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Im Zeitspringer-Blog geht es um Ausflüge in die Vergangenheit mit Zielen aus grauer Vorzeit bis zur Spätantike. Archäologie, Geschichte, Historisches per Wanderung, Radtour oder Museumsbesuch erleben. Ausgangspunkt München.
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münchen geschichte archäologie historisches ausflugstipps
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Hinzugefügt am 18.06.2010 - 23:56:48 von Zeitspringer
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http://zeitspringer.blogspot.com/
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Als ich die Links meines Blog-Eintrags „Keltenjahr 2012“ mit dem Internet Explorer ausprobiert habe, ist er mir auf den Seiten mit den Heuneburg-Einträgen „eingefroren“. Beim Zugriff auf die Seiten tat sich nichts mehr. Um es kurz zu machen: es lag an den Kommentaren. Die Heuneburg-Einträge hatten welche, die anderen verlinkten Einträge von mir nicht. Es war glücklicherweise schnell zu finden und schnell mit einer Änderung an der Kommentar-Anzeige zu beheben. Aber: ich habe vorher nicht an den Einstellungen herumgespielt. Und ich habe ein paar Tage zuvor dieses Editorial der c't 1/12 gelesen.Unter dem Titel „Ungleiches Rennen“ geht es um die Konkurrenz der Browser, und in dem Editorial wird ein systematisches Aussperren des Opera-Browsers von neuen Google-Diensten behauptet. Ich habe mich beim Lesen nicht so betroffen gefühlt, ich verwende mit blogger.com zwar einen Google-Dienst zum Bloggen, aber dazu keinen Opera-Browser. Heiß wurde es mir erst durch den Vorfall vorletzte Woche - zum Lesen des Blogs sollte man nicht unbedingt einen Google-genehmen Browser benötigen.Ich hoffe, daß mein Problemchen ein kleiner Warnschuß bleibt und kein Vorspiel für ein permanentes großes Browser-Problem ist. Ich will aber trotzdem die Gelegenheit nutzen und etwas zur Auswahl meiner Blogsoftware schreiben. Das war kein Ergebnis sorgsamer Evaluation. Eigentlich wäre etwas Größeres notwendig gewesen, als Blogger.com zu bieten hatte (wenn es ganz schnell ganz viele Keltenschanzen-Besuche geworden wären und ich dringend Übersichtsseiten und Übersichtskarten gebraucht hätte, oder wenn sich dauernd Gastblogger beworben hätten u.ä.). Aber für den Anfang reichte die Blogger.com-Klasse, und in der Klasse ist Blogger.com in demselben Sinne ein sehr gutes Angebot gewesen, so wie mancher von uns den Email-Dienst von Google ausgewählt. Beim Email-Dienst wäre das Argument vielleicht das besseres Angebot als die Alternativen, und die Werbung fliegt einem auch nicht so um die Ohren. Beim Blogger-Dienst war der Vorteil, daß man gleich loslegen konnte. Es gab keine Sorgen wegen dem Speicherplatz für die Bilder, der Dienst war immer erreichbar, die Blog-Einträge nie verschwunden. Ich muß mir keine Sorgen um Software-Updates machen.Von der Mächtigkeit und den Erweiterungsmöglichkeiten her hätte ich seinerzeit Content Management Systeme (CMS) mit Blogerweiterung oben hin gesetzt, dann käme die Wordpress-Klasse auf eigenem Webspace und dann die gehosteten Systeme der Blogger.com-Klasse. Mittlerweile dürfte die ursprüngliche Blogsoftware Wordpress mit ihren Erweiterungen noch weiter in die CMS-Klasse hineingewachsen sein, als sie vor drei Jahren schon war. Zudem kommen laufend leichtgewichtigere Dienste unterhalb der Blogger.com-Klasse dazu, die sich je nach Veröffentlichungsprojekt auch eignen würden. Das Anfangen ist sehr einfach, nur die Sichtbarkeit fehlt. Übrigens, wenn jemand loslegt und das Projekt zu meinem Themenspektrum passt, kann sie oder er mir gerne mailen und ich baue irgendwann einen Hinweis bei mir ein. Zwischenzeitlich hatte ich mal ein besseres Selbstbewußtsein, was meinen Überblick angeht. Derzeit denke ich, man kann sehr gut im Web untergehen, wenn man keine Werbung für sein Projekt macht. Bei der Suche nach „Keltenschanzen“ findet Google gerade 57.700 Ergebnisse, da braucht es schon einen Extra-Hinweis, um gesehen zu werden.Zurück zu Blogger.com: Einen großen Denkfehler habe ich gemacht, und da muß ich dem Editorial widersprechen. Ich glaube statt diesem „Ingenieurstraum, dass sich die richtigen Ideen von alleine durchsetzen werden“ gab es schon früher einen Knick in die Richtung „Club“. Als Manko der Blogger.com-Software habe ich die fehlenden Trackback-Möglichkeiten angesehen. Trackbacks wären ganz gut um anhand der Kommentare sehen zu können, wer sich auf meine Blog-Einträge bezogen hat. Das sieht man bei mir nicht. Umgekehrt muß ich manuell versuchen, Trackbacks auf andere Blogs zu setzen, was je nach Einstellung und Blogsoftware oft nicht funktioniert. Ich war überzeugt, Google wird da über die Zeit aufschließen („Ingenieurstraum“), es tat sich aber nichts. Ich glaube in der ersten Hälfte 2010 habe ich dann Artikel im Sinne Facebook (also ein „Club“) als Bedrohung für Google gelesen, ab da habe ich das Manko im Sinne der Konkurrenz zwischen „Clubs“ interpretiert. Denn die Mehrzahl der Blogger verwendet eine andere Blogsoftware als die von Google, die Unterstützung der Vernetzung der Blogosphäre würde aus dem Google-Club herausführen. Bei dieser Gelegenheit auch etwas zu Blog-Zugriffsstatistiken und zu Google Analytics - den Punkt fand mein bei den Kykladen in Karlsruhe erwähnter Freund interessant. Nein, ich kann nicht sehen, ob aus dem Raum Karlsruhe überhaupt Zugriffe kommen. Ich wollte Google Analytics installieren, das habe ich vor mir hergeschoben, und irgendwann hat Google seiner Blogger-Blogsoftware Zugriffsstatistiken spendiert. Die sind verglichen mit den in die Kritik geratenen Möglichkeiten von Analytics sehr rudimentär. Ich rätsele etwas bei den Zahlen herum - Gesamtzugriffe und Zugriffe auf einzelne Posts - aber ich komme derzeit einigermaßen damit hin. Wem das noch unbekannt ist, daß die da gucken wer auf ihre Website zugreift - das kommt in den besten Kreisen vor, gerade ist was vom Informationsdienst Wissenschaft über die Zugriffe auf die Archäologische Objektdatenbank Arachne durchgetickert. Je ernsthafter der Einsatz für eine Website ist, desto wichtiger sind auch die Zugriffsstatistiken (Optimierung des Angebots, Erfolgsnachweis für Geldgeber oder Werbepartner etc.), und bei dieser Software glänzt dann Google genau wie bei der Blogsoftware und dem Email-Dienst mit einem guten kostenlosen Angebot. Ein Problem des Analytics-Einsatz ist die im verlinkten Wikipedia-Artikel erwähnte potentiell mögliche Verfolgbarkeit der Zugriffe einer bestimmten Person über verschiedene Analytics nutzende Websites hinweg, wobei die Person beim Anmelden an einen Google-Dienst auch noch genauer identifizierbar ist. Diese potentielle Möglichkeit der Datenzusammenführung wäre natürlich auch schon gegeben, wenn man auf einen von Google gehosteten Blog zugreift. Das wäre sozusagen eine Möglichkeit „von unten“, bspw. über die IP-Adresse. Die jetzt vorgesehene, hier von Martin Mißfeldt im tagSeoBlog behandelte Änderung der Google-Datenschutzbestimmungen ist etwas anderes, nämlich eine Zusammenführung der Daten „von oben“, also ausgehend von einer Anmeldung an einen Google-Dienst würden die Daten dieses Dienstes mit den weiteren genutzten Google-Diensten zusammengeführt. Diese offizielle Datenzusammenführung würde nach meinem Verständnis wesentlich weniger Daten zusammenführen als es potentiell möglich ist. Das größere Analytics-Gedöns ist ja jetzt schon eine Zeitlang her. Damals ist mir dazu eine Menge eingefallen, u.a. meine alte Tante, die in den 90ern die Lösungen von Kreuzworträtseln in Apotheker-, Metzger-Heft und Frauenzeitschrift eingesandt und sich über unerwünschte Werbepost und -Anrufe gewundert hat. Die aktuelle Änderung der Datenschutzbestimmungen begleitet Google dagegen mit folgender Zusicherung: „Ihre persönlichen Daten werden weder von uns verkauft, noch (abgesehen von seltenen Ausnahmefällen wie wirksamen rechtlichen Anfragen) ohne Ihre Genehmigung weitergegeben.“ Die Sache ist natürlich trotzdem ziemlich heiß wegen den vielen Diensten von Google und den viel mehr in die Privatsphäre gehenden Daten, an die Google mittlerweile via Google+ und Android-Smartphones heran kommt.Das Image der Politik ist hinsichtlich der Internetkompetenz nicht so besonders, siehe die Broschüre „Wie das Internet funktioniert“ von der Digitalen Gesellschaft. Diese Imageprobleme gehen jetzt in die zweite Generation, manche erinnern sich noch an das Modem-Monopol der Deutschen Bundespost (Geschichte des Modems in der Wikipedia). Den Druck auf unsere Politiker durch die Neuerungen von der anderen Seite des großen Teichs finde ich da ganz gut. Mit eigenen Mitteln bin ich sehr sehr skeptisch, wann wir zu so einem Stand wie jetzt gekommen wären. Wobei ich an den deutschen oder europäischen Ingenieuren nicht zweifle. Aber es gibt ja soviele Clubs, deren Interessen gewahrt bleiben müssen. Ich freue mich also über die Dynamik, die mir unter dem Strich viel gebracht hat. Irgendwas bleibt da aber noch. Ich will mal ein wildes Szenario beschreiben: etwa die Vorstellung, daß das Programmieren irgendwann bspw. durch (ggf. triviale) Softwarepatente - siehe hier die Warnung von Richard Stallman vor dem EU-Einheitspatenten - zum Minenfeld wird. Gleichzeitig wird kontrolliert, was wir auf unseren Rechnern installieren - hier dazu Dr. Oliver Diedrich über UEFI Secure Boot. Dann könnten vielleicht ohne weitere Prüfungen und Beglaubigungen nur Programme aus sauberer Quelle zugelassen werden, also etwa von Firmen mit vielen Patenten und Patentabkommen mit anderen Firmen mit vielen Patenten. Man kann in die Artikel reinsehen und sich andere Dinge ausdenken. Aber unter dem Aspekt hätte es was, eine freie, von einer Community realisierte Blogsoftware zu verwenden, um mehr beteiligt zu sein und solche Entwicklungen immer hautnah mitzubekommen.
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30.01.2012 - 22:26:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2012/01/zu-meiner-blogsoftware.html
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Das Keltenjahr 2012 der Baden-Württemberger sollte ich dazu nützen, endlich meine im September 2008 gemachten Bilder vom keltischen Oppidum Finsterlohr-Burgstall nachzutragen. Das Oppidum wird meist nach den Orten Burgstall oder Finsterlohr benannt, die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. nennt es im Langtext einer im Rahmen der Keltenjahr-Veranstaltungen stattfindenden Exkursion „Oppidum von Creglingen-Finsterlohr“. Immer mit dabei ist die Bezeichnung „Oppidum“, obwohl gerade das zweifelhaft ist, wenn man unter „Oppidum“ eine befestigte Keltenstadt versteht. Denn im Innenraum des durch Wälle gesicherten Gebiets wurde keine Siedlung gefunden. Ich habe im Blog-Eintrag über den Kurzbesuch des Oppidums Heidengraben die mögliche Schutzfunktion für das Umland schon erwähnt, bei der wegen des großen Umfangs des Oppidums neben der Bevölkerung auch die Haustiere hätten unterkommen können. Im Falle Finsterlohr-Burgstall hätte das auch sehr gut funktioniert, denn einerseits umfasst das Oppidum ein sehr großes Gebiet - die Gesellschaft für Archäologie gibt in ihrem Text 112 ha an - anderseits ist es an den meisten Stellen durch stark abfallendes Gelände geschützt. An einer Längs- und einer Schmalseite durch das Taubertal, an den beiden anderen Seiten teilweise durch Bachtäler. Das erste Bild ist im Taubertal bei Tauberscheckenbach aufgenommen. Im Hintergrund geht es die auf dem Bild gerade noch erkennbare Straße hoch zum Oppidum. Sowohl beim Verein Keltisches Oppidum Finsterlohr-Burgstall e.V als auch in der Wikipedia gibt es ein Luftbild, auf dem man diese natürlichen Gegebenheiten an einer Biegung des Taubertals gut nachvollziehen kann.Oben auf dem Gelände des ehemaligen Oppidums spielt sich alles auf einer Teilfläche ab. Auf der ist ein Keltenlehrpfad mit einzelnen, mit Infotafeln versehenen Stationen eingerichtet. Entweder geht es an den Infotafeln um das, was gerade zu sehen ist, oder es werden allgemeine Aspekte des keltischen Lebens erläutert. Zu sehen gab es 2008 vor allem an Westseite des Rundwegs mit den Wallresten etwas. Hier wurde ein Teilstück des Walles als keltische Pfostenschlitzmauer rekonstruiert, außerdem befinden sich an der Nordwestecke des Oppidums die Reste eines keltischen Zangentors (das „Alte Tor“). Die Steinsammlung in vierten Bild habe ich in der Nähe der Rekonstruktion gefunden. Ob sie echt keltisch sind?Mittlerweile ist mit einem Keltenhaus am Info-Zentrum/Parkplatz des Rundwegs eine weitere Attraktion hinzugekommen. (Wobei ich eine Stunde in der Flachsbrechhütte auch ganz interessant fände, da muß man sich aber vorher anmelden.) Online bin ich relativ selten auf Neuigkeiten vom Oppidum gestoßen. Das änderte sich schlagartig mit dem Bau des Keltenhauses, wobei das Interesse aber vermutlich stärker durch ein Resozialisierungsprojekt für junge Männer als durch die alten Kelten ausgelöst wurde. Der Verein hat eine lange Bildstrecke vom Bau des Keltenhauses eingestellt, darunter sind auch ein paar Bilder von den Fernsehaufnahmen des Bayerischen Rundfunks zu sehen. Der Besuch des Bayerischen Rundfunks soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß das Oppidum zu Baden-Württemberg gehört. Aber mit der Besonderheit, daß die Grenze zu Bayern ganz knapp um einen großen Teil des Oppidums herum liegt, denn das Taubertal unterhalb des Oppidums ist in diesem Abschnitt noch bayerisch. Wir sind seinerzeit von einer Fahrt von Würzburg nach München auf bayerischem Gebiet bei der A7-Ausfahrt Bad Windsheim abgezweigt und erst über hügeliges Ackerland und dann stark abschüssig hinunter ins Taubertal nach Tauberscheckenbach gefahren. Von dort ging es hoch nach Burgstall und auf baden-württembergischer Seite weiter in das nahe Rothenburg ob der Tauber. Bei dem, was es zu sehen gibt, ist Rothenburg verglichen mit den Keltenwällen und dem Keltenhaus des Oppidums natürlich der pure Overkill. Ich werde trotzdem meinen Zeitgrenzen treu bleiben und gebe für Rothenburg-Interessenten an Leo Wirths Blogreiter weiter.Die eingangs genannte Exkursion zum Oppidum bringt den Rothenburgern und Creglingern wegen dem Startpunkt in Stuttgart wenig. Die Führung der Tour ist aber ein Beispiel für meine Bemerkung im letzten Blog-Eintrag, in welchem Umfang sich bekannte Namen einbringen. Über Prof. Dieter Planck muß ich nichts schreiben, der hat einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Zu Dr. Günther Wieland hatte ich mal zwei Artikel verlinkt, die immer noch zugreifbar sind. Er war auch schon mit Dr. Guntram Gassmann und Ausgrabungen bei Neuenbürg in einer Fernsehsendung - man beachte dazu im Keltenjahr-Programm die Veranstaltungen in Neuenbürg. In Bayern sollte er vor allem durch die „Die Ausgrabung in der Viereckschanze 2 von Holzhausen“ bekannt sein, auf die sehr gute und ausführliche Buchbesprechung von Alexa Weyrauch-Pung habe ich im Blog-Eintrag „Die Viereckschanze 2 von Holzhausen“ hingewiesen.
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20.01.2012 - 21:36:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2012/01/oppidum-finsterlohr-burgstall.html
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Im September wird in Stuttgart die große Landesausstellung „Die Welt der Kelten“ eröffnet. Das ist für die Baden-Württemberger der Anlaß 2012 mit einem umfangreichen Begleitprogramm zum Keltenjahr auszurufen. An den bekanntesten Kelten-Orten - von denen hatte ich hier im Blog schon das Keltenmuseum Hochdorf, das Oppidum Heidengraben, die Heuneburg (Herbertingen/Hundersingen) allgemein und etwas zum vor einem Jahr geborgenen Sensationsfund bei der Heuneburg - finden sowieso immer wieder Veranstaltungen statt, mit denen kann man auch eine Liste füllen. Aber wenn man sich das Veranstaltungsprogramm genauer ansieht, ist man beeindruckt, was in diesem Jahr angeboten wird und in welchem Umfang sich bekannte Namen einbringen. Genauer hinzusehen empfiehlt sich auch, weil vermutlich die eine oder andere Veranstaltung (noch) garnicht in der Liste steht. Ich bin jetzt auf zwei Themenführungen zum Keltenjahr 2012 im Römermuseum Güglingen gestoßen, und die Volkhochschulen müßten eigentlich zur großen Landesausstellung hin auch noch stärker aufdrehen. Jedenfalls eine tolle Sache, da sollte man sich seine Leckerbissen heraussuchen und schon mal einplanen.
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16.01.2012 - 22:49:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2012/01/keltenjahr-2012.html
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Mit den „Kykladen. Lebenswelten einer frühgriechischen Kultur“ führt uns das Badische Landesmuseum im Karlsruher Schloss nach dem Jungsteinzeit-Intermezzo vor einem Jahr wieder wie in den Ausstellungen über die Vandalen und die dunklen Jahrhunderte Griechenlands an das Mittelmeer.Ohne Karte kann man sich mittels der Worterklärung für „Kykladen“ - von kyklos, Kreis, „da die Inseln kreisförmig um Delos, die heilige Insel des Apollon, angeordnet sind“ - und dem in der Ausstellung verwendeten Bild einer „Drehscheibe zwischen griechischem Festland, Kreta und Anatolien“ die Lage der Inseln vorstellen. Von dem Gebiet mit vielen Inseln, das man jetzt vielleicht in den Kopf bekommt, der linke Bereich, also nicht die Inseln rechts direkt vor dem anatolischen Festland, dann passt das so in etwa. Bei der Kykladen-Kultur geht es um eine Kultur der Bronzezeit, als deren Zeugnisse sind aber vor allem steinerne Hinterlassenschaften bekannt, und zwar besonders Idole wie im fünften Bild (im Museums-Shop gekaufte Nachbildung). Wie im Eingangsszenario der Ausstellung beschrieben, wurde diesen Funden aber bei den ersten Ausgrabungen im 19. Jahrhundert wenig Bedeutung zugemessen. Man hatte seinerzeit einen soliden Hintergrund durch die Texte antiker Autoren, das Ideal war klassisch-griechisch in der Tradition Winckelmanns - ich hatte das Thema Griechenbegeisterung im ersten Teil Agrigent - und Herodot hatte die Kykladen als von kleinasiatischen Karern besiedelt beschrieben, deren Hinterlassenschaften konnten also nicht bedeutend sein. Erst später trat gegenüber dem angelesenen Wissen der Wert der archäologischen Funde und des archäologischen Fundzusammenhangs stärker hervor. Für die große Bekanntheit der kykladischen Idole bzw. zumindest für ein gewisses „habe ich schon einmal gesehen“-Gefühl sorgten dann aber erst moderne Künstler wie Pablo Picasso, Henry Moore, Hans Arp und Alexander Archipenko, die sich von der „elementaren Einfachheit“ und „bloßen Form“ inspirieren liessen. Am Ende der Ausstellung sind einige Werke zu sehen, eingangs der Ausstellung dient Henry Moore dazu diese Entwicklung zu skizzieren.Die Ausstellung geht nach dem Eingangsszenario zunächst auf die Lebenswelten dieser frühgriechischen Kultur ein. Das geschieht eher mittelbar über die Gegebenheiten der Inseln. Ein Modell zeigt deren Lage. Es wird beschrieben welche Schätze die Inseln zu bieten hatten - den vor allem in der Steinzeit wichtigen Obsidian von der Insel Melos, Marmor von den Inseln Paros und Naxos, das Schleifmittel Bimsstein von Thera, Silber und Blei von Siphnos, Kupfer zusammen mit den in Kupferlagerstätten zu findenden Färbemitteln Azurit und Malachit auf Kythnos, Seriphos, Siphnos und Kea. Landwirtschaftlich waren die Inseln nur schlecht nutzbar, für den Fischfang und speziell den Thunfischfang aber sehr gut.In diesem Ausstellungsbereich findet sich auch das angekündigte „rekonstruierte Modell eines kykladischen Langbootes“. Nicht groß, es hätte auf einem Wohnzimmertisch Platz. Es ist - so zumindest mein Eindruck in der Ausstellung - einer der wichtigen Dreh- und Angelpunkte bei der Interpretation der Leistungsfähigkeit und des Niedergangs der kykladischen Kultur. Gegen Ende der Ausstellung wird noch einmal ausführlicher auf die Langboote eingegangen. Vorlage für die Boote sind Ritzzeichnungen, man stellt sie sich als gepaddelte Einbäume vergleichbar derjenigen der Maoris und und den Indianerstämmen der Haida an der Nordwestküste Amerikas vor. Man vergleicht deren Aktionsradien mit den Gegebenheiten der griechischen Inselwelt und kommt zu dem Schluß, daß neben der genannten Drehscheibenfunktion zwischen griechischem Festland, Kreta und Anatolien - in dieser Inselwelt soll bei guter Sicht immer eine Landmarke zur Navigation zu sehen gewesen sein - sogar der Bosporus im Aktionsradius gelegen haben müßte. Gegenüber gesegelten Schiffen ergab sich der Vorteil, daß man nicht auf günstige Winde für die Befahrung des Bosporus warten mußte. Allerdings ergeben sich auch einige Nachteile: Als geeignete Baumart wurde die griechische Tanne identifiziert. Durch deren Verwendung würde sich mit der Zeit ein Ressourcenengpaß ergeben. Zudem verrottet sie eher als das Holz, aus dem die Planken der minoischen Schiffe gemacht wurden, und die Langboote haben eine geringere Transportkapazität als die gesegelten Schiffe der Minoer.Anderseits wird auf einer anderen Infotafel auch eine Klimaänderung als möglicher Grund für einen abrupten Wandel um 2250 v. Chr. angeführt, von dem zudem auch das Festland betroffen war, nur auf Kreta hätte es diesen Einbruch nicht gegeben. Die Kykladen sind dadurch zunächst in den Schatten der Minoer und später der Mykener geraten.Aber zurück zum ersten Teil der Ausstellung mit dem Langboot-Modell. Dort findet sich auch ein Siedlungsmodell mit auffallend viel Befestigungsmauern für relativ wenige Wohnhäuser. Die Siedlungen seien erhöht in Sichtkontakt zueinander angelegt worden, wenige hundert Bewohner bei kleiner Grundfläche. Das passt zu dem Analogieschluß mit Maoris und Haida, nach dem diese Langboote mit vielen Paddlern auch gut für Überfälle geeignet waren. Anderseits wurde der daraus folgende räuberische Aspekt der Kykladen-Kultur in der Ausstellung nicht weiter ausgeführt und belegt. Stattdessen ist man im weiteren Verlauf der Ausstellung beeindruckt von Gefäßen aus Marmor. Sie „imitieren Tongefäße“ und „verleihen durch das lichtdurchlässige Material Marmor hohen optischen Reiz“. Es gibt „Kykladenpfannen“ mit einem Dekor aus ineinander verwobenen Spiralen, Bronzedolche und natürlich viele Idole, die wohl nach einzelnen Grabstätten typisiert werden und sich in Plastizität, Proportion etc. unterscheiden. Die Idole waren nicht marmorweiß, sondern bunt bemalt. Da hätte man also eine vergleichbare Situation wie bei den Ägineten, nur daß die wegen zusätzlichen Accessoires wie bemalten Bleilocken vielleicht noch mehr von unseren heutigen Vorstellungen entfernt ausgesehen haben. Im Laufe der Zeit wurden manche Idole mehrfach übermalt, Spuren der früheren Bemalung blieben teilweise erhalten. Eine Projektion zeigt solch unterschiedliche Bemalungen. Ab dem Bereich mit der Projektion geht die Ausstellung räumlich gedrängter über in die genannten Teile mit den Langboot-Analogieschlüssen und der Reflektion durch moderne Künstler. Eine umfangreichere Ausstellungsfläche davor erscheint verglichen zu früheren Ausstellungen deutlich lockerer besetzt. Vielleicht steht das im Zusammenhang mit erwarteten Ausstellungsstücken aus Griechenland, die man aufgrund eines Streits um Raubgrabungen nicht bekommen hat. Das ist aber jetzt reine Spekulation. Bei dem Streit um Raubgrabungen dreht es sich um zwei Idole, die man vor einer Zeitgrenze erworben hat, für die Deutschland rückwirkend entsprechende Verfahrensregeln der Unesco anerkannt hat. In einer kleinen Presseschau im Eingangsbereich des Schlosses wird ein Schaden für die Ausstellung entweder nicht angesprochen oder durch zwei Autoren verneint. Interessanterweise mit demselben Argument, dem großen eigenen Bestand der Karlsruher. Das Problem der Raubgrabungen wird in der Ausstellung allgemein thematisiert, ebenfalls im gedrängten letzten Teil. Es geht dabei um die zeitliche Zuordnung, die ohne den Fundzusammenhang nicht mehr möglich ist, und um das Problem zahlreicher Fälschungen, die mit dem steigenden Interesse an den Idolen aufgetaucht sind.Die eigenständige Blütezeit der Kykladen-Kultur müßte nach meinem Verständnis vom Wechsel Steinzeit zur Bronzezeit um 3000 v.Chr. bis zu der oben genannten Zeit um 2250 v.Chr. gegangen sein. Zahlreiche Ausstellungsstücke sind entsprechend datiert - 3200-2900 und 2700-2400. Die in der Ausstellung genannte eigentlich klare Abfolge kann ich jetzt nur schwer mittels der Wikipedia nachvollziehen. Also vielleicht sollte man hier bei stärkerem Interesse an den Daten und den Übergängen den Ausstellungskatalog in das Auge fassen. Ich habe darin im Shop nur angefangen zu blättern und dann schon meinen Schulfreund im Foyer gesehen, mit dem ich die Ausstellung besuchen wollte (Wintersonne im „Mitglieder“-Bereich rechts oben). Die Presseabteilung könnte natürlich auch versuchen die Wikipedia zu aktualisieren oder eifrigen Wikipedianern Kataloge zukommen zu lassen. Mehr Leser als einzelne Presseartikel zur Ausstellung werden diese Kykladen-Artikel in der Wikipedia sehr wahrscheinlich haben.Was wir in der Ausstellung beide vermisst haben - vielleicht ist da auch etwas dazu im Buch - waren Einflüsse der Kykladen-Kultur auf die Nachbarkulturen. Es gab offenbar durch die Kultur geprägte Siedlungen auf dem griechischen Festland und auf Kreta und einzelne Objektfunde außerhalb. Aber in der Ausstellung war kein Nachwirken in dem Sinne zu sehen, daß Minoer oder Mykener Idole so aufgegriffen und in ihr Schaffen eingebaut hätten wie Pablo Picasso oder Henry Moore. Zum Multimedia-Guide: erstmalig gibt es im Karlsruher Landesmuseum eine App zur Ausstellung. Anscheinend nur iPhone, und wer kein iPhone hat kann ein iPad ausleihen. Zum Fotografierverbot: war glaube ich in den Karlsruher Sonderausstellungen immer so. In den Dauerausstellungen darf man laut Info an der Kasse fotografieren, die Bilder aber nur mit Erlaubnis der Presseabteilung in das Internet stellen. Ich will das jetzt nicht ausdiskutieren (ich habe nie versucht, in Karlsruhe die Erlaubnis für Innenaufnahmen zu bekommen, es gibt schon relativ viele Bilder beim Landesmuseum, sogar ein digitaler Katalog ist im Bau, es gibt Bilder beim Landesbildungsserver Baden-Württemberg u.ä.. Das Fotografieren stört in gutbesuchten Ausstellungen, und die Sonderausstellungen sind oft sehr gut besucht. Viele der Texte in der Ausstellung braucht man nicht fotografieren, um sich Notizen zu sparen, man kann sie von der Museumswebsite herunterladen. Die generelle Fotografiererlaubnis würde vielleicht gegenüber den Leihgebern Probleme bereiten. An eine Kannibalisierung des Katalogverkaufs glaube ich dagegen nicht, mit dem Argument müßten bei den vielen Tierpark-Sendungen im Fernsehen alle Zoos mittlerweile unter massivem Besucherschwund leiden. Und zur Preisliste beim Digitalen Katalog würde mich wie bei anderen derartigen Bilderdiensten mal eine Gegenüberstellung des zusätzlichen Aufwands gegenüber dem Ertrag und den entgangenen Vorteilen beim Museums-Marketing interessieren). Aber aus meiner Sicht beisst sich App und iPhone mit dem Fotografierverbot. Das Fotografierverbot ist mit dem iPhone in der Hand nicht kontrollierbar und es holpert auch bei der Kommunizierbarkeit. Für Veranstaltungen wie die Tweetups wäre so ein Fotografierverbot schon eine Einschränkung. Meinen Gedanken zum Tweetup, daß auch genug Leute kommen sollten, die nicht aus der Szene Museumsmitarbeiter/Dienstleister kommen, sehe ich da in anderem Licht. Vielleicht wäre es gerade für die Museumsleute gut, so etwas mal mitzumachen. Die klassischen Medien sind beschränkt, ich habe in keinem der ausgehängten Presseartikel einen Hinweis auf die App-Neuerung gesehen. Zwangsläufig fallen auch viele andere Dinge unter den Tisch, ich gehe ja jetzt auch nicht mehr auf das sehr interessante Begleitprogramm ein (auf der Museumswebsite im herunterladbaren Flyer ). Mittels sozialen Medien könnten die Besucher/Teilnehmer angeregt werden, selbst Werbung für das zu machen, was ihnen gefallen hat.
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05.01.2012 - 22:54:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2012/01/kykladen-in-karlsruhe.html
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Zu Weihnachten und der Wende zu den länger werdenden Tagen gibt es von mir die Bikini-Mädchen. Wenn im Zusammenhang mit Archäologie-Touren das Stichwort „Bikini-Mädchen“ fällt, dann sind meistens die von der Villa Romana del Casale gemeint. Die Villa Romana del Casale ist zugleich das noch ausstehende Ziel der Sizilien-Serie, diese Blog-Einträge starteten letztes Jahr mit dem Blog-Eintrag „Sizilien, mit Familienanschluß“. Die Bezeichnungen sind etwas unterschiedlich, die Wikipedia nennt neben „Villa Romana del Casale“ auch „Villa del Casale“ und „Villa von Piazza Armerina“. Gemeint ist eine Luxusvilla aus der Römerzeit, die vor allem durch die großflächigen und sehr gut erhaltenen Bodenmosaike bekannt geworden ist. Piazza Armerina ist eigentlich die nahegelegene Stadt, wird aber manchmal wie im Fall einer der erwähnten Begleitreisen zum „Licht des Südens“ ebenfalls für dieses Ziel verwendet (Ich hoffe es ist so, die können ja dort unmöglich die Villa del Casale auslassen). Die Besichtigung Villa Romana del Casale könnte man wie im fünften Teil Agrigent beschrieben mit Morgantina und Enna zusammenfassen. Morgantina scheint mir hierzulande etwas zu wenig beachtet zu werden. Damals zum Zeitpunkt des Blog-Eintrags sichtbar an der gerade aktuellen Rückkehr der Aphrodite, die englischsprachig gut präsent und deutschsprachig fast nicht zu finden war. Enna, nach der Wikipedia „Belvedere (Aussichtspunkt) oder aufgrund ihrer strategisch wichtigen, zentralen Lage im Inselinneren Nabel Siziliens genannt“, kam eine wichtige Rolle in den antiken Ausseinandersetzungen auf der Insel zu. Der Wikipedia-Artikel zur Villa del Casale erwähnt eine in 300 Metern Entfernung verlaufende „Fernstraße von Akragas (dem heutigen Agrigent) nach Catania“, das wäre also südlich von Enna. Heute führt die Straße von Agrigento zur nördlich von Enna verlaufenden Autobahn Palermo - Catania. Also wenn man wie wir damals aus der Gegend von Agrigent anfährt, dann leitet einen das Navi vorher von der Strecke Richtung Enna und Catania ab. Wir sind dann abends zurück und bald darauf die Teilstrecke wieder in Richtung Flughafen Catania gefahren. Wir hatten ja unser Häuschen auf dem Lande. Besichtigungstechnisch optimaler wäre eine Übernachtung in der Gegend vor dem Abflugtag in Catania gewesen, dann hätten wir mehr Zeit in der Villa verbringen und am anderen Morgen noch etwas anderes ansehen können. Der antiken Eingangsbereich der Villa befindet sich auf der Talsohle, nach hinten zu wirkt die Villa heute in den Berg/Hang hinein gebaut. Für den guten Erhaltungszustand der Mosaiken waren sehr wahrscheinlich die Erdrutsche entscheidend, die sie von der Bergseite aus verschüttet haben. Aber so fehlt mir die Vorstellung, wie das Gelände zur Zeit des Baus der Villa ausgesehen hat. Ist besonders die Villa von Erdrutschen betroffen gewesen, ist das ganze Gelände drumherum abgerutscht und man hat lokal Flächen freigelegt? Jedenfalls führt eine Stichstraße erhöht über der Talsohle hin zur Villa. Vor dem Zugang zur Villa geht ein breiter Abzweig bergseitig auf einen großen Parkplatz und die Straße ist dann im weiteren Verlauf mit Ständen wie im dritten Bild gesäumt. Auf der Hinfahrt haben wir uns auf den letzten Metern der Straße bis zum Parkplatz gerade so zwischen parkenden und manöverierenden Bussen durchgeschlängelt, das sah nach unlösbaren Problemen aus. Mitten in der Einfahrt zum Parkplatz gab ein Mann Kommandos (da hinüber, ein Euro) und vermittelte Sicherheit. Als wir zurückkamen, konnten wir problemlos wieder heimfahren.Über die Problemlösungskompetenz der Sizilianer rätsele ich nicht mehr, die nehme ich einfach hin. Die Stände haben mich gewundert. So ziemlich alles, was man an einem Stand kaufen konnte, konnte man an mehreren anderen Ständen auch kaufen. Es ging dann irgendwann eine Treppe hinunter, rechts ein Gebäude mit WC (kostenlos), Sättigungspizzaeck (3 Euro), Kaffee (1 Euro) und Infostand, links ging es zur Kasse (3 Euro Eintritt) und zur Villa. Die günstigen Preise habe ich mir 2009 notiert.Wie auf den Bildern zu sehen ist, wird außen auch noch richtig gebaut und innen offenbar fortwährend konserviert und vermutlich auch repariert. Die Mosaiken sind weitgehend überdacht, außerdem muß man meist oberhalb der Mosaiken auf Stegen bleiben. So empfindlich scheint der Boden aber nicht zu sein, stellenweise darf man auch direkt auf ihm herumlaufen. Und manche dürfen das überall machen. Wir haben einen vermutlichen Journalisten mit Helferling etwas desorientiert von einem für den Normalbesucher gesperrten Bereich in den nächsten rennen sehen, außerdem auch eine Fotografin, die von einem erklärenden Mann zu bestimmten Punkten geführt wurde. Wegen dem unten herumlaufen können habe ich die nicht so unbedingt beneidet, das funktioniert mit den Stegen schon ganz gut. Leider waren aber hintere Bereiche der Villa ganz gesperrt, da konnten die Normalbesucher selbst über Stege nicht hinein. Die Masse der Mosaiken war dennoch erschlagend. Ich hatte am Ende des Durchgangs das Gefühl, noch nichts richtig gesehen zu haben, wozu sicher auch das dauernde Fotografieren beigetragen hat. Ich wäre am liebsten wieder zurück auf den Start, man hätte auch problemlos wieder zurücklaufen können und wahrscheinlich sollte man gleich zwei Durchgänge einplanen. Die Reisegruppen waren wieder viel schneller als wir. Aufbau der Gruppe, Vortrag, dann weiter zum nächsten Station. Vielleicht gab es für die zur Entschädigung nach einem Essen in Piazza Armerina noch einen schönen Stadtspaziergang oder sie haben die antiken Anlagen von Morgantina an dem Tag noch mitgenommen. Naja, beides vermutlich.
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23.12.2011 - 11:46:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2011/12/die-bikini-madchen.html
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Morgen startet in München in der Archäologischen Staatssammlung die Ausstellung „Im Licht des Südens“. Die Ausstellung will sich der „Begegnung und dem Kulturtransfer zwischen dem Mittelmeerraum und Zentraleuropa von der Steinzeit bis in die Zeit der Römer“ widmen und „stellt dazu über 500 einzigartige Exponate aus den berühmtesten Museen Italiens erstmalig prominenten Objekten aus den großen nordalpinen Museen gegenüber“.Unbedingt zu beachten wäre das Begleitprogramm, da gibt es im Februar und März eine „Vortragsreihe am Donnerstag“. Die Vorträge wären wegen der „Eintrittskarte: 7,50 € inkl. Ausstellungsbesuch an selbst gewähltem Datum“ für die Vollzahler unter den Ausstellungsbesuchern kostenlos. Im Begleitprogramm werden auch die schon in den Mitteilungen der Freunde der bayerischen Vor- und Frühgeschichte angekündigten Sizilien-Reisen angeboten, ich hatte darauf im dritten Teil Selinunt hingewiesen. Sie finden nächstes Jahr im März und im Mai statt. Wie zur Ausstellung „Luxus und Dekadenz — Römisches Leben am Golf von Neapel“ bietet die Archäologische Staatssammlung eine exklusive Abendöffnung inklusive Führung an, zusätzlich ist ein italienisches Catering möglich. Wie „Luxus und Dekadenz“ hat die Ausstellung eine eigene Website, auf der man das alles nachlesen kann, und eine Vorläuferausstellung in einem anderen Museum, das war in diesem Falle die Ausstellung „Le grandi vie delle civiltà“ im Castello del Buonconsiglio, Trient.
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15.12.2011 - 11:41:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2011/12/archaeologische-staatssammlung.html
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Laut der deutschen Projekt-Beschreibung ist „Memoro - Die Bank der Erinnerungen“ ein Non-Profit-Projekt, das sich der Sammlung von „Video- und Audioclips über Lebenserfahrungen und Erzählungen der Menschen widmet, die vor 1950 geboren sind.“ Damit man sich mehr darunter vorstellen kann, sollte man sich über die Startseite ein Video aussuchen und auch auf der Presse-Seite vorbeisehen. Hier empfehle ich zumindest den Mitschnitt eines Interviews im Deutschlandfunk mit Nikolai Schulz von Memoro Deutschland vom 12.11.2011.Das Memoro-Projekt mit seinen vielen Zeitzeugenberichten liegt zwar wieder außerhalb meines Horizonts graue Vorzeit bis Spätantike. Aber zum einen hatte ich das Gefühl, daß so etwas im Umfeld von Mitmachweb und Internetökonomie einfach kommen mußte, und wollte das Projekt als beispielhaft erwähnen. Zum anderen lesen hier viele allgemein Geschichtsinteressierte mit und München ist überproportional in den Erinnerungen vertreten - es lohnt sich also ganz besonders zu stöbern. Das Projekt ist zwar international und ursprünglich in Italien entstanden, aber durch den deutschen Vertreter Nikolai Schulz dürfte München hierzulande etwas im Vorteil sein.Zur Internetökonomie, da hatte ich ja einmal länger den „Long Tail“ in einem Blog-Eintrag („Filme, Filmchen, Videos“) verarbeitet. Grundgedanken sind, daß die Kosten von Bereithaltung und Verteilung gegen Null gehen und die Beschränkung auf eine lokale Kundschaft entfällt. Nikolai Schulz erwähnt dieses weltweite Interesse an seinen Videos in einem der Interviews. Also vermutlich Deutsch verstehende Bewohner ferner Länder, die an diesen Erinnerungen interessiert sind. Um diese Produkte/Videos zu finden, sind nach Chris Andersons Buch über den „Long Tail“ Filter notwendig. Ein Filter in fernen Ländern wäre etwa ein deutschsprachiges Auswanderermagazin, das auf Memoro hinweist. Oder hierzulande in einer Seniorenwohnanlage Internetkurse gebende Studenten. Die wichtigsten Filter werden wohl Suchmaschinen sein, misst man nach den mit Abstand meisten zugeführten Besuchern. Und nachdem Google noch keinen gesprochenen Text durchsuchbar macht, ist es sinnvoll die Video-Beiträge zu verschlagworten und kleine Zusammenfassungen zu machen. Daß Nikolai Schulz das zu seinen Videos macht, erwähnt er im jüngsten Deutschlandfunk-Mitschnitt.Das Übersetzungsproblem bleibt. Wir sind z.B. in Sizilien überall auf Gastarbeiter-Geschichten gestoßen. Die waren so vielgestaltig, daß man nicht glauben mag, daß sie von Geschichtswissenschaftlern in Büchern fassbar sind. Die Erinnerungen wären sicher hinsichtlich der von Nikolai Schulz erwähnten Firmengeschichten interessant. Es gibt aber eine Unzahl anderer Kombinationen - ein Aufseher in einem archäologischen Park erzählte uns davon, daß er lange in Rüdesheim gearbeitet hat, das könnte doch für viele Rüdesheim-Touristen interessant sein. Aber vielleicht muß man beim Übersetzungsproblem nur noch wenige Jahre warten. Die Spracherkennung scheint ja ebenfalls Riesenfortschritte zu machen, siehe neues iPhone. Vielleicht kommt bald ein Schlagzeile, daß Google auch den gesprochenen Text in Videos indizieren kann - Weltuntergangsstimmung in Deutschland, die dürfen sowas Schlimmes doch nicht machen - und irgendwann geht bei einfachen Sprechsituationen wie in den Memoro-Erinnerungen ein Zuschalten von automatischen Übersetzungen, die dann als Untertitel mitlaufen.Im Interview erzählt Nikolai Schulz auch von seinen Schwierigkeiten, Leute zum mitmachen zu bewegen. Mitmachweb darf man sich also nicht so vorstellen, daß die Mitmachwoller kaum einzudämmen sind. Ich tippe zum Beispiel auf eine niedrige dreistellige Zahl von Zugriffen auf meinen Blog pro Kommentar und vermute, daß das „um Sonderfaktoren bereinigt“ bei anderen Blogs ähnlich ist. Ein mit mehr Aufwand als ein Kommentar gemachter Blog-Eintrag ist schwerer im Mitmachweb zu bekommen, ein Tweet bei Twitter ist schneller gemacht und wäre billiger zu haben. So eine nach Aufwand abgestufte Neigung den Hintern hoch zu bekommen ist in der Welt außerhalb des Mitmachswebs natürlich genauso zu beobachten - auf die 1.192 jährlichen Besucher des Archäologischen Museums der Oberpfalz in Amberg (Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung) werden ein paar tausend mehr kommen, die sich nur überlegt haben das Museum zu besuchen. Ich würde auch vermuten, daß mehr als die 1.192 versucht haben, sich im Internet über das Museum zu informieren. Wie bewegt man also die Leute dazu mitzumachen? Nikolai Schulz hat sie einfach auf der Straße gefragt. Stephan Gröschler macht jetzt eine Weihnachtsverlosung dreier Kalender. Das ist ein sehr gutes Angebot, er betreibt die Fotografie deutlich ambitionierter als wir. Er hat mir erzählt, daß er schon vor Sonnenaufgang zu bestimmten Stellen gefahren ist, um sie in der aufgehenden Sonne fotografieren zu können. Da setzen wir mehr auf Mitnahmeeffekte, also wenn zufällig gerade die Sonne aufgeht, wenn wir nach Frühstück etc. hinkommen, dann fotografieren wir das natürlich auch. Museumsseitig war auch der Weihnachts-Tweetup vor drei Tagen ein sehr gutes Angebot. Für ein paar Tweets mit den Fachleuten unterwegs sein dürfen, wo kriegt man das sonst noch? In wenigen Jahren, wenn noch mehr mit Smartphones unterwegs sind, wird man das billiger bekommen wollen. Daß man im Museum zwar fotografieren, die Bilder aber nicht in das Internet einstellen darf, wird passé sein. Stattdessen machen die Museen Fotowettbewerbe und bitten ihre Besucher auf ihren Webseiten für Mobilgeräte und auf den Museums-Apps darum, mit Bildern versehene Kommentare in die Sozialen Netze zu stellen. Abschließend ein Hinweis auf eine Besprechung des Films „Krieg der Götter“ durch Florian Machl bei Huscarl.at. Ich hatte den Film im Blog-Eintrag „Höhlenkunst“ erwähnt. Der Film läuft derzeit in München noch in drei Kinos, wie ich bei artechock sehe. Und auf den schönen Text von Sam in ihrem Cantharis-Blog. Sie schreibt über den Besuch von Überresten früheren menschlichen Zusammenlebens auf andere Weise, als ich das machen könnte. Bei mir dürfte wohl stärker das Praktische zwischen den Zeilen durchscheinen. Im BayernViewer-denkmal sichten, was da ist, Fotoapparat und Vesper einpacken. „Disteln und das Brombeergestrüpp“? Gut, die Stiefel und die Hosen mit dem festeren Stoff brauche ich auch noch. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit ist es doch viel schöner, stattdessen einen besinnlicheren Text zu lesen. Aber nächstes Jahr geht es wieder los, da brechen wir wieder durch das Unterholz, hmm?
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10.12.2011 - 15:29:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2011/12/das-memoro-projekt.html
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Am nächsten Mittwoch findet gleichzeitig in München in der Krippensammlung des Bayerischen Nationalmuseums, in Mindelheim im Schwäbischen Krippenmuseum, in der Werkstatt eines Krippenschnitzers, einer Kirche und von einem Weihnachtsmarkt ein Weihnachts-Tweetup statt. Näheres ist beim „aufbruch. museen und web 2.0“ zu finden. Zu den Veranstaltungen in den Museen ist alles klar, Infos zu Krippenschnitzer, Kirche und Weihnachtsmarkt folgen noch.Bei einem Tweetup treffen sich Twitterer zum gemeinschaftlichen Twittern. Eingeladen ist, wer ein twitterfähiges Smartphone mitbringt und einen Account bei Twitter hat. Das twitterfähige Smartphone habe ich nicht, also bin ich außen vor. Ich hätte es mir auch stressig vorgestellt, wie im Falle des letzten Tweetups in der Münchner Residenz eine Stunde lang die Residenz zu besichtigen, aufmerksam der Führung zu folgen und gleichzeitig noch zu versuchen geistvolle Kurzmeldungen über Twitter abzugeben. Aber diesen Ängsten hat Tanja Praske im Residenz-Blog widersprochen: „Massives und hoch konzentriertes Multitasking“ war zwar gefragt, es ist aber doch wohl überraschend viel zustande gekommen. In seinem Blog Iliou Melathron schreibt Dr. Christian Gries abstrahierender über das Geschehen in der Residenz. Er transzendiert es sogar etwas - „zwingen aber zur Konzentration, fast Kontemplation“, leuchtende Residenz, das erste Licht König Ludwigs I. - da bedauert man es geradezu nicht dabei gewesen zu sein. Einen ausführlichen Artikel über die Hintergründe des Museumsgezwitschers gibt es zudem noch in den FilmNewsBayern (Seite 6 der pdf-Datei). Wie bei „aufbruch. museen und web 2.0“ angegeben, sind die Spielregeln beim Tweetup am nächsten Mittwoch etwas geändert. Im Fokus steht nicht das Museum, sondern eine „Weihnachtsgeschichte“, und in der Münchner Krippensammlung läuft man ohne Führung herum. Diese Krippensammlung ist ein echtes Highlight in München und im Bayerischen Nationalmuseum. Und wer selbst nicht so auf Krippen steht, muß die Sammlung natürlich trotzdem für seine passend interessierten München-Besucher kennen. Ich halte die Tweetup-Idee für ganz gut. Ich könnte mir aber vorstellen, daß es für ihren Erfolg wichtig ist, daß auch genug Leute kommen, die nicht aus der Szene Museumsmitarbeiter/Dienstleister für Museen stammen. Also wer da Interesse hat, aber wackelig ist, möge sich einen Ruck geben und hingehen. In München verträgt sich das Twittern im Nationalmuseum (13 – 14.00 Uhr) übrigens glänzend mit der im letzten Blog-Eintrag erwähnten öffentlichen Führung über die Grabungsfläche am Marienhof um 15 Uhr. Bei der Führung könnte man gleich weitertwittern!
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02.12.2011 - 21:54:00
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http://zeitspringer.blogspot.com/2011/12/weihnachts-tweetup-am-07122011.html
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