die Gänge und schieben einander an den Regalen vorbei. Ab und zu bekommt man die Räder eines Einkaufswagens in die Hacken. Es ist Donnerstag Nachmittag. Auf der Arbeit durften wir eine Stunde früher Schluss machen. Ich will nach Hause und die tollen veganen Sachen essen, die ich festhalte, als könnte sie mir jemand wegnehmen. An einer Kreuzung zwischen Schlange und Gang drängeln sich zwei Mädchen vor. Sie sprechen kein Deutsch, fallen aber äußerlich nicht weiter auf. Ich atme einmal geräuschvoll aus, sage aber nichts. Das Ende der Schlange liegt inzwischen in weiter Ferne - warum sollte ich jemandem den kurzen Einkauf von Süßigkeiten vermiesen?In der linken Nebenschlange brüllt ein grauhaariger Herr eine Gruppe junger Männer an: "In Deutschland stellt man sich hinten an!""Ja, ich weiß, in unserm Land ist das auch so!", antwortet einer der Jungs genervt.Die Frau vor ihnen dreht sich um und starrt die Gruppe einfach nur missbilligend an, während sie den Kopf schüttelt."Ja, was ist?", fragt der junge Mann von eben sie."Darf ich nicht gucken? Ist das nicht erlaubt bei euch?"Er rollt mit den Augen - offenbar nicht zum ersten Mal in so einer Situation."Ihr steht hier falsch!" fügt die Dame spitz hinzu."Ja, ich weiß, aber wo sollen wir denn hin?", fragt der Junge fast verzweifelt. "Wie sollen wir denn da durch kommen?" Er deutet auf den Einkaufswagen. Mit dem sperrigen Ding ist es tatsächlich unmöglich, sich durch die Menschenmassen bis zum Ende der Schlange zu drängen."Wir warten hier doch nur, bis alle vorbei sind!"Die Frau starrt weiter und schüttelt ihren Kopf. Der graue Mann von eben stimmt mit ein. Die Leute gucken zu. Niemand möchte seinen Platz in der Schlange aufs Spiel setzen. Die Diskussion scheint beendet. Alle sind froh, dass sie nicht eingreifen mussten. Ich werde in den Kassenbereich geschubst. Ware aufs Band - Band rollt davon - Kassierer drückt mir das Rückgeld in die Hand.Draußen scheint die Sonne. Menschen sind unterwegs. Berliner*innen und Zugezogene und Tourist*innen. Inländer mit und ohne Migrationshintergrund. Ausländer, die hier leben, und solche, die nur zu Besuch sind. Menschen mit und ohne Kopftuch. Menschen mit grün gefärbtem Bart und Menschen ohne Haare. Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen mit Talenten und Menschen, die sich für was Besseres halten. Arme, reiche, junge, alte, dicke, dünne, dumme und kluge Menschen. Menschen und Tiere und Aliens wie ich. Sie alle sind heute unterwegs in der Sonne und bereiten sich auf die Feiertage vor, die für manche Ostern sind und für andere bloß freie Tage.Glaubt man kaum: Kein Alien, nur Mensch."Ein frohes Osterfest" haben mir in den letzten Tagen zahllose Kassierer*innen und Kolleg*innen und Instagramer*innen gewünscht. Ich bin katholisch getauft, also passt das schon irgendwie. Und "Fährst Du in die Heimat?", haben sie gefragt."Ich wohne in Berlin. Und ich bleibe zu Hause.", habe ich geantwortet."Achso, also kommst Du ursprünglich aus Berlin?""Nein.""Ok... aber Du besuchst nicht Deine Familie?! Oder lohnt sich das die paar Tage nicht für dich?"Menschen mit und ohne Familie. Menschen, die ihren Verwandten noch in die Augen schauen können, und Menschen mit Pegida-Onkeln. Menschen, die Medizin studieren und Menschen, die ihren eigenen Weg gehen. Menschen, die von ihren Eltern akzeptiert werden, und solche, die man rauswirft. Menschen mit schönen und hässlichen Geschichten.Alle wehen mit dem Wind.Es heißt: Alle Menschen sind gleich. Aber das ist vielleicht zu einfach formuliert. Denn eigentlich bedeutet es: Menschen sind unterschiedlich und vielfältig - und vor diesem Hintergrund sollten sie alle gleich gut behandelt werden.-
15.04.2017 - 17:37:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/04/menschen-vielfalt-im-supermarkt.html
 
Vegan, die sanfte Tour: Der etwas andere vegane Weg
Wer mir auf Instagram folgt, weiß vermutlich schon, dass ich vegan lebe. Das heißt, ich ernähre mich vegan, achte auf vegane, tierversuchsfreie Make-up- und Kosmetikprodukte und kaufe vegane Kleidung. In meinen Instagram-Stories hattet und habt ihr das ganze Wochenende lang die Möglichkeit, euch anzuschauen, was ich so esse. Falls ihr annehmt, dies hier wird jetzt ein kompletter Vegan-Blog voller supergesunder Rezepte ohne Zucker und missionarischer Appelle, dann liegt ihr allerdings falsch. Das vegane Leben gehört inzwischen zu meinem Alltag und wird deshalb sicher hin und wieder auch auf diesem Blog ein Thema sein. Zu Beginn meiner veganen Reise bin ich aber gar nicht mal so unkritisch an die Sache herangegangen.Typisches Wochenend-FrühstückIch lebte zwar schon seit Jahren vegetarisch und hatte mich auch mit Veganismus schon beschäftigt, als ich vor rund anderthalb Jahren im Rahmen eines Praktikums zum ersten Mal den veganen Green Market in Berlin besuchte. Von dem Gespräch, in das mich ein Peta-Aktivist dort verwickelte, fühlte ich mich aber eher belästigt als inspiriert. Meiner Ansicht nach kann man niemanden zu einer veganen Lebensweise zwingen und durch permanentes Anklagen und Schlechtmachen der fleischessenden Menschen lassen die sich garantiert nicht überzeugen. Deshalb habe ich mich lange nicht hundertprozentig für das vegane Leben entschieden: Außerhalb wie innerhalb der veganen Gemeinschaft schien eine ziemlich feindliche Stimmung zu herrschen. Da gibt es die aggressiven Vegan-Gegner*innen, die penetranten Missionierer*innen, die Healthy-#veganforfit-Veganer*innen mit ihren Bodybuilder-Körpern - und alle haben etwas auszusetzen an denen, die nicht genauso leben wie sie.Das hat mich ziemlich aufgeregt und da ich zu der Zeit gerade für das Online-Magazin Kultmucke.de schrieb, begann ich eine Artikel-Reihe mit dem Titel "Vegan, die sanfte Tour". Ich wollte beweisen, dass es auch anders geht, und gleichzeitig einen eigenen veganen Weg finden, der zu mir passt. Wie die ersten Monate abliefen und was ich von außen alles zu hören bekam, kannst Du in den vier Teilen der Reihe nachlesen:Teil #1: The Green MarketTeil #2: 2011 will seine Klischees zurück?Teil #3: Warum eigentlich?Teil #4: Vegane WeihnachtenAls mein Praktikum beendet war, fand ich leider nicht die Zeit, meine "Vegan, die sanfte Tour"-Reihe weiterzuführen. Außerdem stellte ich fest, dass ich nicht schrittweise immer mehr vegane Elemente in meinen Alltag implementierte, sondern den Veganismus nach einigen Monaten bereits in alle Lebensbereiche integriert hatte. Ich bin eben so ein Ganz-Oder-Gar-Nicht-Mensch. Meine Einstellung zu den Anfeindungen zwischen Veganer*innen und Omnivoren beziehungsweise der vegan lebenden Menschen untereinander hat sich dabei nicht verändert. Ich habe allerdings festgestellt, dass viele auch ähnlich denken wie ich. Die meisten Veganer*innen sind absolut tolerant gegenüber Personen, die ihre Lebensweise nicht teilen. Umgekehrt sieht das oft anders aus, worauf ich in Teil 2 meiner "Vegan, die sanfte Tour"-Reihe näher eingehe.Wenn mal wieder ein dummer Kommentar zur veganen Lebensweise kommt...Zu den Angehörigen der "Vegan-Polizei" kann ich nur sagen, dass ich mich nicht für das vegane Leben entschieden habe, um mich super gesund zu ernähren, auf Zucker, Kohlenhydrate, Fett oder sonstwas zu verzichten oder an einem Fitness-Body zu arbeiten. Als ich vor fünf Jahren anfing, vegetarisch zu leben, tat ich das, weil ich keine getöteten Lebewesen essen wollte. Aus den selben Gründen lebe ich heute vegan. Was als Experiment begann, wurde zu der Überzeugung, dass für mich kein Tier sterben oder schlecht behandelt werden sollte. Schließlich habe ich als menschliche Kreatur die Möglichkeit, auch ohne den Konsum von tierischen Produkten zu überleben. Das ist meine persönliche Meinung und jeder andere Mensch muss für sich selbst entscheiden, wie er das handhabt. "Leben und leben lassen". 😉Ich denke, das reicht vorerst für einen kleinen Einblick in meinen veganen Weg. Mit den verlinkten Artikeln hast Du ja noch etwas Lesestoff. Auf meinem Instagram-Profil findest Du häufiger etwas zu veganem Essen und Make-up. Möchtest Du auch hier mehr darüber lesen? Erzähl mir doch in den Kommentaren, wie Du Dich ernährst und ob Du deswegen schonmal angefeindet wurdest! -
09.04.2017 - 15:43:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/04/vegan-die-sanfte-tour.html
 
Oster-Talk & DIY: Einhorn, Häschen und Herzen basteln
Der Frühling hat Berlin inzwischen voll im Griff. Sonne, Eis und Pastellfarben ziehen ein in mein kleines Zimmer, in dem ich das Wetter allergiebedingt besser genießen kann... Außerdem ist bald Ostern. Und da ich ab morgen erstmal mit dem Beginn meiner neuen Arbeit beschäftigt sein werde, habe ich die letzte freie Woche schon genutzt, um österliche Stimmung in die Bude zu bringen. Verena von YoungMomBlogging veranstaltet nämlich eine Blogparade zu dem Thema. Diesen Anlass möchte ich gerne nutzen, um zum ersten Mal bei sowas mitzumachen. 😉Ostern und Gott?Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal zu Ostern etwas gemacht habe, außer mich mit Marzipan-Ostereiern einzudecken. Als Kind habe ich natürlich auch im Wald nach versteckten Süßigkeiten gesucht. Aber der hauptsächliche Anlass war immer auch der ursprüngliche Sinn dieses Fests - die Auferstehung Jesu von den Toten. Ich bin katholisch getauft, relativ religiös aufgewachsen und habe das immer sehr ernst genommen. Mit dem Erwachsenwerden korrelierte mein Leben immer mehr mit der Bibel und ich habe mich mit dem Glauben kritisch auseinandergesetzt. Deshalb habe ich inzwischen etwas Abstand genommen vom Christentum und den religiösen Festen. Vielleicht gehe ich darauf in einem anderen Post einmal näher ein.Der Osterhase steht schon in den Startlöchern.Dieses Jahr habe ich einen alten Trend für mich wiederentdeckt, den einige von euch vielleicht noch aus ihren Grundschultagen kennen: Scoubidou-Bänder! Wer von euch hat damit früher auch seinen Schlüsselbund bestückt? Ich muss ja sagen, dass ich keine große Bastelfee bin. Ich kann auch nicht malen oder zeichnen und eine schöne Handschrift habe ich auch nicht. Selbst Mandalas ausmalen oder Sachen ausschneiden gelingt mir nicht gerade auf ansehnliche Weise. Wenn ich also mal eine Beschäftigung brauche, bei der ich nicht nachdenken muss und entspannen kann, dann flechte ich Scoubidou-Bänder. Dank meines Praktikums in einer Grundschule vor einigen Jahren konnte ich mir die Technik dort von Profis wieder beibringen lassen. Und das Internet bietet auch einige Anleitungen für kleine Figuren.Mit Wackelaugen sieht alles süß aus. 👀Hier habe ich das Herz und außerdem Anleitungen für die Grundtechniken gefunden. Die Osterhasen kommen von dieser Seite. Einmal die Grundtechniken wieder aufgefrischt kamen mir gleich einige Ideen für eigene Kreationen. Also habe ich mich, passend zur Saison, an Ostereiern versucht, die man allerdings auch mit Tränen verwechseln könnte... Das Venussymbol hat natürlich nicht direkt etwas mit Ostern zutun, aber ich mag es und habe es schon ein paar mal als Kette getragen. Die Häschen, Herzen und Ei-Versuche verschönern jetzt zwischen meinen bald ein Jahr alten Geburtstagsblumen die WG.Was kommt da wohl für ein elegantes Wesen auf uns zu?Aber kommen wir doch zum Highlight für alle, die sich im aktuellen Regenbogen-Einhorn-Trend freudestrahlend wiederfinden. Zum April-Wetter und den Frühlingsfarben passt das ja wohl allemal. Das ist mein erster Versuch einer so aufwendigen und vor allem selbst konzipierten Figur. Also seht ihr nach, wenn sie nicht ganz perfekt aussieht. Bei allem Rosa-Glitzer-Kitsch-Kram kommt Schönheit schließlich immer noch von innen. Wer mir auf Instagram folgt, hat bereits mitbekommen, dass das Einhorn noch namenlos ist. Ich würde mich deshalb über eure Vorschläge freuen! 😊Es ist - ein Einhorn! Aber es ist noch namenlos. 😩Falls ihr das Einhorn nachbasteln wollt, könnt ihr meine Anleitung als PDF anschauen und herunterladen (hier würde es einfach den Rahmen sprengen):Einhorn-Bastelanleitung hier öffnen und/oder downloaden!Viel Spaß bei Ausprobieren und verzweifelt nicht, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt. 😉Mit seinem flotten Gefährt ist das Einhorn schnell unterwegs... Mit diesen kleinen Basteleien habe ich mich zumindest dekorativ wieder an Ostern herangetraut. Natürlich kann man so ein Fest auch ohne den religiösen Hintergrund feiern oder einfach gar nicht beachten. Das sollte, wie auch an Weihnachten, jede*r für sich selbst entscheiden. Die ersten Schritte im Leben eines Plastik-Einhorns. -Wie verbringst Du Ostern? Versteckst oder suchst Du die Ostereier? -
02.04.2017 - 18:12:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/04/blogparade-ostern-einhorn-diy.html
 
Frühlingsgefühle auf dem Kreuzberg
Mit Sonnenwärme und Jacke überm Arm beginnt meine letzte freie Woche, bevor ich meinen ersten richtigen Vollzeitjob anfange. Ich habe mir vorgenommen, mir diese Woche ganz für mich zu nehmen. Das heißt auch, dass ich gestern zum vermutlich letzten Mal in meinem bisherigen Nebenjob gearbeitet habe. Ganz sicher bin ich mir noch nicht, denn Freizeit zu verbringen, fällt mir gar nicht mal so leicht.Alle genießen die Sonne im Freien - sofern sie keinen Heuschnupfen haben.So schön es ist, draußen zu sein - mit einer Allergie gegen alles, was sich Frühblüher schimpft, hält man es dort nicht allzu lange aus. Dennoch habe ich mich anlässlich der kletternden Temperaturen kurz in das nächstgelegene Stück Natur inmitten der Großstadt gewagt.Blick vom Kreuzberg auf Berlin - wenn da nicht so viele Bäume wären.Bald ist Ostern. Die Vögel haben schon passende Dekoration vorm Haus.Ich war nicht allein da draußen. Menschen, Hunde und zwitschernde Vögel waren präsent an jeder Ecke. So mancher Zeitgenosse scheint allerdings zu viele Frühlingsgefühle abbekommen zu haben. Schnell wird ein sonniger Spaziergang zum Spießrutenlauf, wenn einem der Sinn nicht nach unangenehmen Anmachen auf der Straße steht. Das ist mir heute mehr als einmal passiert und ich fühle mich anschließend immer wie der unfreundlichste Mensch aller Zeiten. Aber wie soll ich solche Typen anders abwimmeln, für die ein versehentlicher Blick scheinbar gleichbedeutend mit einer Liebeserklärung ist?Alles vollgeschmiert!1!!11!Da mache ich doch lieber den Hans Guck-in-die-Luft und schaue mir ganz ignorant den tiefblauen Himmel an. Warum vergesse ich, wenn ich die Sonne scheint, eigentlich immer meine Sonnenbrille? Ähnlich intensiv wie das Blau sind heute auch die Gerüche. Parfum-Duft mischt sich mit Abgasen, es riecht nach Gras und Wiese, nach Blümchen und Pisse, nach Schweiß und Bier.Nationaldenkmal auf dem Kreuzberg vor blauem Himmel.Wie man den Frühling in Berlin eben genießt...Im Winter ist es kalt, aber es liegt manchmal Schnee. Der Frühling ist schön, aber kann eben auch stinken. Was magst Du am Frühling? Und welche ist Deine Lieblingsjahreszeit? -
27.03.2017 - 18:16:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/03/fruhlingsgefuhle-auf-dem-kreuzberg.html
 
Nah am Wasser gebaut? Du bist nicht allein!
Du bist nah am Wasser gebaut? Dann haben wir etwas gemeinsam!Immer, wenn es gerade am wenigsten passt, fangen die Tränen an zu fließen und sind nicht mehr zu stoppen. Dabei ist es völlig egal, ob die Situation einen "richtigen" Grund zum Weinen bietet. Das ist zum einen Interpretationssache. Oft finden wir es aber auch selbst unnötig - und ärgerlich! Aber das lässt sich nunmal nicht steuern. Ich zum Beispiel weine häufig, wenn ich wütend bin, während sich Traurigkeit bei mir eher in bissigen Reaktionen äußert. Das ist besonders nervig, wenn ich mich eigentlich gerne weiter konstruktiv streiten möchte, die Tränen aber jede Diskussion ersticken.Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, leben vor allem nah am Wasser gebaute Menschen, die sich schminken, mit der ständigen Sorge, bei der nächsten Heulattacke ihr Make-up zu ruinieren. Das mag jetzt oberflächlich erscheinen, aber für mich hat mein sorgfältig aufgemaltes Gesicht viel mit Wohlbefinden zu tun. Und wenn ich den ganzen Tag mit Panda-Augen rumrennen muss und mich jede zweite Person fragt, warum ich denn geweint hätte, fühle ich mich ganz bestimmt nicht wohl. Aus diesem Grund möchte ich Dich - ob nun geschminkt oder nicht - an meinen persönlichen Strategien im Umgang mit der Tränenflut teilhaben lassen. Als erfahrene nah am Wasser gebaute Person habe ich nämlich schon so einige Tricks und Tipps erproben können. 😉Nicht jede*r hat so ein perfektes Pokerface.Regel Nummer Eins: wasserfestes Make-upGut, das war naheliegend. Zwar befolge ich diese Regel nicht immer, aber wenn ich schon morgens feststelle, dass ich einen sensiblen Tag haben werde, greife ich sicherheitshalber zu den wasserfesten Varianten von Mascara und Eyeliner. Außerdem platziere ich ein Puder und vielleicht Concealer in meiner Handtasche, um im Fall der Fälle die Spuren ausbessern zu können. Du kannst natürlich auch einfach von Deinen geröteten Augen ablenken, indem Du einen auffälligen dunklen Lippenstift verwendest. Wähle dann aber lieber eine andere Farbe als Rot - die würde den Effekt der verweinten Augen noch verstärken. Ein Make-up-Trend, der uns nah am Wasser gebauten Menschen sehr gelegen kommen dürfte, ist das Aufmalen von #glittertears - ja, Tränen aus Glitzer! Ist das nicht schön?Atmen. Zählen. Ablenken.Der Moment ist gekommen und Du spürst, wie Dir die Tränen in die Augen steigen. Vielleicht bist Du gerade kritisiert worden, in ein Fettnäpfchen getreten (ich bin übrigens auch Fettnäpfchen-Expertin) oder hast irgendetwas Peinliches angestellt. Alles Situationen, in denen Du nicht auch noch weinen möchtest. Das ist die schwierigste Aufgabe für alle, die nah am Wasser gebaut sind: Die Tränen zu unterdrücken. Ich fange dann gleichzeitig an zu zittern und halte unbewusst die Luft an, was die Anspannung noch verstärkt. Deshalb ist mein Tipp, tief und langsam zu atmen und sich bewusst darauf zu konzentrieren. Zusätzlich dazu versuche ich in Gedanken auf mich einzureden: "Okay, das war schlimm/peinlich. Aber jetzt ist es vorbei. In ein paar Tagen wird sich niemand mehr dran erinnern. Wahrscheinlich finden es die anderen alle gar nicht so schlimm, wie ich selbst. Alles wird gut." Und dann zähle ich bis zehn. Manchmal auch bis hundert. Ablenkung ist sowieso immer das beste Mittel. Versuche, an etwas Schönes zu denken oder schau Dir Cat-Content an. Wenn es zu schlimm wird, hat jeder Raum eine Tür, durch die Du ihn verlassen kannst.Es einfach laufen lassenDas ist zum einen wieder ein Tipp für die Make-up-Träger*innen: Kommt es trotz aller vorbeugenden Maßnahmen zum Tränenausbruch, darfst Du Dir auf keinen Fall die Augen reiben! Wenn Du nichts verschmieren möchtest, lass es einfach laufen. Die Sturzbäche kannst Du mit einem Taschentuch vorsichtig von Deinen Wangen abtupfen. Ihre Spuren lassen sich leichter ausbessern, als ein dunkles ruiniertes Augen-Make-up und Dir sieht niemand an, dass Du geweint hast. - Und selbst wenn: Weinen ist eine völlig natürliche Tätigkeit, für die wir uns nicht schämen sollten! Warum muss es eigentlich eine schlechte Eigenschaft sein, nah am Wasser gebaut zu sein? Weil wir Gefühle haben, die sich manchmal ihren Weg nach außen bahnen? Gerade in kreativen Berufsfeldern wie den Medien ist Emotionalität doch wichtig. Wer sich nicht in andere Menschen und Situationen hineinfühlen kann, schreibt auch keine guten Texte.Ich hab das mit den Glitter Tears mal ausprobiert. Jetzt glitzert alles, was ich anfasse!Bitte nicht anfassen!Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber manche gut gemeinte Reaktion auf das Weinen macht es bei mir nur noch schlimmer: Wenn mich in einer solchen Situation jemand unvermittelt umarmt oder auch nur berührt, fließt noch mehr Salzwasser. Auch die berühmte Aussage "Nicht weinen!" bewirkt genau das Gegenteil. Je nach Situation kann auch das natürlich okay sein. Aber wenn jemand die Tränen offensichtlich schnell wieder in den Griff bekommen möchte, ist das möglicherweise nicht die hilfreichste Herangehensweise.Nun aber genug geheult! Ich habe mir die Glitzertränen wieder abgewischt und möchte Dich nun fragen: Bist Du nah am Wasser gebaut? Was sind Deine Top-Tipps, um damit umzugehen?---
19.03.2017 - 19:00:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/03/nah-am-wasser-gebaut.html
 
Ich und die Medien #2: Von Bachelor-Ergebnissen & Job-Zusagen
In dieser Artikelreihe berichte ich euch von meinem Weg in und durch die Medienwelt, meinen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, Erfolgsmomenten und fiesen Details. Innerhalb der letzten sieben Tage hat sich viel getan in meinem Leben! Das ging jetzt alles ziemlich schnell... Am Montag bekam ich drei Antworten auf Bewerbungen und zwei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Nachdem die letzten Wochen eher zäh waren und ich oft überhaupt keine Rückmeldungen bekam, war das eine kleine Überraschung. Es ist sicherlich normal, dass man während des Bewerbungsprozesses immer mal ein bisschen frustriert ist. Umso schöner ist es, dann wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Den ersten Termin hatte ich am Donnerstag in Berlin, für den zweiten habe ich Freitag einen Kurztrip nach Dresden unternommen. Da ich den ganzen Tag dort verbracht habe, hatte dort meine Kamera ihren ersten Einsatz. Hier ein paar Eindrücke:Solche Laternen sollten überall stehen!Romantischer kann ein Entenpaar es kaum haben...Es war regnerisch in Dresden. Aber ich mag Pfützen und Spiegelbilder.Beide Stellen wären übrigens in Berlin gewesen. Aber ich saß in einem Café in Dresden, als mein Telefon klingelte und ich die Zusage bekam. So schnell hatte ich nicht damit gerechnet. Jetzt, da ich auch meinerseits mein Interesse bestätigt habe, weil mir die zweite Option nach dem Gespräch weniger zusagte, kann ich also verkünden: Ich arbeite ab April als Online-Redakteurin in Berlin - so wie ich mir das gewünscht habe. Zeitgleich sind auch endlich meine Bachelor-Ergebnisse online, wie ich am Samstag feststellte. Es ist nun offiziell, dass ich mein Studium mit einer guten Note bestanden habe. Das muss natürlich gefeiert werden: Konfetti-Freu-Fotos sind keine leichte Aufgabe......aber wenigstens mein Gesichtsausdruck ist lustig^^Keineswegs war ich die ganze Zeit über zuversichtlich, dass das alles so gut klappt. Deshalb ist die Erleichterung jetzt auch sehr groß! Im Januar, nachdem die Bachelorarbeit abgegeben war, habe ich angefangen, mich zu bewerben. Etwa 30 Stellen, Praktika und Volontariate habe ich mir seitdem aufgeschrieben. Rund 20 Bewerbungen habe ich abgeschickt. Von 10 Unternehmen habe ich eine Antwort erhalten. Fünf Mal wurde ich zu einem Gespräch eingeladen. Zwei Zusagen habe ich von meiner Seite aus abgelehnt, weil ich festgestellt habe, dass TV-Redaktionen erstmal nicht das Richtige für mich sind. Nach ziemlich genau zwei Monaten Bewerbungsphase habe ich mehr Klarheit darüber gewonnen, was ich wirklich will, gelernt, mit Absagen umzugehen und schließlich eine Zusage bekommen. Wenn das mal keine Erfolge sind!Das zähle ich so kleinlich auf, um mir selbst bewusst zu machen, dass ich die letzten zwei Monate nicht nur gefaulenzt habe. Das Gefühl hatte ich nämlich oft. In dieser ungewissen Zeit "dazwischen" neigte ich zumindest dazu, mich mit anderen Menschen zu vergleichen, deren Leben mir über Social Media immer wieder vor Augen gehalten wurde. Andere in meinem Alter haben schon die ganze Welt bereist oder ein Unternehmen gegründet oder geheiratet oder 100.000 Follower auf Instagram. Spätestens bei den letzten beiden Beispielen wird es eigentlich lächerlich, denn das sind Dinge, die ich persönlich für mein Leben so überhaupt nicht anstrebe. Ich weiß, dass mein Gefühl, dass andere mir nichts zutrauen und mich nicht ernst nehmen, mich nicht trügt. Aber jetzt gerade denke ich: Hallo, hier bin ich und ich habe sehr wohl schon Dinge in meinem Leben erreicht, die nicht selbstverständlich sind. Denn nicht jede*r hat die Möglichkeit, Abitur zu machen und zu studieren. Und ich habe momentan nicht die Möglichkeit, um die Welt zu reisen oder weiterzustudieren, aber das stört mich nicht wirklich. Ich bin sehr zufrieden mit der nahen Zukunft, die vor mir liegt. Es entscheidet ja nicht das Internet, was in meinem Leben wichtig ist, sondern nur ich selbst. Ich hoffe, dieser kleine Einblick in mein aktuelles Leben mit der Medienwelt hat Dir gefallen. 😊 Schreib mir doch, was Du dazu denkst! -
14.03.2017 - 12:48:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/03/bachelor-ergebnisse-job-zusage.html
 
3 Gedanken zu Body Positivy im Frühling
In den letzten Tagen war es angenehm warm und sonnig in Berlin - zumindest für diese Zeit im Jahr. Der Wintermantel durfte zu Hause bleiben und das lästige Schicht-über-Schicht-über-Schicht-ziehen hat nun bald ein Ende. Ich mag den Frühling, das Licht und die längeren Tage. Wenn langsam wieder Farbe in die Welt kommt, fühle ich mich gleich viel motivierter, morgens aufzustehen und auch mal einen Spaziergang zu machen, statt den ganzen Tag vor dem Laptop zu hängen. Zwei Dinge mag ich allerdings gar nicht am Frühling. Das ist zum einen meine Allergie auf alles, was sich Frühblüher schimpft. Zum anderen sind es die Titelseiten mit den "In zwei Wochen Bikini-Figur"-Diättipps am Kiosk oder Plakate mit fragwürdigen Werbebotschaften, die mit den ersten Sommersonnenstrahlen wie die Frühblüher aus dem Boden sprießen. Eigentlich habe ich keine Lust, mich jedes Jahr wieder mit diesem Thema zu beschäftigen. Aber als Medienmensch interessiere ich mich natürlich dafür, was dahinter steckt. Ich weiß, wie Werbung gemacht wird, und frage mich, wie sehr sie und andere Medien mich eigentlich beeinflussen. Vor allem wenn die warmen Jahreszeiten kommen und die Kleidungsstücke kürzer werden, beschäftigt mich das im Zusammenhang mit Body Positivy. Mache ich als Person, die sich schminkt, die Beine rasiert und nur sehr ungern Hotpants trägt, das wirklich nur, weil ich es so will? Oder bedeutet das natürlichere Aussehen, zu dem mir viele meiner Mitmenschen raten, automatisch mehr Selbstvertrauen? Zu drei verschiedenen Lebensbereichen, in denen Body Positivy eine Rolle spielt, habe ich mir Gedanken gemacht, die ich mit euch teilen möchte:1. Ich fühle mich nicht wohl in Hotpants"Sie können sowas tragen, sie sind ja so schlank. Aber diese fetten Weiber, die so rumlaufen... Schlimm!", sagte eine Nachbarin im Fahrstuhl zu mir, vor einigen Jahren, als ich noch in Größe XXS passte. Vermutlich muss ich mir also keine Sorgen machen, was andere davon halten, wenn ich kurze Hosen trage. Anders ist das bei hochsommerlichen Oberteilen ohne Rollkragen. Zumindest wenn man sich bei fast 40 Grad Außentemperatur einer Abitur-Nachprüfung unterziehen muss. Ich hatte damals die Gelegenheit, freiwillig noch eine mündliche Latein-Prüfung abzulegen, um meinen Schnitt um eine Kommastelle anzuheben. Mit entsprechender Einstellung tauchte ich dort nicht in besonderer, sondern ganz normaler, der Hitze entsprechender Kleidung auf. Zwischen Befragung und Ergebnisverkündung durfte ich mir eine schlimme Predigt einer beisitzenden Lehrerin anhören. Sie bezeichnete mich als "kleines Flittchen" und warf mir vor, mich absichtlich aufreizend angezogen zu haben, um die männlichen Anwesenden zu einer besseren Bewertung zu bewegen. So kam es, dass ich die gute Note unter Tränen zur Kenntnis kam, denn ich hatte nicht im Entferntesten daran gedacht, mit meiner Kleidung irgendetwas anderes zu bewirken, als angezogen zu sein.Mir werden ja oft freundlichereFarben ans Herz gelegt...Dieses kleine Beispiel hat nicht direkt etwas mit medialen Darstellungen zu tun. Oder vielleichtdoch? Ich darf also davon ausgehen, als schlanke Person in Hotpants nicht doof angeschaut zu werden. Passt ja schließlich gut zu den allgemeinen Sehgewohnheiten. Gleichzeitig kann ich mich auf unangenehme Kommentare gefasst machen. Von den Anderen. Können die sich nicht mal entscheiden? Darauf zu warten, wäre wohl ein sehr frustrierendes Vorhaben. Aber eigentlich ist das, was die anderen wollen, ja völlig egal. Schließlich stecke ich in meiner Haut. Und "Hotpants" (übrigens eine blöde Bezeichnung) sind einfach nicht meins. Ebenso wenig wie hochgeschlossene Blusen. Deshalb starte ich den Frühling mit Sternchen, Glitzerkatzen und grünen Lippen. So wie mir das am besten gefällt. Die kurzen Hosen überlasse ich mit Freuden allen Menschen, die sie gerne tragen.2. Essen in der -ffentlichkeitWie war das nochmal mit der Bikini-Figur? Figur haben - Bikini anziehen - fertig? Oder hältst Du Dich beim Essen mit Freund*innen doch lieber zurück? Sobald es Frühling wird, habe ich das Gefühl, dass alle um mich herum auf Diät sind. Und wer abnehmen möchte, soll das gerne tun, solange dies in einem gesunden Rahmen geschieht. Ich muss ja nicht mitmachen. Trotzdem ertappe ich mich hin und wieder dabei, dass ich mein Essverhalten in Gesellschaft verändere. Ich nehme weniger auf die Gabel, esse möglichst langsam und nehme keine zweite Portion, selbst wenn ich noch Hunger habe. Von mir als Veganerin wird doch auch irgendwie erwartet, dass ich mich gesund ernähre. Vor allem wenn andere Anwesende während des Essens die ganze Zeit von ihrer Diät sprechen, fühle ich mich mit meinem vollen Mund unwohl. Meine Empfehlung lautet daher: Wähle ein Gericht, bei dem es unmöglich ist, sich nicht einzusauen. Messer und Gabel sind tabu! Am besten eignen sich Burritos, Wraps, Döner oder Burger. Schmeckt alles sehr gut und man fühlt sich nicht wie ein Schwein, weil alle anderen auf die selbe Weise essen müssen.3. Body Positivity und Beauty?Offensichtlich schmiere ich mir gerne Farbe in die Haare und ins Gesicht. Heißt das jetzt, dass ich mich furchtbar unwohl in meinem Körper fühle und das zu kompensieren versuche? Warum sollte jemand wie ich dann überhaupt über ein Thema wie Body Positivity schreiben? Die Antwort ist: Ich fühle mich sehr wohl mit meinen Haaren und dem Make-up. Jeder kann sehen, dass ich nicht von Natur aus so aussehe, und darum geht es mir auch überhaupt nicht. So zu tun, als wäre man so aus dem Bett gefallen, finde ich aber nicht so toll. Wir sehen doch alle gerne so aus, wie wir es an uns selbst schön finden. Die einen machen sich damit mehr, andere weniger Arbeit. Darum muss niemand ein Geheimnis machen. Für alle, die es noch nie gemacht haben: Damenbart-Waxing tut weh. Das würde ich für niemanden außer mich selbst in Kauf nehmen. So oder so ist es mein Gesicht und ich bin diejenige, die jeden Tag im Spiegel damit konfrontiert wird. Beauty und Body Positivy haben sehr viel miteinander zu tun, denn wenn ich mich wohl in meiner Haut fühle, kann ich mich auch schön finden. Ob ich mir dafür Haare ausreiße oder nicht, mir eine Tonne oder gar kein Make-up in die Fresse klatsche, obliegt nicht dem Urteil der Anderen.Ich hoffe, Du kannst positiv in den Frühling starten und hast freundliche Menschen um Dich, die sich auch dafür interessieren, was in Dir steckt. Lass mich wissen, was Du mit Body Positivity verbindest und ob Du auch schon einmal eine negative Erfahrung in diese Richtung machen musstest. Zum Glück nimmt das Thema inzwischen ja zunehmend Raum ein in den Medien! -
06.03.2017 - 22:00:00
http://www.blitzlichtglitzer.de/2017/03/3-gedanken-zu-body-positivy-im-fruhling. ...
 
 
 
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